Bessere Ergebnisse bei der Datenanalyse durch Teamarbeit

Neue Möglichkeiten zur Kollaboration und visuellen Datenauswertung mit Cadenza. Die führende Datenanalyse-Software für die öffentliche Verwaltung von Disy wurde um Analysefunktionalitäten ergänzt.

BildDie Disy Informationssysteme GmbH hat die führende Datenanalyse-Software für die öffentliche Verwaltung um neue Analysefunktionalitäten ergänzt. Jetzt können nicht nur einzelne Analysten individuelle Auswertungen mit Cadenza erstellen, sondern komplette Teams gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten. Außerdem unterstützen neue visuelle Hilfestellungen dabei, das Analyseziel zu erreichen. Dank der innovativen Funktionen kann die öffentliche Verwaltung komplexe Auswertungen einfacher und leichtgewichtiger durchführen.

Zusammen im Team bessere Erkenntnisse gewinnen

Das menschliche Gehirn ist unverzichtbar, wenn es darum geht, eine Datenlage zu bewerten und auf Grundlage von Ergebnissen Entscheidungen zu treffen. Diesen Erkenntnisprozess als Teamarbeit zu organisieren, kann der Schlüssel zum Erfolg sein. Deshalb bietet Cadenza mit der neuen Version Funktionen für die gemeinsame Auswertung. Daten sowie darauf aufbauende Auswertungen können jetzt geteilt, gemeinsam analysiert und die Ergebnisse im Dashboard bewertet werden. So fließt das Wissen aller Teammitglieder in die Analyse mit ein. Ergänzend dazu kann jedes Teammitglied tagesaktuelle Daten in Cadenza laden und dadurch die Analyse anreichern. Ganz nach dem Motto des griechischen Philosophen Aristoteles „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ werden so tiefere Erkenntnisse gewonnen.

Rankings für relevante Informationen

Tabellen werden schnell unübersichtlich. In unzähligen Zeilen und Spalten verstecken sich die eigentlichen Informationen. Abhilfe schaffen Rankings, denn sie zeigen die wichtigsten Informationen auf einen Blick und sind schnell zu erfassen – die Top 3 der 100-Meter-Sprinter bei den Olympischen Spielen in Tokyo oder die Top 10 der Messstellen an Flüssen mit den höchsten Nitratbelastungen. In der neuen Cadenza-Version können jetzt Top-N-Rankings für jede Dimension erstellt werden. Neben den größten lassen sich auch die kleinsten N-Werte einer Kennzahl anzeigen. Diese werden in Tabellen, Diagrammen und auch Karten visualisiert und als aussagekräftige Datensichten in Tabellen und Dashboards dargestellt. Analysierende erhalten mit den Top-N-Rankings einen schnellen Überblick über die wirklich wichtigen Daten.

Trends clever aufspüren

So wie man sich beim Lesen eines Textes die wichtigen Stellen mit einem Textmarker hervorhebt, lassen sich auch in Cadenza wichtige Daten markieren. Dazu definiert man eine Regel, beispielsweise dass alle Zahlen, die den Wert von 2.000 übersteigen, in einer bestimmten Farbe oder durch ein bestimmtes Symbol hervorgehoben werden sollen. Anschließend markiert Cadenza die entsprechenden Datensätze in Zellen und Spalten einer Tabelle. Das menschliche Auge kann diese Markierungen schnell wahrnehmen und leichter Auffälligkeiten sowie Ausreißer in den Daten erkennen; zeitraubendes Suchen in den Daten entfällt. Relevante Trends lassen sich damit unmittelbar aufspüren. Diese optischen Markierungen können auch Auslöser für Folgeanalysen sein – der Blick wird auf hervorstechende Informationen gelenkt.

Datenanalyse-Software Cadenza kennenlernen

Cadenza bietet in der neuen Version noch viele weitere neue Funktionalitäten und Verbesserungen. Wer die Plattform kennenlernen möchte, kann sich Cadenza im Rahmen eines persönlichen Meetings vorstellen lassen. Ein Präsentationstermin kann gerne telefonisch mit Disy unter Tel. +49 (0) 721 16006-000 oder per E-Mail an kontakt@disy.net vereinbart werden.

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Nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen in Südafrika

Disy präsentierte das „Water Governance Support System“ des Projekts iWaGSS auf der Abschlusskonferenz des BMBF

BildGemeinsam mit deutschen und südafrikanischen Partnern entwickelt das Karlsruher Unternehmen Disy Informationssysteme GmbH im Projekt „integrated Water Governance Support System“ (iWaGSS) Methoden und Werkzeuge zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen im Flusseinzugsgebiet des Olifants River. Das Projekt wird noch bis zum 31. Januar 2021 auf dem virtuellen Marktplatz der Abschlusskonferenz der BMBF-Fördermaßnahme GRoW präsentiert.

Das Wasser im südafrikanischen Kruger-Nationalpark kommt aus drei großen Flusseinzugsgebieten. Die wichtigste Wasserquelle für den zentralen Teil des Parks ist der Olifants River. Der Fluss befindet sich in einem schlechten ökologischen Zustand, weil wachsende Industriezonen, Bergbau, Energiegewinnung, Metallverarbeitung, Siedlungen, industrielle Landwirtschaft und Kleinbauern die Wasserqualität belasten.

iWaGSS verknüpft Risikobewertung mit Technologien zur Echtzeitüberwachung

Frühzeitig bei Verschmutzungen warnen und Schadstoffquellen schnell abstellen: Hier setzt das Verbundforschungsprojekt „integrated Water Governance Support System“ (iWaGSS) an, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Institut für Umwelttechnik und Management der Universität Witten/Herdecke (IEEM) koordiniert wird. In diesem Projekt arbeiten neben dem Karlsruher Unternehmen Disy Informationssysteme GmbH insgesamt 16 deutsche und südafrikanische Projektpartner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammen. Ziel von iWaGSS ist die Entwicklung und praktische Erprobung eines Softwaresystems zur Unterstützung des integrierten Wasserressourcenmanagements auf Basis neuartiger Technologien und Werkzeuge. Das computergestützte Echtzeit-Wassermanagementsystem soll regionale Entscheidungsträger unterstützen. Methodisch setzt das Projekt auf die Verknüpfung von Risikobewertung, neuen Technologien zur Echtzeitüberwachung der Wasserqualität und Softwarefunktionen zur innovativen Darstellung der verfügbaren Datenbasis.

„Water Governance Support System“ warnt bei Verschmutzung der Gewässer

Im „Water Governance Support System“ werden unterschiedliche Datenquellen zusammengeführt. Das System enthält einerseits Daten für die GIS-basierte Risikobewertung der Wasserressourcen in einem GIS-Portal und erfasst andererseits Daten zur Gewässerqualität mithilfe des Online-Monitorings nahezu in Echtzeit. Auf Basis dieser Datengrundlage erfüllt das Gesamtsystem verschiedene Funktionen. So versorgt das GIS-Portal Entscheider und Manager mit Karten und Basisdaten für die Planung von Maßnahmen und Entwicklung von Szenarien. Als Frühwarnsystem alarmiert es im Fall von Problemen bei der Gewässerqualität proaktiv die betroffenen Anwender. Außerdem dient es durch die kontinuierliche Datensammlung und -zusammenführung Wissenschaftlern als Grundlage für Langzeitbeobachtungen im Sinne der „Long Term Ecological Research“ (LTER). Genauso können die Datenbestände und Beobachtungsdaten, die ursprünglich für Forscher, Manager und politische Entscheider erzeugt wurden, auch im Sinne eines Open-Data-Portals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dadurch wird Transparenz und Bewusstsein für Themen des Wasserressourcenmanagements in der breiteren Bevölkerung geschaffen.

Cadenza stellt im „Water Governance Support System“ interaktive Analysen bereit

Um die oben beschriebenen Ziele zu erreichen, wurde ein webbasiertes Wassermanagementsystem realisiert. Mithilfe der Geodaten-Analyseplattform Cadenza von Disy in Kombination mit einer PostGIS-Datenbank wurde der Prototyp umgesetzt. Die im Projekt gesammelten Daten bilden die Basis des iWaGSS-Systems. Durch diese Zusammenführung entstand neben 31 Karten zur Risikobewertung ein umfangreiches GIS-Portal mit 17 filter- und durchsuchbaren Kartenthemen sowie hydraulischen und meteorologischen Zeitreihen. Diesen Datenschatz zentral interaktiv analysieren zu können, ist ein großer Mehrwert. So können über die OLAP-Funktionalität von Cadenza die Zeitreihen von 71 staatlichen Messstationen benutzergerecht gefiltert und ausgewählt werden, beispielsweise nur für gewünschte Zeitintervalle und Einzugsgebiete. Ebenso lassen sich historische Zeitreihen in interaktiven Diagrammen oder Tabellen anzeigen.

Präsentation von iWaGSS auf der Abschlusskonferenz des BMBF

Der aktuelle Projektstand wurde in den vergangenen Monaten bei verschiedenen Gelegenheiten vorgestellt und mit den Akteuren aus Südafrika diskutiert. Insbesondere wurde das System im Verlauf der hybriden Abschlusskonferenz der BMBF-Fördermaßnahme Globale Ressource Wasser (GRoW) präsentiert. Dazu wurde ein virtueller Marktplatz aufgebaut, auf dem die 12 geförderten Verbundvorhaben – darunter auch iWaGSS – sich mit Multimedia-Inhalten vorstellen. Der virtuelle Marktplatz ist noch bis zum 31. Januar 2021 geöffnet und kann nach der Registrierung besucht werden. Auch nach diesem Termin sind verschiedene Materialien zu den Projektergebnissen weiterhin auf der Webseite des Projekts beim Förderprogramm GRoW zugreifbar.
Das „Water Governance Support System“ soll in der letzten Projektphase bis Mitte 2021 den Bedarfsträgern des Kruger-Nationalparks zur weiteren Nutzung nach Projektende übergeben werden. Es birgt die Hoffnung, die diversen Nutzungsansprüche der Region durch die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen zukünftig besser in Einklang zu bringen. Die Übertragbarkeit auf viele andere Gebiete mit Wasserstress in weniger entwickelten Ländern liegt nahe. Eine mindestens genauso interessante Perspektive ist es allerdings auch zu untersuchen, inwieweit sich Teile der vorgestellten Ansätze nutzenstiftend nach Deutschland bzw. Europa zurückübertragen lassen.

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Digitalisierung der Jagdverwaltung in Baden-Württemberg

Das zukunftsweisende Projekt „Wildtierportal Baden-Württemberg“ ermöglicht, dass Jäger ihre Jagdstrecken mit der Software Cadenza digital erfassen, weiterverarbeiten und auswerten können.

BildSchluss mit der Zettelwirtschaft im Jagdbereich – so lautet das erklärte Ziel des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL). Damit Jägerinnen und Jäger in dem waldreichen Bundesland die Erfassung ihrer Jagdstrecken nicht mehr umständlich analog dokumentieren müssen, arbeitet seit 2018 das LGL gemeinsam mit dem Karlsruher Unternehmen Disy Informationssysteme GmbH und anderen Partnern am digitalen „Wildtierportal Baden-Württemberg“. Eine Jagdstrecke (kurz: Strecke) bezeichnet in der Jägersprache die „gestreckte“ und damit erlegte Jagdbeute. Das Wildtierportal ist Teil der Digitalisierungsstrategie der Landesforstverwaltung und wurde vom LGL in enger inhaltlicher Abstimmung mit dem Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. für das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) entwickelt. Dieses bundesweit einmalige Projekt bietet öffentlich zugänglich umfassende Informationen rund um die Jagd und Wildtiere sowie Themen aus den Bereichen Wildtierforschung und Wildtiermonitoring.

Wildtierportal Baden-Württemberg digitalisiert die Jagdverwaltung

Mit der Freischaltung des Wildtierportals Baden-Württemberg wurde jetzt ein Meilenstein für die Jagdverwaltung erreicht: Neben dem öffentlichen gibt es den internen Portalbereich, in dem Jägerinnen und Jäger nach der Registrierung ihre Strecken digital erfassen. Darüber hinaus können die Revierverantwortlichen nun zahlreiche Verwaltungsschritte digital vornehmen und beispielsweise Fördermaßnahmen zentral beantragen und abrechnen.
Die Benutzerfreundlichkeit der neuen Anwendung zeigt sich gleich beim Einloggen: Die Anmeldung erfolgt über das sogenannte Single Sign-on (SSO); das bedeutet, dass der Benutzer im Anschluss an eine einmalige Authentifizierung nach dem Login Zugriff auf alle Komponenten des internen Bereichs hat. Im Rahmen der Revierverwaltung gewährleistet ein intelligentes Rollenkonzept, dass jeder Benutzer nur den Zugang zu seinem Jagdrevier erhält. Und auch der Datenzugriff ist klar geregelt: So dürfen beispielsweise Jagende in ihren Revieren alle erfassten Strecken mit Koordinaten sehen, während die Untere Jagdbehörde nur Zugang zu den aggregierten Strecken erhält. Damit die Reviere auch kartografisch dargestellt werden können, sind fast alle Jagdreviere Baden-Württembergs mit ihren genauen geografischen Grenzen hinterlegt.

Reviermanagement – Jagdstrecken digital erfassen und verwalten

Herzstück des Reviermanagements ist die digitale Erfassung und Verwaltung der Jagdstrecken auf Basis von Cadenza Web. In der Fachanwendung lassen sich die Pflichtfelder über hinterlegte Wertetabellen komfortabel erfassen. Die Plausibilitätsprüfung im Hintergrund bildet Abhängigkeiten bei der Dateneingabe ab und verbessert damit die Datenqualität. Daneben dienen Karten zur Orientierung bei der Bestimmung der Koordinaten, wo welches Tier erlegt oder auch ggf. tot aufgefunden wurde. Neben den allgemeinen Merkmalen können bei der Streckenerfassung auch weitere Attribute erhoben werden, wie etwa auffällige Krankheitsmerkmale, was bei der Bekämpfung von Seuchenkrankheiten wie der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sehr hilfreich ist.

Jagdstrecken mit der App „Wildtier BW“ erfassen

Für die einfache Streckenerfassung im Wald wurde die App „Wildtier BW“ entwickelt. Diese App ist eine mobile Fachanwendung, mit der sich die gleichen Pflichtangaben wie im Webportal über hinterlegte Wertetabellen erfassen lassen. Die einheitliche Datenerfassung über beide Kanäle ist wichtig – schließlich werden am Ende alle Streckenmeldungen in dieselbe Datenhaltung übernommen.
Damit die Koordinaten der Strecken mithilfe von Karten jederzeit erfasst werden können, wurde die Kartenkomponente von Cadenza Mobile in die App „Wildtier BW“ integriert. Die offlinefähige Kartenkomponente von Cadenza Mobile bietet einen großen Mehrwert bei der mobilen Datenerfassung. Denn häufig ist der Mobilfunkempfang im Wald sehr schwach. In diesen Fällen können die Jägerinnen und Jäger trotzdem sofort ihre Erfassung vornehmen und sie dann später ins System einspeisen.

Wildtierportal Baden-Württemberg ist Werkzeug mit Zukunftspotenzial

Das LGL zeigt sich mit dem Projektverlauf insgesamt sehr zufrieden. Vor allem das agile Projektmanagement auf Basis von Scrum habe sich bewährt. Die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern sei optimal – auch weil Disy besondere Stärken in den Bereichen Erfassung, Aufbereitung und Bereitstellung von Geodaten hat. Deshalb kann das LGL dem Präsidenten des Landesjagdverbandes Dr. Jörg Friedmann nur recht geben, wenn dieser sagt: „Das Wildtierportal ist ein Werkzeug mit Zukunftspotenzial. Die Registrierung von Streckenmeldungen ist der Anfang, Anwendungen für die Revierverwaltung oder die Wildbretvermarktung werden nach und nach weitere Vorteile für unsere Jägerinnen und Jäger bringen.“

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