Drohnen-Lieferservice „Marktschwalbe“ nimmt Betrieb in Wusterhausen/Dosse auf
Posted by PM-Ersteller - 29/05/24 at 11:05:42 a.m.Vom Wochenmarkt direkt ins Dorf – Lieferdrohnen in der ländlichen Nahversorgung
Gemeinsame Pressemitteilung von Luftlabor, Gemeinde Wusterhausen/Dosse und Dronegy
Für den Dorfladen gibt es keine Nachfolge, der mobile Bäcker kommt immer seltener: Demographischer Wandel und sinkende Bevölkerungsdichte sorgen in vielen ländlichen Regionen dafür, dass sich der Aufwand für die eigene Nahversorgung immer weiter erhöht. Davon betroffen sind alle, insbesondere aber weniger mobile Gruppen – bspw. junge, ältere und jene Menschen ohne eigenes Auto. Wie die Versorgungs- und Lebensqualität auf dem Land zukünftig aufrechterhalten werden kann, ist daher eine zentrale gesellschaftliche Frage.
Vor diesem Hintergrund erprobt das Modell- und Demonstrationsvorhaben „Stadt-Land-Drohne“ im brandenburgischen Wusterhausen/Dosse, ob zukünftig Lieferdrohnen einen Beitrag zur Verbesserung der Nahversorgung im ländlichen Raum leisten können. In Betrieb genommen wird dafür der Drohnen-Lieferservice „Marktschwalbe“, der die Händler auf dem Wochenmarkt der Kleinstadt mit drei abgelegenen Ortsteilen der Gemeinde verbindet.
Gemeinsam entwickeltes Betriebskonzept
Bestellt wird dabei niedrigschwellig über einen Online-Marktplatz oder bei Mitarbeitenden per Telefon. Abgeholt werden die kostenfrei gelieferten Marktprodukte in den bis zu 12 km entfernt liegenden Dörfern dann von zentralen Abholpunkten durch die Kund:innen selbst. Mit bis zu fünf einsetzbaren Lieferdrohnen und einer Transportkapazität von jeweils bis zu 3 kg soll damit ein ergänzendes Nahversorgungsangebot erprobt werden, das nicht nur die Lebensqualität für die rund 350 Menschen vor Ort erhöhen, sondern auch den lokalen Einzelhandel stärken soll.
Am 31. Mai wird dieses in seiner Art deutschlandweit größte Realexperiment feierlich eröffnet. Bevor der Service jedoch für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet wird, werden die Lieferungen zunächst gemeinsam mit interessierten Testhaushalten erprobt, berichtet Tobias Biehle vom Projektkoordinator Luftlabor: „Wir haben das Betriebskonzept gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort entwickelt. Für einen verlässlichen und attraktiven Service werden wir jetzt sicherstellen, dass die kaufmännischen, logistischen und technischen Aspekte gut ineinander greifen.“
Fernüberwachung mittels Mobilfunk
Zu den technischen Aspekten zählt insbesondere die Fernüberwachung der Drohnenflüge, erklärt Sven Jürß vom Projektpartner und Drones-as-a-Service Anbieter Dronegy: „Wir haben in Deutschland rechtlich aktuell eine gute Situation, um die Potentiale von Transportdrohnen voll entfalten zu können.“ Die Technik entwickle sich zudem rasant weiter und ermögliche immer größere Einsatzspektren, so der Drohnenpilot.
„Wichtige Voraussetzung für den sicheren Betrieb ist dabei die stabile Datenübertragung zwischen Kontrollraum und Drohne“, ergänzt Tim Müller, Geschäftsführer der wherever SIM GmbH. Das Unternehmen unterstützt das Vorhaben mit M2M-SIM-Karten, die den Zugang zu allen Mobilfunknetzen in Deutschland ermöglichen und damit entlang der langen Lieferstecken eine stabile Verbindung sichern.
Modellvorhaben für den ländlichen Raum
Aus Sicht der Bevölkerung befürworten aktuell knapp drei Viertel der Deutschen den Drohneneinsatz für Warenlieferungen im ländlichen Raum. „Mit der Marktschwalbe in Wusterhausen werden wertvolle Praxiserfahrungen gesammelt, ob und wie mit Drohnen die Nahversorgung in ländlichen Räumen verbessert werden kann. Unser Anspruch besteht darin, ein Modell zu entwickeln, von dem auch andere Kommunen profitieren können“, so Dr. Robin Kellermann vom Luftlabor.
Dass die Gemeinde Wusterhausen/Dosse dabei Pionierarbeit leistet, weiß auch Bürgermeister Philipp Schulz: „Wenn die Erfahrungen positiv sind, können wir perspektivisch noch weitere Ortsteile in das Liefernetzwerk aufnehmen. Gleichzeitig sind wir sehr offen, mit unseren Drohnen neue Wege für eine verbesserte kommunale Daseinsvorsorge zu erkunden.“ In Frage kommen dabei unter anderem die Feuerwehr, der Bauhof oder örtliche Agrarbetriebe. Der Drohnen-Lieferservice wird zunächst bis Februar 2025 betrieben. Bereits während der Projektlaufzeit wird in Zusammenarbeit mit dem Landkreis eine Verstetigung geplant.
Stadt-Land-Drohne
„Stadt-Land-Drohne“ ist ein Verbundprojekt der Gemeinde Wusterhausen/Dosse, dem technischen Partner Dronegy und dem Verbundkoordinator Luftlabor. Das Projekt wird im Rahmen der Maßnahme „LandVersorgt – Neue Wege zur Nahversorgung in ländlichen Räumen“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und zudem durch whereverSIM unterstützt.
Weitere Informationen zum Projekt Stadt-Land-Drohne: https://www.stadt-land-drohne.de/
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Luftlabor GbR Dr. Kellermann und Biehle
Herr Dr. Robin Kellermann
Nymphenburger Straße 4
10825 Berlin
Deutschland
fon ..: –
web ..: https://www.luftlabor.info
email : kontakt@stadt-land-drohne.de
Luftlabor:
Luftlabor ist Projektierer und Forschungsdienstleister für Vorhaben, die einen gemeinwohlorientierten Einsatz unbemannter Luftfahrtsysteme unterstützen. Wir teilen die Überzeugung, dass die Erschließung des unteren Luftraums durch Drohnenanwendungen nicht von Einzelinteressen geleitet, sondern das Ergebnis eines breiten Dialog- und Aushandlungsprozesses sein sollte.
Dronegy:
Als Anbieter von Drones as a Service (DaaS) bietet Dronegy maßgeschneiderte Drohnenlösungen für Industrie-Inspektionen, Transport und Logistik. Der Service umfasst alle Aspekte der Planung und Genehmigung, Flugdurchführung, Datenanalyse und Berichterstellung. Das erstklassige Betriebskonzept für unsere DaaS-Lösung bietet unseren Kunden eine zügige und kosteneffiziente Möglichkeit, interne Betriebsabläufe zu optimieren. – https://www.dronegy.de
Gemeinde Wusterhausen/Dosse:
Die Gemeinde sieht in der aktiven Erprobung innovativer Technologien einen zentralen Baustein, um dem demografischen Wandel zu begegnen. In Bezug auf Unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) nimmt Wusterhausen/Dosse dabei eine Vorreiterrolle ein. Bereits zuvor engagierte sie sich als Testbett für automatisiertes und vernetztes Fahren, um einen wirtschaftlichen ÖPNV zu unterstützen. – http://www.wusterhausen.de/
Pressekontakt:
Luftlabor GbR Dr. Kellermann und Biehle
Herr Dr. Robin Kellermann
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Mit Geodatenanalysen dem Bienensterben auf der Spur
Posted by PM-Ersteller - 22/09/22 at 01:09:02 p.m.BMEL-Forschungsprojekt OCELI will datenbasierte Ursachenforschung aufbauen
Um den komplexen Ursachen des Bienensterbens auf die Spur zu kommen, werden in dem vom BMEL geförderten Forschungsprojekt OCELI Daten mit innovativen Methoden erhoben und analysiert. Durch die Integration relevanter Datenquellen in ein datenbankbasiertes Gesamtsystem soll am Ende Ursachenforschung mit Hilfe von Geodatenanalysen betrieben werden.
Wissenslücken beim Bienensterben schließen
Obst, Gemüse, Gewürze, Heilpflanzen und auch Honig: Bienen sind mit ihrer Bestäubungsleistung von größter Bedeutung. Auch wenn viele Faktoren des Bienensterbens, wie zerstörte Lebensräume, Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden, bekannt sind, ist das Wissen über das komplexe Zusammenwirken der Faktoren lückenhaft. Das liegt auch am Fehlen einer verlässlichen Datengrundlage. Um diese Wissenslücken zu schließen, ist das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Forschungsprojekt OCELI mit einem interdisziplinär besetzten Projektkonsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft gestartet.
Relevante Datenquellen für die Ursachenforschung erschließen
Da die Bienenaktivität witterungsabhängig ist, sind meteorologische Daten im zeitlichen Verlauf eine wichtige Datenquelle bei der Ursachenforschung. Die Bienenaktivität selbst wird über ein vernetztes Kamerasystem am Bienenstockeingang erfasst, um die Bewegungen aller ein- und ausfliegenden Insekten kontinuierlich auswerten zu können. Für die Analyse dieser Kamerabilder werden Algorithmen entwickelt, um die Aktivitäten durch künstliche Intelligence (KI) auswerten zu können. Als Indikator für die Vielfalt der blühenden Flora in der Umgebung wird die farbliche Differenzierung der eingetragenen Blütenpollen genutzt. Durch die Auswertung von Fernerkundungs- und phänologische Daten, Ortsbegehungen und Drohnenflüge soll am Ende ein möglichst umfassendes Bild von der Landnutzung in der Umgebung der exemplarisch untersuchten Bienenstöcke entstehen.
Datenströme in datenbankbasiertes Gesamtsystem integrieren
Alle Datenströme werden in ein datenbankbasiertes Gesamtsystem mit hybrider Speicher- und Verarbeitungsarchitektur integriert. Als Datenbankexperte mit langjähriger Erfahrung in der Datenintegration baut die Disy Informationssysteme GmbH baut die dafür benötigten Verarbeitungs-Pipelines auf. Auf die hybride Datenhaltung greift disy Cadenza, die Software für Business & Location Intelligence, zu, um mit Geodatenanalysen Fläche und Vegetation im Zusammenhang mit der Bienenaktivität sowie den Umgebungsfaktoren zu bewerten. Über die Schnittstellen von disy Cadenza können weitere KI-Systeme und Modelle für die Analyse eingebunden werden. Anschließend lassen sich die Untersuchungsergebnisse in interaktiven Dashboards visualisieren. Ebenso ist es möglich, die Ergebnisse zur Landschaft- und Flächenbewertung im Hinblick auf die Biodiversität als automatisch zu generierende Reports an zuständige Ämter, landwirtschaftliche Betriebe, Bienenzüchtende oder Forschende zu versenden.
Mit Geodatenanalysen den Ursachen auf die Spur kommen
Durch die Verknüpfung aller Quellen entsteht eine mächtige Datenbasis, die dabei helfen soll, den komplexen Ursachen des Bienensterbens auf die Spur zu kommen. Dazu werden verschiedenste Daten mit den Beobachtungen zur Bienenaktivität und zum Polleneintrag korreliert, was auch Einsichten zur Biodiversität in Regionen oder zum Effekt von spezifischen landwirtschaftlichen oder Naturschutzaktivitäten fördern soll. disy Cadenza bietet vielfältige Funktionen zur Geodatenanalyse, um räumliche und zeitliche Veränderungen zu untersuchen. So können beispielsweise Zusammenhänge zwischen Veränderungen im Umfeld der Bienenvölker und deren Entwicklung hergestellt und in Dashboards visualisiert werden. Ebenso lässt sich zeigen, wie sich die relevanten Faktoren Vegetation und Phänologie, Futterangebot und Wetter im Zeitverlauf verändern und untersuchen, dass sich die zahlreichen Umweltfaktoren auf die Parameter der Bienenaktivität auswirken. Damit können geotemporale Datenanalysen ein Ansatz sein, um komplexe ökologische Zusammenhänge besser zu verstehen.
Da im laufenden OCELI-Projekt der Aufbau der umfassenden Datenbasis noch andauert, basieren die bisherigen Experimente und Entwurfsstudien zur Geodatenanalyse noch überwiegend auf Daten aus Vorarbeiten der Projektpartner. Den ersten Zwischenergebnissen nach zu urteilen, kann OCELI dank seiner innovativen Technologien mit dazu beitragen, dass Ursachen des Bienensterbens messbar werden. Durch die neue Prüfmethodik könnten auch die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Bestäuberinsekten transparenter gemacht werden, was wiederum eine bessere Datenbasis für die Zulassungsprozesse der entsprechenden Produkte schafft. Umgekehrt können aber auch Bienenvölker als Biosensoren dabei helfen, Flächen ökologisch zu bewerten. Langfristig sollen die Daten dabei mithelfen, gezielte Maßnahmen zu entwickeln, um die Lebensräume zu verbessern und Artenvielfalt zu erhalten.
Hintergrundinformationen zum Forschungsprojekt OCELI
Um dem Bienensterben auf die Spur zu kommen, ist das Forschungsprojekt „Bienenbasiertes Biomonitoring zur Erschließung der synergetischen Wirkmechanismen von Landwirtschaft und Bestäuberinsekten“ (OCELI) im Juni 2021 gestartet. Das Forschungsprojekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom BMEL unter dem Kennzeichen 281C307A19 gefördert. Für die Umsetzung wurde ein Projektkonsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft gebildet, das Kompetenzen in den Bereichen künstliche Intelligenz (KI), vernetzte Sensorik, Entomologie, Geointelligenz, Ökotoxikologie und ökologische Modellierung vereint.
Das FZI Forschungszentrum Informatik, das auch die Gesamtprojektleitung von OCELI innehat, entwickelt die Algorithmen zur Merkmalsextraktion aus Kamerabildern. Die apic.ai GmbH bringt ihre Expertise in der visuellen, lokalen Monitoring-Technologie für Bestäuber ein. Die Integration und Synthese aller Datenquellen in der Datenplattform disy Cadenza erfolgt durch die Disy Informationssysteme GmbH. Für vertiefte entomologische und ökologische Analysen setzt das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung auf etablierte Simulationsmodelle. Über begleitende Feldstudien prüft die Eurofins Agroscience Services Ecotox GmbH Hypothesen über konkrete Ursachen für Bienenverluste.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Disy Informationssysteme GmbH
Frau Astrid Fennen-Weigel
Ludwig-Erhard-Allee 6
76131 Karlsruhe
Deutschland
fon ..: 0721 16006000
web ..: https://www.disy.net
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Treibhausgase einsparen durch Holzbauweise
Posted by PM-Ersteller - 17/09/20 at 11:09:32 a.m.Im Forschungsprojekt „Holzbau-GIS“ untersucht die Disy Informationssysteme GmbH gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum, wie sich Klimaschutzkonzepte mit Fachinformationssystemen verbessern lassen.
Die Fridays-for-Future-Bewegung hat das Thema in die breite Gesellschaft getragen und diese sensibilisiert: Der Klimaschutz sollte die erste Priorität auf der Agenda der staatlichen Entscheidungsträger haben. Viele Jahre wurden ergebnislos vergeudet, jetzt drängt die Zeit. In Deutschland wird dabei primär an die Energiewende und klimaneutrale Mobilität gedacht. Tatsächlich umfassen erweiterte Klimaanpassungsmaßnahmen nahezu jeden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Sektor. In diesem Zusammenhang ergeben sich im Bauwesen ungeahnte Einsparungspotenziale von Treibhausgasen. Bereits jetzt wird auf Gebäudeebene durch energetische Sanierungen viel eingespart. Obwohl der Baustoff Holz nur ergänzend genutzt und häufig unterschätzt wird, bietet er eine klimaschonende Alternative zu den gängigen emissionsreichen Baustoffen, beispielsweise zu Beton.
Folgerichtig hat der Holzbau in Deutschland eine Renaissance erfahren, die ein sukzessives Umdenken der Bauwirtschaft fördert und fordert. Gleichzeitig muss der Baustoff Holz, im Rahmen von regionaler nachhaltiger Forstwirtschaft, Eingang in kommunale Planungsprozesse und Klimaschutzpläne erlangen. Auch wenn erste Befragungen mit Kommunen große Hürden hinsichtlich des Konkretisierens allgemeiner Klimaschutzziele und deren Umsetzung in planerische Maßnahmen und politische Entscheidungen bemängelt haben, sind viele Akteure offen für innovative Ansätze.
BMU und BMEL fördern Forschungsprojekt „Holzbau-GIS“
Deshalb soll nun die Karlsruher Disy Informationssysteme GmbH gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in dem Forschungsprojekt „Holzbau-GIS“ untersuchen, ob Planern und Entscheidern in Kommunen ein einfaches Werkzeug für erste Überlegungen zum Holzbau in ihrer Kommune an die Hand gegeben werden kann. Das Projekt startete im Frühjahr 2019 und wird vom Waldklimafonds des Bundes für drei Jahre als gemeinsame Maßnahme des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.
Ziel des Projekts ist es, das Potenzial einer stofflichen Nutzung von Holzprodukten im Bauwesen als Klimaschutzmaßnahme für Kommunen planerisch darzustellen und im räumlichen Kontext abzubilden. In technischer Hinsicht startet das Projekt bei bestehenden Methoden des Bochumer Lehrstuhls Ressourceneffizientes Bauen zur Berechnung von Kohlenstoff-Einsparpotenzialen durch Bauen mit Holz. Diese Methoden werden weiterentwickelt und in ein GIS-basiertes, webfähiges Fachinformationssystem eingebettet.
Exemplarisch werden die Potenziale für den Holzbau auf kommunaler Ebene durch die Kooperation mit der Stadt Menden (Sauerland) umgesetzt. Dadurch lassen sich die gewonnenen Erkenntnisse nicht nur im regionalen Kontext einordnen und analysieren, sondern es werden auch die konkreten Anforderungen einer Stadtverwaltung erfasst. Auf einem Modell der RUB aufbauend werden die Potenziale für den Holzbau auf kommunaler Ebene analysiert und Treibhausgaseinsparungen durch Neubau und durch Sanierung mit Holz abgeschätzt.
Disy setzt Cadenza ein
Disy befasst sich dabei als erfahrener Softwaredienstleister für die öffentliche Verwaltung mit der Umsetzung der Methoden in ein praxistaugliches Demonstratorsystem, das effizient an die bestehenden Datenquellen der Kommunalverwaltung angebunden ist. Dabei werden insbesondere die Automatisierbarkeit der Bewertungsmethoden und die benutzerfreundliche Darstellung und Nutzbarkeit des Systems untersucht. Dazu kann Disy die neuesten Features seiner Geodaten-Analyseplattform Cadenza in den Bereichen interaktive Visualisierungen, OLAP-Datenauswertungen und Dashboard-Darstellungen einsetzen und innovativ weiterentwickeln. Im ersten Software-Prototyp für das Projekt wurde mithilfe von Cadenza ein Datenrepository als Web-GIS aufgesetzt. Das Untersuchungsgebiet kann hier gebäudescharf eingesehen werden und die Einsparpotenziale werden aufgrund des Gebäudebestands eingeschätzt.
Mit Holzbau-GIS Einsparszenarien simulieren
Auf Grundlage bisheriger Forschungsergebnisse des Lehrstuhls Ressourceneffizientes Bauen der RUB können verschiedene Einsparszenarien simuliert werden, die für jedes Gebäude abschätzen, welches CO2-Einsparpotenzial durch bestimmte Maßnahmen erzielbar ist. Die Analyse der Ergebnisse lässt das Abbilden, Abfragen und Aggregieren der Gesamteffekte für bestimmte Wohngebiete, Straßenzüge, manuell selektierte Polygone oder einzelne Gebäude zu. Für diese können dann auch die unterschiedlichen Szenarien verglichen werden. Zur Datenselektion stehen nicht nur räumliche Filter zur Verfügung, sondern auch Sachdaten, mit denen beispielsweise – sofern die Daten vorhanden sind – nur Wohngebäude, nur gewerblich genutzte oder nur städtische Gebäude betrachtet werden können. Insgesamt entsteht ein Werkzeug, das sehr feingranular schätzt, welche Effekte bestimmte Maßnahmen in definierten Teilen der Stadt haben können.
Das Ziel möglichst einfacher, benutzerfreundlicher Interaktionsmechanismen zum Definieren, Planen und Vergleichen von Szenarien steht dabei zunächst im Vordergrund. Darüber hinaus wird aber auch untersucht, inwiefern Schnittstellen zu Statistikprogrammen für erfahrenere Anwender eingebunden werden sollten. Um diese beiden Anforderungen abzudecken, steht die Umsetzung in einer Dashboard-Ansicht in Planung. Diese ermöglicht einerseits eine übersichtliche Darstellung der Daten, aber andererseits auch die Möglichkeit der Integration zahlreicher ergänzender Funktionen.
Ziel ist ein webbasiertes Fachinformationssystem
Als Endergebnis des Projekts soll ein webbasiertes Fachinformationssystem entstehen, welches die auf Gebäudeebene gewonnenen Erkenntnisse bündelt und sie in einen regionalen Kontext setzt. Zudem dient das Holzbau-GIS als Kommunikations-, Beratungs- und Informationswerkzeug und ermöglicht eine Vernetzung der im Holzbau agierenden Akteure. Es kann damit auch als Hilfsinstrument zur Beratung für Klimaschutz durch Holzbau genutzt werden. Langfristig könnten sich über ein solches webbasiertes Beratungsinstrument auch regional Akteure im Holzbau untereinander, mit Planern, Entscheidern und mit potenziellen Kunden vernetzen, wie das teilweise durch öffentliche Energie-Atlanten im Bereich erneuerbarer Energien schon geschieht.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Disy Informationssysteme GmbH
Frau Astrid Fennen-Weigel
Ludwig-Erhard-Allee 6
76131 Karlsruhe
Deutschland
fon ..: 0721 16006000
web ..: http://www.disy.net
email : astrid.fennen-weigel@disy.net
Pressekontakt:
Disy Informationssysteme GmbH
Herr Dr. Wassilios Kazakos
Ludwig-Erhard-Allee 6
76131 Karlsruhe
fon ..: 0721 16006000
web ..: http://www.disy.net
email : presse@disy.net
