Bio- sowie Grüngut-Verwertung

Diskutieren Sie mit dem Referenten die Chancen und Risiken der Bio- und Grüngutverwertung und informieren Sie sich ausführlich über die bislang gesammelten Erfahrungen in der Praxis.

Bild„Bio- sowie Grüngut-Verwertung – In Zusammenspiel mit Kreislaufwirtschaftsgesetz, BioAbfV, Düngerecht und TA Luft“ lautet der Titel eines Seminars, das am 07. Oktober 2025 in der Umwelthauptstadt Magdeburg stattfindet. Veranstalter ist das Institut für Wirtschaft und Umwelt.

Gemäß § 11 KrWG sind Bioabfälle getrennt zu sammeln.

Im Wesentlichen betrifft die Regelung also das in privaten Haushalten anfallende Grüngut (Gartenabfälle – Grün-, Strauch- und Baumschnitt) sowie die in privaten Haushalten anfallenden Nahrungs- und Küchenabfälle (Biogut).

Ausgehend von den bisher erreichten Ergebnissen bei der getrennten Sammlung von Bioabfällen werden in den meisten Entsorgungsgebieten weitere Anstrengungen notwendig werden, um dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) gerecht zu werden.

Neben der getrennten Erfassung ist auch die hochwertige Verwertung von Bio- und Grüngut weiter auszubauen.

Um Entscheidungshilfen und den aktuellen Sachstand zu erörtern, präsentiert der Referent seine langjährigen Erfahrungen auf dem Gebiet der Verwertung von Bioabfällen von der Öffentlichkeitsarbeit über die Sammlung und anschließenden Verwertung bis hin zu strategischen Fragestellungen bzgl. Vermarktung, Klimaschutz oder auch Gebühren- und Kostenstrukturen.

Gemeinsam mit den Teilnehmern wird ein umfangreicher Erfahrungsaustausch gewährleistet.

Auf spezielle Fragestellungen der Teilnehmer wird in diesem Seminar aktuell eingegangen.

Diskutieren Sie mit dem Referenten die Chancen und Risiken der Bio- und Grüngutverwertung und informieren Sie sich ausführlich über die bislang gesammelten Erfahrungen in der Praxis.

Das Seminar wendet sich an Sie, als Führungskräfte und Mitarbeiter aus kommunalen und privaten Entsorgungsbetrieben aus den Bereichen Bio- und Grüngutverwertung, Strategische Unternehmensentwicklung, Controlling und Öffentlichkeitsarbeit sowie an Beschäftigte aus den öffentlichen Verwaltungen (örE) und Aufsichtsbehörden.

Das IWU ist eine gemeinnützige Einrichtung und macht daher keine Mehrwertsteuer geltend.

Teilnahmepauschale: 399EUR (MwSt.-frei)

Programmablauf, weitere Inhalte und Anmeldung unter https://www.iwu-ev.de/pdf/A251007.pdf

Programm
09.30 Uhr Begrüßung und Vorstellung mit Abfrage von Themenwünschen

09.45 Uhr Einführung, Potentiale und Abschöpfmengen, Stand der Verwertung in Deutschland, Rechtlicher Rahmen: Kreislaufwirtschaftsgesetz, BioAbfV, Düngerecht und TA Luft

11.00 Uhr Kaffeepause

11.15 Uhr Sammlung, Behälter, Hygieneaspekte, Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsoffensive, Störstoffproblematik, Wohnungsbaugesellschaften, Satzung und Gebühren

12.15 Uhr Mittagspause

13.15 Uhr Grüngutsammlung (Hol- und Bringsysteme) und effiziente Verwertung, Wertstoffhöfe, saisonale Sammlungen, Aufbereitung, Vergärungsanlagen, energetische Verwertung

14.00 Uhr Kaffeepause

14.15 Uhr Stoffstrommanagement und hochwertige Verwertung, Kompostwert, Verfahrensbewertung Kompostierung Vergärung Verbrennung, Kosten Sammlung und Verwertung

15.15 Uhr Abschlussdiskussion und Auswertung – Fazit

15.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Institut für Wirtschaft und Umwelt e. V.
Frau Romy Steinke
Maxim-Gorki-Str. 13
39108 Magdeburg
Deutschland

fon ..: +49 391 7447894
web ..: https://www.iwu-ev.de
email : presse@iwu-ev.de

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und konzentrieren uns schwerpunktmäßig auf das Organisieren von Fachseminaren und -tagungen für Führungskräfte und das Fachpersonal in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und in öffentlichen Einrichtungen.

Für Sie bieten wir seit 1990 ein umfangreiches Programm berufsbegleitender Fort- und Weiterbildungen, vor allem auf den Gebieten der Verwaltung, des Rechts, der Betriebswirtschaft, im Bereich Arbeitssicherheit, Umweltschutz und des modernen Managements an.

Umweltorientierte Unternehmensführung ist dabei das Ziel unserer Teilnehmer.

Ergänzt wird der Fokus des IWU durch Seminare zu neuen rechtlichen und technischen Entwicklungen für Fachkräfte in Unternehmen der kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie der Abfall- und Energiewirtschaft.

Das IWU trägt damit dem Konsens Rechnung, dass Unternehmen im 21. Jahrhundert nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern ebenso den Interessen der Gesellschaft und der Umwelt verpflichtet sind.

Seminare des IWU werden durchweg von Fachkräften aus den jeweiligen Bereichen geleitet.
Dazu haben wir einen Pool an hochkarätigen Dozenten, welche in unseren Seminarräumen und Veranstaltungssäalen, ihr KnowHow weitergeben. Dabei hat das IWU zur Umsetzung der aktuellen Weiterbildungsveranstaltungen und Tagungen zahlreiche Innovatoren, Querdenker, Vernetzer und Kommunikatoren als spannende und inspirierende Referenten zur Verfügung. Fachkompetenz wird vorrangig aus Rechtsanwaltskanzleien, Planungs- und Ingenieurbüros, Führungsebenen der Wirtschaft sowie aus Behörden akquiriert.

Das IWU setzt auf flexibles Wissensmanagement, dazu zählt ein weit verzweigtes Netzwerk an fachspezifischen und spezialisierten Kompetenzen.

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Ein doppeltes Jubiläum auf der LIGNA 2025: Polytechnik feiert 60 Jahre Innovation

Eine besondere Parallele prägt die diesjährige LIGNA in Hannover

BildWährend die weltweit führende Messe für die Holzbe- und -verarbeitungsindustrie ihr 50-jähriges Bestehen feiert, blickt auch die Polytechnik Luft- und Feuerungstechnik GmbH auf ein besonderes Jubiläum – 60 Jahre voller Innovationskraft und Engagement für nachhaltige Energielösungen aus Biomasse.
Als langjähriger Partner der Branche war Polytechnik von Anfang an Teil der LIGNA und hat seither keine einzige Messe verpasst – ein klares Zeichen für die enge Verbundenheit und das kontinuierliche Engagement.
Dieses doppelte Jubiläum verleiht der diesjährigen Messe eine ganz besondere Bedeutung für Polytechnik. Mit Stolz und Vorfreude blickt das Unternehmen der LIGNA 2025 entgegen, um gemeinsam mit der Branche nicht nur Vergangenes zu würdigen, sondern vor allem den Blick auf die Zukunft zu richten – hin zu einer sauberen, nachhaltigen Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen.

Unser engagiertes Team stellt vor: Drei Wege zu sauberer Energie
Am Polytechnik-Stand präsentiert ein engagiertes Expertenteam die drei Kerntechnologien des Unternehmens:
o PolyCombustion: Maßgeschneiderte und hocheffiziente Verbrennungssysteme, die das Beste aus verschiedensten Biomassen herausholen.
o PolyCarbonisation: Die innovative Antwort zur Herstellung wertvoller Biokohlen.
o PolyGasification: Fortschrittliche Vergasungstechnologie für eine flexible Energieerzeugung.
Ein aktuelles Beispiel für die Leistungsfähigkeit der PolyCarbonisation-Technologie, die auf der Messe zu sehen ist, ist das spannende Taaleri-Projekt in Finnland. Hier entsteht eine Torrefizierungsanlage, die jährlich bis zu 60.000 Tonnen Biokohlebriketts aus nachhaltigem Waldrestholz produzieren wird – ein wertvoller Ersatz für fossile Kohle in der Industrie. Polytechnik hat entscheidende Komponenten wie den Schwachgasbrenner und die Technologie zur intelligenten Energieaufbereitung und -nutzung (12.000 kW Kesselleistung) geliefert und damit eine effiziente, kreislaufartige Verwertung der Prozessenergie und die Erzeugung hochwertiger „grüner Kohle“ unterstützt.
Seit sechs Jahrzehnten treibt Polytechnik die Leidenschaft für nachhaltige Forschung und zukunftsweisende Technologie an. Mit einem starken Team von 240 Mitarbeitenden in der Gruppe, dem modernisierten Stammwerk in Österreich und weiteren modernen Produktionsstätten in Europa und China ist das Unternehmen bestens für die globalen Herausforderungen aufgestellt. Eine Exportrate von über 95% zeigt: Energie kennt keine Grenzen.
Einladung zur LIGNA – Informationen und Kontaktmöglichkeiten
Polytechnik lädt alle Interessierten herzlich ein, den Stand 025 / K22 auf der LIGNA zu besuchen. Dort besteht die Gelegenheit, die Zukunft der Biomasse-Energie zu erleben und sich über individuelle Projekte auszutauschen.

Polytechnik feiert – und Sie sind herzlich eingeladen! Sichern Sie sich Ihre kostenlose Eintrittskarten für die LIGNA über folgenden Link: https://polytechnik.com/news/polytechnik-ligna-2025/
Ein Hinweis: Das Kontingent ist begrenzt, eine baldige Registrierung wird empfohlen.
Darüber hinaus bietet Polytechnik Ihnen die Möglichkeit, ein persönliches Gespräch mit den Experten aus dem PolyTeam zu vereinbaren, die Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung stehen. Eine frühzeitige Terminreservierung wird empfohlen, um sicherzustellen, dass Ihr Terminwunsch berücksichtigt werden kann.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Polytechnik
Frau Radinka Danilov Sehovic
Hainfelderstraße 69
2564 Weissenbach
Österreich

fon ..: 02672890281
web ..: http://www.polytechnik.com
email : redaktion@polytechnik.at

Seit 60 Jahren planen, konstruieren, fertigen, montieren und nehmen wir Biomasseheizkraftwerke in aller Welt in Betrieb. Seit über 20 Jahren entwickeln wir innovative Technologien im Bereich Biomassevergasung, Carbonisierung und Torrefizierung.
Die Polytechnik-Gruppe mit Sitz in Weissenbach, Österreich, baut auf die Erfahrung von mehr als 3000 realisierten Anlagen auf. Gegründet 1965 als Zwei-Mann-Betrieb, hat sich das Unternehmen zu einem der weltweit führenden Technologieanbieter für Biomassefeuerungen, Biomassevergasung, Carbonisierung und Torrefizierung entwickelt. Rund 240 erfahrene und serviceorientierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen Kunden auf der ganzen Welt und bieten, gemeinsam mit unseren Joint Ventures und Partnern, innovative Produkte und Dienstleistungen an. Mit einem Exportanteil von 95% sind wir ein global agierendes Unternehmen mit Niederlassungen in mehr als zehn Ländern und sorgfältig ausgewählten Partnern – unter anderem in der Schweiz, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Polen, Rumänien, China und Neuseeland.

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Mit eigenem Nahwärmenetz und Biomasse zur nachhaltigen Energieversorgung

Neue Energie-Konzepte für Industriegebiet Bennien in Melle-Bruchmühlen: Wehrmann Transport investiert in wegweisende Technologien für die Klimaneutralität.

BildTransportunternehmen gelten in der allgemeinen Wahrnehmung nicht unbedingt als Vorreiter der Nachhaltigkeit. Klare Signale für den Klimaschutz will hingegen der Logistik-Dienstleister Wehrmann Transport aus Melle-Bruchmühlen setzen. Nachdem Photovoltaik-Anlagen den hiesigen Betrieb bereits seit Jahren mit „grünem“ Strom versorgen, wird nun auch das Beheizen mehrerer eigener Gebäude mit Biomasse-Kesseln und einem komplett neuen Nahwärmenetz auf Nachhaltigkeit umgestellt. Hiervon profitieren zugleich benachbarte Unternehmen im Industriegebiet Bennien. Sie können die umweltfreundliche Energie ebenfalls nutzen.

Melle-Bruchmühlen. Autobahn A30, Abfahrt Bruchmühlen: Von hier aus sind die beiden großen, glänzenden Pufferspeicher, die auf dem Gelände der Spedition Wehrmann aufgestellt wurden, bereits sichtbar. Die elf Meter hohen Behälter bilden aber nur einen kleinen Teil eines deutlich größeren Projekts, um Gebäude im Industriegebiet Bennien künftig deutlich nachhaltiger – und kostengünstiger – zu beheizen. Kernelemente des klimafreundlichen Konzepts sind ein neues Nahwärmenetz und der Betrieb einer Biomasse-Heizung.

Frank Wehrmann, Inhaber und Geschäftsführer von Wehrmann Transport, erklärt, wie die Idee für dieses Projekt entstand: „Den Anstoß gab 2022 die dringend nötige Erneuerung der Heizungsanlage in einem unserer Gebäude. Weil Nachhaltigkeit für meine Frau und mich eine hohe Priorität hat, kamen Technologien mit Verfeuerung von fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas nicht infrage. Deshalb beschäftigten wir uns mit den Möglichkeiten, Biomasse zu nutzen, blieben aber auch für andere Optionen offen. Und irgendwann wurde uns klar, dass wir größer denken und einen umfassenderen Plan aufstellen sollten. So kam die Verbindung aus Biomasse-Heizung und einer Nahwärmeversorgung für den gesamten Standort auf den Tisch.“

War es ursprünglich nur um die Versorgung der eigenen Immobilien an der Nordstraße in Melle-Bruchmühlen gegangen, zeichnete sich nun schnell ab, dass der Anschluss von Gebäuden benachbarter Grundstücke ebenfalls eine spannende Option darstellte. Mit Unterstützung von Dipl.-Ing. Andreas Gerhardy, einem Experten für Energien und Nachhaltigkeit von der M&P Braunschweig GmbH, ließ das Ehepaar Wehrmann ein Gesamtkonzept erstellen.

Andreas Gerhardy beschreibt den Projektumfang: „Betroffen sind im ersten Schritt rund 20.000 Quadratmeter an speditionseigenen Flächen, zu denen Lager und Logistikhallen für die 45 Lkw sowie der Verwaltungstrakt gehören. Hinzu kommen Produktionsflächen, die von Dritten genutzt werden, wie insbesondere von den Firmen Meyer Holzverarbeitung und Interzero Product Cycle. Weitere 10.000 Quadratmeter sollen für die Nutzung durch Wehrmann Transport in den kommenden Jahren erschlossen und in das Versorgungskonzept integriert werden. Es war also recht schnell deutlich, dass der Einsatz von Biomasse-Kesseln allein bei weitem nicht ausreichen würde. Hierin bestand jedoch von Beginn an ein Kernelement der nachhaltigen Wärmeversorgung.“

Schnell wachsendes Schilfgras aus eigenem Anbau

Wie nachhaltig die Technologie tatsächlich ist, hängt für den Planer wie auch für die Betreiber ganz wesentlich davon ab, mit welchem Material die Hackschnitzelöfen betrieben werden. Um den klimafreundlichen Nachschub mit nachwachsenden Rohstoffen zu gewährleisten, nutzen Frank und Sabine Wehrmann eine eigene, 4,5 Hektar große landwirtschaftliche Fläche in Melle-Buer, wo sie mittlerweile Chinaschilf (Miscanthus giganteus), ein besonders schnell wachsendes Schilfgras, anbauen. Nach zwei Jahren kann regelmäßig geerntet werden, und pro Hektar fallen jährlich rund 10 bis 20 Tonnen Biomasse an. Ein Hektar Miscanthus giganteus entspricht dabei der Energie aus rund 3.000 Litern Heizöl. Laut den Berechnungen von Andreas Gerhardy decken die vier Hektar rund 15 Prozent des Heizbedarfs von Wehrmann Transport ab.

Um den Bedarf der Biomasse-Kessel komplett nachhaltig zu decken, wird ein Großteil aus Restholz bestritten. Hierbei handelt es sich ausschließlich um naturbelassene Hackschnitzel, unter anderem aus der Forstwirtschaft. „Dieses Restholz steht beispielsweise infolge von Fällaktionen an den Landes- und Kreisstraßen zur Verfügung. Weil die Wege vom Fällen bis zum Einsatz in unserer Anlage sehr kurz sind, ist dies hinsichtlich der Umweltverträglichkeit ein weiteres Plus. Deshalb sind wir gern Ansprechpartner für die Straßenmeistereien in der Region, die Restholz abzugeben haben und es einer sinnvollen Verwertung zuführen möchten“, sagt Frank Wehrmann.

Bearbeitetes Holz zu verwenden, z. B. aus der Möbelindustrie, wäre allerdings deutlich weniger geeignet bzw. mit zu hohem technischem und bürokratischem Aufwand sowie zusätzlichen Kosten für die Entsorgung verbunden. Hingegen kann die Asche aus dem hier eingesetzten naturbelassenen Holz am Ende als Dünger weiterverwendet werden. Nach Ansicht von Frank Wehrmann schließt sich damit der Kreis.

„Nicht lang drum herumreden, sondern einen Anfang machen!“

Hohe Effizienz und geringe Emissionen sind weitere wichtige Merkmale der Biomasse-Anlage. Das Rauchgas wird in der ersten Phase des Betriebs auf rund 120 bis 100 Grad Celsius abgekühlt. Die Kessel sind so konstruiert, dass später ein weiteres Modul ergänzt werden kann, mit dem sich das Rauchgas sogar auf rund 30 Grad Celsius abkühlen ließe. Diese zusätzliche Stufe zu integrieren, hat Wehrmann für die nähere Zukunft vorgesehen.

„Wir sind nach dem Motto vorgegangen: ,Nicht lange drum herumreden, sondern machen!‘ Also mussten wir erst einmal einen Anfang schaffen, auch wenn wir wissen, dass hier und da noch Optimierungspotenziale bestehen. Aber wir bleiben dran und werden das Konzept in Richtung Nachhaltigkeit immer weiter ausbauen. Es muss halt auch betriebswirtschaftlich sinnvoll sein“, so der Geschäftsführer.

Um die Lagerung der Hackschnitzel möglichst einfach zu gestalten, ließ Wehrmann von dem ortsansässigen Metallbauunternehmen Meschter eine spezielle Vorrichtung entwickeln. Sie sorgt dafür, dass der bauliche Aufwand für die beiden Lager besonders gering gehalten werden konnte, weil Lkw die Fläche direkt befahren und die Biomasse praktisch ohne jeglichen Personalaufwand entladen können. Auch die Zuführung der Hackschnitzel für die Biomasse-Öfen wurde erheblich vereinfacht.

Die beiden Biomasse-Kessel mit einer Gesamtkapazität von 650 kW sind bereits aufgestellt und gehen Anfang März 2025 in Betrieb. Zeitgleich soll auch die neue Nahwärmeversorgung ans Netz gehen. Kernbestandteile sind die Nutzung des Abwassers aus der benachbarten Kläranlage und zwei Wärmepumpen.

Nahwärmenetz und Wärmepumpen

Diese besitzen zusammen eine Leistung von 180 kW und könnten theoretisch 20 bis 25 Einfamilienhäuser versorgen. Das aus der Kläranlage zugeführte Wasser hat im Sommer eine Temperatur zwischen 12 und 18 Grad, im Winter liegt diese zwischen sechs und neun Grad.
Das Nahwärmenetz wird mit rund 70 Grad heißem Wasser beliefert; am Ende kommt es mit rund 40 Grad zurück und wird dem Biomasse-Kessel zugeführt, der hierdurch weniger Energie aufwenden muss, um erneut eine entsprechend hohe Vorlauftemperatur zum Beheizen der Gebäude vor Ort zu erreichen.

Um die Wasser- bzw. Temperaturbedarfe stetig auszugleichen, installierte Wehrmann zwei Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von jeweils 45.000 Litern. Einer dieser Speicher ist für den Biomasse-Kessel vorgesehen, der andere für den Betrieb der Wärmepumpen, da die Menge des von der Kläranlage abgegebenen Reinwassers fluktuiert.
Erhebliche Entlastung für Klima und Umwelt

Durch die Nutzung des Nahwärmenetzes und der Biomasse-Anlage sparen die angeschlossenen Betriebe rund 250.000 kWh bzw. 1.200.000 kWh Gas ein. In der Folge wird die Umwelt jährlich um fast 360 Tonnen CO? entlastet. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 1,3 Mio. Euro. Etwa ein Drittel ist über einen Zuschuss aus dem Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ in der Kategorie „Nichtwohngebäude“ finanziert.

„Ohne diese Förderung hätte sich dieses Projekt nicht gerechnet und wäre wohl nicht zustande gekommen. Deshalb sind wir sehr glücklich, dass wir mit Unterstützung aus Bundesmitteln dieses nachhaltige und zukunftsweisende Vorhaben in die Tat umsetzen können.“

Weitere, ebenfalls zukunftsorientierte Projekte wurden bei Wehrmann bereits abgeschlossen oder sind in der Planung. So produzieren Photovoltaik-Anlagen am Firmenstandort mit rund 950 kWp bereits den für die Verwaltung und die Firmen-Pkw benötigten Strom. Dies entspricht in etwa dem Bedarf von 300 Einfamilienhäusern. Darüber hinaus ist geplant, die Lkw-Flotte sukzessive zu elektrifizieren und entsprechend dimensionierte Ladekapazitäten aufzubauen.

Übersicht: Wesentliche Komponenten der klimafreundlichen Energieversorgung bei Wehrmann Transport
1. Nahwärmenetz (Neu)
2 Wärmepumpen (Wasser-Wasser), 180 kW
Rohrleitungen (320 Meter)
1 Pufferspeicher / Ausgleichsbehälter, 45.000 Liter

2. Biomasse-Heizung (Neu)
2 Biomasse-Heizkessel (Hackschnitzelöfen für naturbelassenes Holz), 650 kW
2 Lagerstationen für Hackschnitzel
1 Pufferspeicher / Ausgleichsbehälter, 45.000 Liter

3. Anbaufläche für Biomasse (Neu)
Landwirtschaftliche Fläche 4,5 h in Melle-Buer für den Anbau von Chinaschilf (Miscanthus giganteus)

4. Photovoltaik (seit 2024)
Leistung: 950 kWp
PV-Module verteilt auf drei Hallendächer
6 Wallboxen für Firmen-Pkw

Weitere Infos: www.wehrmann-transport.de

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Wehrmann Transport
Herr Frank Wehrmann
Nordstraße 30
49328 Melle-Bruchmühlen
Deutschland

fon ..: 05226 / 984810
web ..: http://www.wehrmann-transport.de
email : f.wehrmann@wehrmann-transport.de

Kurzportrait: Wehrmann Transport GmbH

Das inhabergeführte Familienunternehmen Wehrmann Transport GmbH wurde 1974 gegründet. Seine Kernkompetenz besteht in der intelligenten Steuerung, Planung, Optimierung und Ausführung von Logistikprozessen. Das Leistungsportfolio umfasst klassische Logistik- und Transport-Dienstleistungen mit 45 Lkw ebenso wie das Warehousing mit großflächigen Lagermöglichkeiten und nicht zuletzt Montagearbeiten und Maschinenumzüge.

Nachhaltigkeit hat für den mittelständischen Betrieb einen hohen Stellenwert. Photovoltaik-Anlagen am Firmenstandort in Melle-Bruchmühlen produzieren mit 1.000 kWp bereits den für die Verwaltung und die Firmen-Pkw benötigten Strom. Sukzessive will Wehrmann Transport auch die Lkw auf Elektromobilität umstellen. Darüber hinaus reorganisiert das Unternehmen seine Versorgung mit Wärmeenergie durch neue, nachhaltige Konzepte mit Nahwärme und Biomasse-Nutzung.

www.wehrmann-transport.de

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