Neues Behandlungsschema für das Restless Legs Syndrom (RLS)

Die Deutsche Restless Legs Vereinigung e.V. mit Sitz in München verweist auf einen soeben erschienenen aktualisierten Behandlungsalgorithmus für das Restless Legs Syndrom (RLS) hin.

BildMünchen, den 18. Juni 2026. Die Deutsche Restless Legs Vereinigung e.V. mit Sitz in München verweist auf einen soeben erschienenen aktualisierten Behandlungsalgorithmus für das Restless Legs Syndrom (RLS). Dieser fasst den aktuellen Wissenstand auf Basis einer PubMed-Literaturrecherche (2020-2025), weiterer Studien und eines Expertenkongresses zusammen. Zudem ergänzt es die Leitlinie der America Academy of Slip Medicine von 2025 und bietet praxisnahe Orientierung für die Behandlung von RLS.

Wichtige Botschaften aus diesem Artikel für Betroffene und Behandelnde: RLS ist eine klinische Diagnose und muss von ähnlichen Beschwerden abgegrenzt werden, die Auswirkungen der Erkrankung reichen häufig weit über die Beine hinausfand beeinträchtigen Schlaf, Alltag und Lebensqualität.

Eine wichtige Rolle beim RLS spielt der Eisenhaushalt des Patienten, daher sollte der Eisenstatus bei allen Betroffenen überprüft werden.

Intermittierendes und chronisch persistierendes RLS erfordern unterschiedliche Behandlungsstrategien, Gabapentinoide werden hierbei als wichtige Therapieoption hervorgehoben. Dopaminagonisten dagegen können kurzfristig wirksam sein, sind jedoch mit einem erhöhten Langzeitrisiko für Augmentationen verbunden. Niedrig dosierte Opioide, insbesondere Buprenorphin, werden als wichtige Option bei schwerem oder refraktärem RLS beschrieben.

Erwähnt werden ebenfalls völlig neue Ansätze wie peroneale Nervenstimulation. Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit, Dialyse, Operationen und Krankenhausaufenthalte erfordern hierbei besondere Behandlungsstrategien.

Der Artikel stellt einen Konsensusalgorithmus dar. Viele Empfehlungen beruhen auf einer Kombination aus Studien, Leitlinien und Expertenmeinungen. Er bietet eine wertvolle Orientierung für die Praxis, ersetzt jedoch keine individuelle ärztliche Diagnose und Therapieentscheidung.

Lesen Sie den Volltext hier: https://www.restless-legs.org/news/neues-behandlungsschema-fuer-das-restless-legs-syndrom/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

RLS e.V. Deutsche Restless Legs Vereinigung
Frau Katharina Glanz
Schäufeleinstr. 35
80687 München
Deutschland

fon ..: +49 (0) 89 550 2888 – 0
web ..: https://www.restless-legs.org/
email : info@restless-legs.org

Die Deutsche Restless Legs Vereinigung ist ein gemeinnütziger Verein der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe für Menschen, die am RLS leiden. Der RLS-Vereinigung steht ein medizinisch-wissenschaftlicher Beirat zur Seite, dem angesehene Experten auf dem Gebiet der RLS-Forschung angehören. Die zahlreichen regionalen Selbsthilfegruppen sind das Rückgrat ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Diese arbeiten selbstständig unter dem Dach der RLS-Vereinigung und bieten deutschlandweit gezielt Austausch, Hilfe und aktuelle Informationen an.

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MS-Symposium der AMSEL für Ärzte 2025

Neues zur Therapie und Diagnose der Multiplen Sklerose: AMSEL-Fachtagung informierte Ärzte zu aktuellen Entwicklungen bei der MS.

BildMenschen, die an einer unheilbaren Erkrankung wie der Multiplen Sklerose (MS) erkrankt sind, sollten im Alltag die bestmögliche Behandlung nach neuesten Erkenntnissen erfahren. Um das zu ermöglichen, bildet AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V., Fachärzte wie Neurologen mit einem auf MS spezialisierten Symposium regelmäßig fort. Bei der AMSEL-Fachtagung 2025 für Ärzte, die von der Landesärztekammer mit sechs CME-Fortbildungspunkten anerkannt wurde, informierten sechs renommierte MS-Experten zu aktuellen Entwicklungen bei der MS – von der Immunpathogenese über aktualisierte Diagnosekriterien bis hin zu modernen Therapieansätzen.

Prof. Dr. med. Peter Flachenecker, Vorsitzender des Ärztlichen Beirats der AMSEL und Chefarzt des Neurologischen Rehabilitationszentrum Quellenhof in Bad Wildbad, führte durch das Programm des 11. Stuttgarter MS-Symposiums der AMSEL. 80 Fachärzte nahmen daran teil und wichtige Impulse für ihren Praxis- oder Klinikalltag mit, um ihre MS-erkrankten Patienten bedürfnisorientiert, nach neuestem Wissens- und Forschungsstand behandeln und begleiten zu können. Multiple Sklerose ist eine komplexe Krankheit, von der weltweit fast drei Millionen Menschen betroffen sind. Es gibt zahlreiche Studien zur Krankheitsentstehung und Entwicklung neuer Präparate, zahlreiche Ansätze die MS zu behandeln. Einen umfassenden und unabhängigen Überblick zu behalten, ob für Patient oder Arzt, ist nicht einfach. Seit 1974 ist AMSEL als Fachverband, Interessenvertretung und Selbsthilfeorganisation für Menschen mit MS da. AMSEL unterstützt und informiert Betroffene sowie auch deren Umfeld. Deshalb ist das AMSEL-Ärztesymposium ein wichtiger Baustein, das Ärzte von MS-Kranken mit medizinisch fundierten Updates zur MS versorgt.

MS-spezifische Fortbildung für eine optimierte MS-Behandlung

Beim diesjährigen MS-Symposium machte Prof. Dr. med. Uwe Klaus Zettl, Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Neurologie am Universitätsklinikum Rostock, den Auftakt. Er stellte die vielfältigen Messmethoden bei MS vor, beispielsweise die Bewertungsskala EDSS (Expanded Disability Status Scale), die dazu dient, den Behinderungsgrad von Menschen mit MS zu erfassen, bildgebende Verfahren (MRT) bis hin zu speziellen Serum-Biomarkern der MS. Zum Thema Immunpathogenese der fortschreitenden MS erklärte Prof. Dr. med. Thomas Korn, Direktor des Instituts für Experimentelle Neuroimmunologie und stellvertretender Klinikdirektor der Neurologischen Klinik des Klinikums rechts der Isar, dass es bis dato keinen etablierten Biomarker zur Messung der Progression gebe, allerdings bereits vielversprechende Ansätze von Markern im Blut, die eine progrediente Verschlechterung im Rahmen einer MS objektiv quantifizieren könnten. Mut machte auch Prof. Dr. med. Oliver Neuhaus, Chefarzt der Klinik für Neurologie am SRH-Klinikum Sigmaringen. Mit den 2024 überarbeiteten Diagnosekriterien der MS, die nach dem Neurologen William Ian McDonald benannt sind, der sie 2001 einführte, ließe sich MS heute früher und sicherer feststellen.

Dass sich Sport und Bewegung bei MS positiv auf Muskelkraft, Ausdauer, Gleichgewicht und auch den MS-Verlauf auswirken können, bekräftigte nochmals Dr. Alexander Tallner, Innovationsmanager für digitale Gesundheitsinterventionen, Bad Kissingen. Auch digital, so der Bewegungscoach, gebe es viele Möglichkeiten die Bewegungsversorgung zu unterstützen. Prof. Dr. med Mathias Mäurer, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Ärztlicher Direktor des Klinikums Würzburg Mitte, sprach über Chancen und Grenzen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (kurz ASV), auf die seit 2023 auch MS-Erkrankte Anspruch haben, oft aber eine aufwendige Umsetzung für viele niedergelassene Ärzte darstelle. Den Abschluss machte Prof. Dr. med. Mathias Buttmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, mit einer Analyse von Nutzen und Risiken von Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) in der MS-Therapie, einer in Kürze zu erwartenden neuen Substanzgruppe für die Behandlung der MS, erstmals auch für den fortschreitenden Verlauf. Bisher stehen 19 zugelassene Wirkstoffe für die verlaufsmodifizierende Therapie der MS zur Verfügung, hauptsächlich zur Behandlung des schubförmigen Verlaufs.

Jederzeit aktuelle Informationen rund um die MS gibt es auf www.amsel.de.

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AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V. ist Fachverband, Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung für Menschen mit Multipler Sklerose (MS) in Baden-Württemberg. Die Ziele der AMSEL: MS-Kranke informieren und ihre Lebenssituation nachhaltig verbessern. Der AMSEL-Landesverband hat rund 7.200 Mitglieder, über 60 AMSEL-Gruppen und 15 Junge Initiativen in ganz Baden-Württemberg. Mehr unter www.amsel.de

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Aus bislang noch unbekannter Ursache werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen an unterschiedlichen Stellen angegriffen und zerstört, Nervensignale können in der Folge nur noch verzögert oder gar nicht weitergeleitet werden. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühlen über Seh-, Koordinations- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Lähmungen. Die bislang unheilbare, aber mittlerweile behandelbare Krankheit bricht gehäuft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus.

MS in Zahlen: 38.000 MS-Kranke in Baden-Württemberg, 3,4 MS-Kranke pro 1.000 Einwohner in Baden-Württemberg, 2.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Baden-Württemberg, 5 – 6 Diagnosen täglich in Baden-Württemberg, 280.000 MS-Kranke deutschlandweit, 1,2 Mio. MS-Kranke europaweit, 2,9 Mio. MS-Kranke weltweit

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Selbsthilfe bei Multipler Sklerose (MS)

Nicht allein bleiben mit einer unheilbaren Erkrankung – Unterstützung und Gemeinschaft finden

BildAm 16. September 2025 findet erstmals bundesweit „der Tag der Selbsthilfe“ statt, eine Initiative der NAKOS und ihrem Träger DAG SHG (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.). Der Tag soll die Bedeutung des wichtigen ehrenamtlichen Engagements in den Fokus rücken. Denn vor allem die gesundheitsbezogene Selbsthilfe schließt Lücken im Versorgungssystem und hilft ganz konkret und individuell den Menschen, die Hilfe benötigen. AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V., lebt Selbsthilfe seit 50 Jahren. 1974 rein aus der Selbsthilfe von MS-Betroffenen gegründet, unterstützt AMSEL heute als professioneller Fachverband und aktive Selbsthilfeorganisation Menschen mit Multipler Sklerose (MS) und ihre Angehörigen bei der Bewältigung des Alltags mit der unheilbaren Krankheit. Mehr auf www.amsel.de.

Über 300 Ehrenamtliche engagieren sich bei der AMSEL, sind in über 60 regionalen AMSEL-Gruppen wohnortnah und persönlich für MS-Kranke da. Die meisten Ehrenamtlichen sind selbst MS-erkrankt oder Angehörige. Sie wissen um die Herausforderungen, die diese Erkrankung mit sich bringt. Sie wissen, dass MS chronisch und unheilbar ist, ihr Verlauf ungewiss und die Diagnose Angst machen kann. Sie wissen, wie sehr der Austausch mit anderen Betroffenen ihnen selbst geholfen hat. So wie der 51-jährigen Carmen aus Leonberg, die mit 22 Jahren ihre Diagnose bekam. „Ich fühlte mich sehr allein damit“, erinnert sie sich, „heute erfüllt mich mein Ehrenamt bei der AMSEL über die Maßen, weil ich jungen Betroffenen ihre Ängste nehmen kann“.

Multiple Sklerose ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Fünf bis sechs Menschen in Baden-Württemberg erhalten täglich neu die Diagnose MS, von der, nach aktuellen Schätzungen, 38.500 Menschen in Baden-Württemberg betroffen sind.

Selbsthilfe fördert Gemeinschaft und Gesundheitskompetenz

Selbsthilfe hilft Menschen, sich selbst zu helfen. Bereits 2018 ging u.a. aus der SHILD-Studie, einer vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten mehrjährigen Studie zur gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in Deutschland, hervor, dass „das Gefühl, nicht alleine zu sein“ ein wesentlicher Kern der Selbsthilfe ist. Dieser Aspekt wurde in der Studie von in Selbsthilfegruppen aktiven Menschen am höchsten bewertet bei der Frage, welche persönliche Bedeutung ihre Selbsthilfegruppe für sie habe. Gefolgt von „offen über Probleme sprechen können“ und „von Erfahrungen anderer profitieren“. Doch Selbsthilfe trägt nicht nur zur seelischen Gesundheit bei, sie stärkt auch die fachlichen Kompetenzen. Denn die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe hatten der Studie nach im Vergleich zu Nicht-Mitgliedern auch ein höheres Wissen über sozialrechtliche Ansprüche und Regelungen sowie über medizinische Behandlungsleitlinien. Das Wissen um die Krankheit hilft Betroffenen, ihr Leben mit der Erkrankung selbstbestimmter zu leben, sie besser zu bewältigen. Selbsthilfe ist unverzichtbar, für unsere Gesellschaft und für die Menschen, die durch sie tagtäglich Hilfe erfahren.

AMSEL steht MS-Kranken im Umgang mit der Krankheit unabhängig, zuverlässig und kompetent zur Seite. Neben der persönlichen Selbsthilfe vor Ort bietet AMSEL auch digitale Selbsthilfe-Angebote, die niederschwellig, ortsungebunden und jederzeit nutzbar sind. Sie können gerade auch schwerer Betroffenen ein Fenster zur Teilhabe am sozialen Leben sein. Mehr auf www.amsel.de/social-media.

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AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V. ist Fachverband, Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung für Menschen mit Multipler Sklerose (MS) in Baden-Württemberg. Die Ziele der AMSEL: MS-Kranke informieren und ihre Lebenssituation nachhaltig verbessern. Der AMSEL-Landesverband hat rund 7.200 Mitglieder, über 60 AMSEL-Gruppen und 15 Junge Initiativen in ganz Baden-Württemberg. Mehr unter www.amsel.de

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Aus bislang noch unbekannter Ursache werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen an unterschiedlichen Stellen angegriffen und zerstört, Nervensignale können in der Folge nur noch verzögert oder gar nicht weitergeleitet werden. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühlen über Seh-, Koordinations- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Lähmungen. Die bislang unheilbare, aber mittlerweile behandelbare Krankheit bricht gehäuft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus.

MS in Zahlen: 38.000 MS-Kranke in Baden-Württemberg, 3,4 MS-Kranke pro 1.000 Einwohner in Baden-Württemberg, 2.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Baden-Württemberg, 5 – 6 Diagnosen täglich in Baden-Württemberg, 280.000 MS-Kranke deutschlandweit, 1,2 Mio. MS-Kranke europaweit, 2,9 Mio. MS-Kranke weltweit

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