Professionelles Liquiditätsmanagement im digitalen Wandel
Posted by PM-Ersteller - 29/04/26 at 07:04:01 a.m.Wie E-Rechnung, BI-Tools und KI die Liquiditätssteuerung verändern
Liquidität entscheidet über die Handlungsfähigkeit eines Unternehmens. Wer jederzeit fundierte Aussagen über die eigene Zahlungsfähigkeit treffen kann, erkennt Risiken früher, kann Liquidität besser planen und reagiert schneller auf Veränderungen im Markt.
In vielen Unternehmen basiert die Liquiditätsplanung jedoch noch immer auf Kontoauszügen, Excel-Tabellen und manuellen Einschätzungen, „Bauchgefühl statt BI-Tools“. Das kann in ruhigen Zeiten auch brauchbar funktionieren. Bei steigenden Unsicherheiten, schwankenden Zahlungseingängen, veränderten Kostenstrukturen oder internationalen Risiken reicht dieser Ansatz jedoch oft nicht mehr aus.
Modernes Liquiditätsmanagement bedeutet deshalb mehr als die reine Überwachung von Bankbeständen. Es geht um eine vorausschauende Steuerung auf Basis aktueller und verlässlicher Daten und technisch gestützter Szenarien.
Digitalisierung schafft die Grundlage
Ein wichtiger Baustein dafür ist die Digitalisierung im Rechnungswesen. Mit der E-Rechnung verändert sich nicht nur das Rechnungsformat. Aus einem Dokument wird ein strukturierter Datensatz.
Diese Entwicklung ist für das Liquiditätsmanagement von zentraler Bedeutung. Rechnungsdaten können schneller verarbeitet, Forderungen und Verbindlichkeiten aktueller ausgewertet und Zahlungsströme genauer geplant werden.
Risiko: E-Rechnung
Gleichzeitig entstehen neue Risiken. Fehlerhafte E-Rechnungen können vom Empfänger technisch abgewiesen werden oder zu Rückfragen führen. Beides kann den Zahlungseingang verzögern. Damit wirkt sich die Fähigkeit elektronische Rechnungsdaten richtig zu erzeugen und zu verarbeiten nicht nur auf die Buchhaltung aus, sondern unmittelbar auf die Liquidität aus.
Saubere Stammdaten, korrekte Rechnungsformate und stabile digitale Prozesse gewinnen an Bedeutung. Wer E-Rechnungen versendet, muss sicherstellen, dass sie nicht nur formal erzeugt, sondern vom Empfänger auch technisch und fachlich korrekt verarbeitet werden können. Nur dann werden sie zukünftig ohne Verzögerungen durch Rückfragen bezahlt werden.
Die E-Rechnung ist damit nicht nur ein Pflichtthema. Sie kann auch der Einstieg in eine deutlich bessere Finanzsteuerung sein.
Von Excel zu BI-Tools
Viele Unternehmen arbeiten bei der Liquiditätsplanung weiterhin mit Excel. Das ist nachvollziehbar, weil Excel flexibel und schnell einsetzbar ist. Gleichzeitig entstehen dabei typische Risiken: unterschiedliche Dateiversionen, manuelle Eingaben, fehlende Datenanbindung und eine begrenzte Nachvollziehbarkeit.
BI-Tools können hier einen wichtigen Schritt nach vorne ermöglichen. Sie greifen direkt auf Daten aus ERP-, Finanzbuchhaltungs- oder Warenwirtschaftssystemen zu und machen Entwicklungen sichtbar, die in klassischen Auswertungen oft erst spät erkannt werden.
So lassen sich beispielsweise offene Forderungen, fällige Verbindlichkeiten, Zahlungsziele, Zahlungsverhalten und Szenarien zur Liquiditätsentwicklung deutlich schneller auswerten. Auch externe Einflussgrößen wie Zinsänderungen, Wechselkurse oder Kostensteigerungen können in Planungen einbezogen werden.
Der Vorteil liegt nicht nur in der Geschwindigkeit. Entscheidend ist vor allem, dass Entscheidungen auf einer aktuelleren und belastbareren Grundlage getroffen werden können.
KI als nächster Entwicklungsschritt
Der nächste Schritt ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Rechnungswesen und Controlling. KI kann große Datenmengen analysieren, Muster erkennen und Hinweise auf künftige Entwicklungen geben.
Im Liquiditätsmanagement kann das zum Beispiel bedeuten:
Zahlungseingänge werden anhand früherer Zahlungshistorien besser prognostiziert. Auffälligkeiten im Zahlungsverhalten werden früher erkannt. Risiken im Forderungsbestand werden schneller sichtbar. Abweichungen zwischen Planung und tatsächlicher Entwicklung können automatisch kommentiert und eingeordnet werden.
Damit verschiebt sich der Fokus: Unternehmen reagieren nicht erst, wenn ein Engpass sichtbar wird. Sie erkennen mögliche Entwicklungen früher und können gezielt gegensteuern.
KI ersetzt dabei nicht die kaufmännische Beurteilung. Sie kann aber helfen, Daten schneller auszuwerten und Entscheidungsträger frühzeitig auf kritische Entwicklungen hinzuweisen.
Liquidität ist Ergebnis guter Entscheidungen
Professionelles Liquiditätsmanagement beginnt nicht erst bei der Bank. Es beginnt schon bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. (Beispiel: Langfristige Bauvorhaben gegenüber Abo-Modellen). Im täglichen Ablauf kommen Prozesse im Einkauf, im Vertrieb, in der Rechnungsstellung, im Forderungsmanagement und in der Finanzbuchhaltung hinzu.
Wer spät fakturiert, fehlerhafte E-Rechnungen versendet, unklare Zahlungsbedingungen verwendet oder offene Posten nicht konsequent verfolgt, belastet die Liquidität. Wer dagegen aktuelle Daten nutzt, Zahlungsströme regelmäßig analysiert und Szenarien plant, gewinnt Handlungsspielraum.
Gerade deshalb wird die Verbindung von Rechnungswesen, Controlling, IT und Geschäftsführung immer wichtiger. Liquiditätsmanagement ist keine isolierte Aufgabe der Buchhaltung. Es ist wesentlicher Teil der Unternehmenssteuerung.
IHK-Online-Seminar am 11. Mai 2026
Diese Zusammenhänge stehen im Mittelpunkt des ganztägigen Online-Seminars „Professionelles Liquiditätsmanagement“ am 11. Mai 2026, 08.30 – 16.30h
Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen der IHKs Bonn, Darmstadt, Heilbronn, Siegen, Rhein-Neckar und Arnsberg angeboten.
Behandelt werden unter anderem:
* Aufbau einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung
* Nutzung von ERP-Daten und BI-Tools
* Einsatz von E-Rechnung und digitalen Rechnungsprozessen als Datenbasis
* Risiken durch fehlerhafte E-Rechnungen und verzögerte Zahlungseingänge
* Möglichkeiten von KI und Predictive Analytics
* Forderungsmanagement, Working Capital und Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung
* zentrale Kennzahlen wie Cashflow-Rate und Cash Conversion Cycle
Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Rechnungswesen, Finanzen, Controlling und Unternehmenssteuerung sowie an Verantwortliche, die Liquidität nicht nur überwachen, sondern aktiv steuern möchten.
Referent ist Jochen Treuz, Diplom-Kaufmann, Trainer, Berater und Co-Autor des Fachbuchs „Professionelles Liquiditätsmanagement“. Er verbindet langjährige Erfahrung im Rechnungswesen mit aktuellen Themen der Digitalisierung, E-Rechnung, BI-Nutzung und KI im Rechnungswesen.
Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten sind über die Weiterbildungsangebote der beteiligten Industrie- und Handelskammern sowie unter www.treuz.de/seminar-professionelles-liquiditaetsmanagement-ihk-2/
verfügbar.
Das Buch „Professionelles Liquiditätsmanagement: Praxisleitfaden für Unternehmer und Berater“ ist im NWB Verlag erschienen und im Fachhandel erhältlich.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim
Deutschland
fon ..: 06201877470
web ..: https://www.treuz.de
email : info@treuz.de
Über Jochen Treuz
Jochen Treuz ist Diplom-Kaufmann, Trainer, Berater und Coach mit langjähriger Erfahrung im Rechnungswesen. Seine Fachgebiete sind die elektronische Rechnungsabwicklung (E-Invoicing), Liquiditätsmanagement sowie die Digitalisierung von Finanzprozessen. Er unterstützt Unternehmen bei der Einführung der E-Rechnung, GoBD-konformer Archivierung und digitaler Prozessoptimierung.
Pressekontakt:
Jochen Treuz | Trainer und Berater
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email : info@treuz.de
Professionelles Liquiditätsmanagement – Scherben vermeiden, nicht zählen
Posted by PM-Ersteller - 20/06/25 at 02:06:04 p.m.Unternehmen brauchen eine vorausschauende Liquiditätsplanung mit BI-Tools – einfache Tabellen reichen nicht mehr, wenn geopolitische Krisen und volatile Märkte die Zahlungsfähigkeit gefährden.
IHK-Online-Seminar am 3. Juli 2025 vermittelt praxisnahe Strategien für eine zukunftsfähige Liquiditätsplanung
Die Fähigkeit, jederzeit fundierte Aussagen über die eigene Zahlungsfähigkeit treffen zu können, gehört zu den Kernanforderungen einer Unternehmenssteuerung. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell äußere Einflüsse wie geopolitische Unsicherheiten, steigende Finanzierungskosten oder volatile Lieferketten die Liquidität von Unternehmen gefährden können. In solchen Situationen reicht ein Blick auf vergangene Kontoauszüge oder einfache Excel-Tabellen nicht mehr aus – es braucht vorausschauende Planungsansätze, nachvollziehbare Szenarien und schnelle Reaktionsmöglichkeiten.
Das IHK-Online-Seminar „Professionelles Liquiditätsmanagement“ findet am 3. Juli 2025 von 8:30 bis 16:30 Uhr statt und bietet praxisorientierte Lösungsansätze für Unternehmen, die ihre Liquiditätsplanung neu aufstellen oder weiterentwickeln möchten. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Anforderungen an Planung, Analyse und Steuerung der Unternehmensliquidität. Die Teilnehmenden lernen anhand von Praxisbeispielen, wie eine wirksame Liquiditätsplanung aufgebaut sein muss, welche Datenquellen geeignet sind und wie vorhandene Daten für die Planung und Prognose angepasst werden können. Dazu wird die Einbindung moderner BI-Tools gezeigt. Mit diesen ist die Abbildung verschiedener Szenarien, zur Einbeziehung externer Einflussgrößen oder zur Simulation von Wechselkurseffekten. Es wird gezeigt, warum Excel-Lösungen heute oft nicht mehr ausreichen und wie datenbankgestützte Systeme für mehr Transparenz, Geschwindigkeit und Genauigkeit sorgen.
Beim Liquiditätsmanagement geht es nicht nur um die Gewährleistung der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit, sondern um ein ganzheitliches Verständnis von Liquidität als Ergebnis strategischer und operativer Entscheidungen.
Wer Liquiditätsengpässe vermeiden will, muss Entwicklungen frühzeitig erkennen – nicht erst, wenn Zahlungen nicht mehr geleistet werden können. Eine aktuelle und belastbare Planung hilft, Abhängigkeiten zu verringern, Handlungsspielräume zu sichern und strategische Maßnahmen gezielter zu steuern. Praxisbeispiele zeigen, welche Planungs- und Controllinglösungen sich in Unternehmen verschiedener Branchen bewährt haben.
Abgerundet wird das Seminar durch konkrete Hinweise zu Maßnahmen, mit denen sich die Liquidität gezielt verbessern lässt – etwa durch Anpassungen bei Zahlungszielen, im Forderungsmanagement, bei der Rechnungsstellung oder durch optimierte Lagerhaltung. Zudem werden zentrale Kennzahlen wie Cashflow, Liquiditätsgrade oder die Cash Conversion Rate erläutert, die als Frühindikatoren für mögliche Engpässe dienen können.
Geleitet wird das IHK-Seminar von Jochen Treuz, Berater, Trainer und Co-Autor des Buches _“Professionelles Liquiditätsmanagement“_. Mit langjähriger Erfahrung im Controlling und in der Digitalisierung des Rechnungswesens vermittelt er fundiertes Fachwissen mit klarem Praxisbezug.
Das Seminar eignet sich sowohl für Unternehmen, die ihre Liquiditätsplanung professionalisieren möchten, als auch für Fach- und Führungskräfte, die bestehende Systeme und Prozesse auf den Prüfstand stellen wollen. Es kann über die Weiterbildungsplattformen der Industrie- und Handelskammern (Darmstadt, Heilbronn, Mannheim, Siegen) gebucht werden.
Auf Anfrage wird das Seminar auch in Kooperation mit weiteren Kammern, Verbänden und Organisationen angeboten.
Jochen Treuz steht Redaktionen auch als Interviewpartner oder Autor für Fachbeiträge zur Verfügung.
Informationen zur Anmeldung: https://www.treuz.de/seminar-professionelles-liquiditaetsmanagement-ihk-2/
Das Buch „Professionelles Liquiditätsmanagement: Praxisleitfaden für Unternehmer und Berater“ (ISBN 3482637733) ist bei den üblichen Händlern und Plattformen erhältlich.
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Jochen Treuz | Trainer und Berater
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Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim
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Jochen Treuz ist Berater, Trainer und Co-Autor des Fachbuchs „Professionelles Liquiditätsmanagement“. Er verfügt über langjährige praktische Erfahrung im Bereich Controlling und der Digitalisierung des Rechnungswesens. Seine Schwerpunkte liegen auf der Einführung effizienter Planungs- und Steuerungssysteme, insbesondere im Umfeld von Liquidität, E-Rechnung und Prozessoptimierung. Als geprüfter IT-Grundschutzpraktiker (BSI) berät er Unternehmen bei der Auswahl und Umsetzung sicherer und leistungsfähiger Controllinglösungen. Neben seiner Seminar- und Beratungstätigkeit steht Jochen Treuz Redaktionen als Interviewpartner oder Gastautor zur Verfügung.
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