Honig, der keiner ist? – ZDF-Frontal-Doku
Posted by PM-Ersteller - 04/08/25 at 07:08:31 a.m.Es ist ein Verdacht, den viele Imker und Honigliebhaber schon lange hegen: Die Billighonige in den Regalen deutscher Supermärkte sind oft nicht das, was sie vorgeben zu sein.
Die Redaktion ZDF-Frontal zeigt in ihrer Doku _“Fake-Honig: Die süße Illusion“_ am nächsten Dienstag den 05.08.2025 um 21.00Uhr wie im großen Stil Honig gepanscht wird. Der Verdacht besteht schon lange, jetzt gibt’s knallharte Beweise: Fälscher strecken echten Honig mit billigem Sirup, um ihren Profit zu maximieren. _Frontal_-Reporter decken weiter auf, was Berufsimker ins Rollen gebracht haben: Wer steckt hinter dem Betrug? Wie landet der Fake-Honig in unseren Supermarktregalen? Und woran erkennt man echten Honig? Gedreht in Polen, Estland, Ukraine, China und Deutschland – eine internationale Recherche und Koproduktion.
Deutschen Honig kaufen und Honig-Panscherei verhindern
Es ist ein Verdacht, den viele Imker und Honigliebhaber schon lange hegen: Die Billighonige in den Regalen deutscher Supermärkte sind oft nicht das, was sie vorgeben zu sein.
Eine aktuelle Untersuchung hat nun bestätigt, dass der Verdacht mehr als begründet ist.
Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) und der Europäische Berufsimkerbund (EPBA) führten im Sommer 2024 eine umfangreiche Analyse von Honigproben aus Supermärkten durch – mit alarmierenden Ergebnissen.
25 von 30 Proben gefälscht
Von den 30 untersuchten Honigproben waren 25 gefälscht. Diese vermeintlichen Honige enthielten Zuckersirupe, die nicht als Honig verkauft werden dürfen. Derartige Produkte täuschen die Verbraucher, gefährden die Existenz ehrlicher Imker und überschwemmen den Markt mit Billigware, die weder die Qualität noch die wertvollen Eigenschaften echten Honigs besitzt.
Die erschütternden Details wurden auch in der Arte-Dokumentation „Re: Gepantschter Honig“ beleuchtet. Die Sendung wurde am Montag, den 11. November 2024, um 19:30 Uhr ausgestrahlt und ist in der Arte-Mediathek verfügbar.
Modernste Analysemethoden entlarven die Fälschungen
Um die Fälschungen aufzudecken, setzten die Wissenschaftler modernste Technologien wie die DNA-Massensequenzierung ein. Diese Methode erlaubt es, selbst jene Fälschungen zu identifizieren, die bei herkömmlichen Tests unentdeckt bleiben.
Bernhard Heuvel, Präsident des Europäischen Berufsimkerbundes, erläuterte in einem ausführlichen Video die Untersuchungsmethoden und erklärte die Hintergründe dieses weitreichenden Problems. Weitere Informationen dazu finden sich im FAQ Honigfälschungen des Deutschen Berufsimkerbundes.
Das Problem: Billigimporte und kriminelle Praktiken
Der Kern des Problems liegt in Billigimporten und gezieltem Betrug. Fälscher mischen minderwertige Zuckersirupe bei, um Produkte zu einem Bruchteil der Kosten echten Honigs herzustellen. Dies führt dazu, dass ehrliche Imker ihre Erzeugnisse oft unterhalb der eigenen Produktionskosten anbieten müssen oder ihre Betriebe aufgeben.
Für Verbraucher ist die Täuschung besonders perfide: Der vermeintliche „Schnäppchenhonig“ ist kein Naturprodukt mehr. Nicht nur der Geschmack, sondern auch die gesundheitsfördernden Eigenschaften echten Honigs fehlen vollständig.
Was können Verbraucher tun?
Um sich vor gefälschtem Honig zu schützen, können Verbraucher aktiv werden:
* Echten Honig direkt vom Imker kaufen. So unterstützen Sie lokale Produzenten und sichern sich hochwertige, natürliche Produkte.
* Die Kampagne „Honig retten“ des DBIB unterstützen. Ihre Spende hilft dabei, unabhängige Labortests zu finanzieren, rechtliche Schritte gegen Fälscher einzuleiten und das Bewusstsein für dieses Problem zu stärken.
Spendenmöglichkeiten:
Per Überweisung:
* Kontoinhaber: Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund e.V.
* IBAN: DE44 7005 2060 0008 2284 54
* Verwendungszweck: Rettet den Honig
Ein klarer Appell
Die Situation zeigt deutlich: Qualität hat ihren Preis. Verbraucher sollten sich bewusst machen, dass echter Honig nicht zu Dumpingpreisen erhältlich ist. Die Entscheidung für ein hochwertiges Naturprodukt unterstützt nicht nur die ehrliche Arbeit der Imker, sondern trägt auch dazu bei, die Vielfalt und Qualität dieses wertvollen Lebensmittels zu bewahren.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Imkerei Ahrens Deutscher Honig
Herr Klaus Ahrens
Haußelbergweg 54
29328 Faßberg
Deutschland
fon ..: 05053/704
web ..: https://www.imkerei-ahrens.de
email : mail@imkerei-ahrens.de
Die Berufs Imkerei aus der Heide stellt sich und ihren Honig vor
Mit ca. 200 Bienenvölkern werden in unserer Imkerei die verschiedensten Trachten angewandert. Als erste Honige kommen Rapshonig, Frühtrachthonig und Akazienhonig zur Schleuderung. Bei Fernwanderungen im gesamten Bundesgebiet ernten wir in unserer Imkerei Tannenhonig, Buchweizenhonig und Edelkastanienhonig.
Im regionalen Bereich erzeugen wir Waldhonig, Blütenhonig und Lindenhonig. Als besondere Honigspezialitäten gelten Kornblumenhonig, Heidehonig, Presshonig und Scheibenhonig. Der Honigversand ist für alle Produkte möglich. Besuchen Sie doch gerne die Imkerei vor Ort und überzeugen Sie sich von unseren Arbeitstechniken und Produkten.
Pressekontakt:
Imkerei Ahrens Deutscher Honig
Herr Imkermeister Klaus Ahrens
Haußelbergweg 54
29328 Faßberg
fon ..: 05053704
email : imkerei_ahrens@t-online.de
Frühernte 2022: Geht wie Honig
Posted by PM-Ersteller - 20/05/22 at 01:05:20 p.m.Pünktlich zum Weltbienentag freuen sich die Berufsimker über eine gute Honigernte
Burglauer, 20.05.2022. Ein Bienenstand im niedersächsischen Göttingen. Lena Frank und Thomas Heynemann Küenzi begutachten die sogenannte Frühtracht-Honigernte. Gut gelaunt und tiefenentspannt stehen die beiden Experten ohne Schutzkleidung inmitten an- und abfliegender Bienen, ein sonores Summen liegt in der Luft. „Wir kennen unsere Bienenvölker genau. An einem warmen Sonnentag wie heute sind sie gut drauf, dann geht es ohne Schutzkleidung,“ erklärt Lena Frank, Wissenschaftlerin am Hessischen Bieneninstitut in Kirchhain, die sich parallel in ihrem eigenen Unternehmen der Bienenzucht widmet. Mit geschultem Blick erkennt die junge Frau die reichliche Nektarbeladung der heransummenden Bienen, ein Indikator für einen quantitativ hohen Ernteertrag. Viel wichtiger ist jedoch die Qualität, die sich beispielsweise mit einem Refraktometer, mit dessen Hilfe auch der Winzer eine Probe im Weinberg nimmt, feststellen lässt. „Ganz wesentlich für eine gute Honigqualität ist ein niedriger Wassergehalt,“ sagt Thomas Heynemann Küenzi, Pressesprecher des Bundesverbands der Berufsimker, der auch anhand einer in der Imkerfachsprache „Spritzprobe“ genannten Prüfung am Bienenstock den Wassergehalt detektieren kann. Wer Honig mit zu hohem Wasseranteil schleudert, hat sozusagen mit Zitronen gehandelt, da dieser unbrauchbar wird.
Hier in Göttingen haben es die fleißigen Insekten nicht weit zu einem großen Rapsfeld, dessen mit Bienen bevölkerte und offenbar sehr schmackhafte Blüten sich zart im Wind wiegen. Was von den Bienen bevorzugt angeflogen wird, kommt als Endprodukt auch beim Menschen gut an: Rapshonig ist der Bestseller unter den zahlreichen Sorten, deren individuelle Vielfalt beispielsweise von intensiv gelbleuchtenden Löwenzahnblütenhonig über dunklen, kräftig-würzigen Weisstannenhonig bis zum mild schmeckenden, hellen Akazienhonig, der eigentlich von der Robinie stammt, reicht.
Beim Pro-Kopf-Verbrauch sind die Deutschen mit einem Kilogramm Honig im Jahr Weltmeister. Dabei stammen nur rund 20 Prozent des Honigbedarfs aus heimischer Ernte, eines der führenden Importländer ist die Ukraine. „Die deutschen Berufsimker können derzeit die zu erwartende Importlücke nicht füllen, zumal im vergangenen Winter überdurchschnittlich hohe Winterverluste an Honigbienenvölkern zu verzeichnen waren,“ so Thomas Heynemann Küenzi.
Wenn Professionalität auf Leidenschaft trifft: Wer der Doktorandin Lena Frank bei ihrer Arbeit zusieht, entwickelt schnell ein Verständnis für die Faszination des Imkerberufs. Doch hat die Branche trotzdem ein Nachwuchsproblem. „Da müssen mehr Honigbienen in die Köpfe junger Menschen,“ schmunzelt Thomas Heynemann Küenzi – und meint damit eine entsprechende Kampagne, die sein Verband derzeit plant. Die Bienen hätten es verdient.
Einige Fakten zur Honigbiene
Im Sommer leben bis zu 50.000 Bienen im Bienenstock. Ungefähr 25-30 Prozent davon sind Sammlerinnen, ihre Anzahl richtet sich nach dem Bedarf an Pollen und Nektar.
In der Regel sammeln die Bienen Nektar und Pollen in einem Radius von maximal drei Kilometern um ihren Bienenstand. Mitunter legen sie je nach Tracht, also dem gesamten Angebot an Nektar, Pollen und Honigtau, das sie in den heimischen Bienenstock eintragen, aber auch weitere Strecken zurück – ein Alleinstellungsmerkmal der Honigbiene.
Sammlerinnen führen Kosten-Nutzen-Analysen durch, in denen sie bewerten, ob sich der Energieaufwand für weite Strecken lohnt und kommunizieren dies im Bienenstock.
Honigbienen legen einen großen Vorrat an Honig und einen vergleichsweise kleinen an Pollen, der in Form von Bienenbrot eingelagert wird, an. In trachtarmen Zeiten stehen sie deshalb unter Druck, genügend Pollen für die Aufzucht der Larven zu finden.
Im Laufe einer Saison sammelt ein Volk rund 25 kg Wasser, 20-30 kg Pollen und 125 kg Nektar. Die Bienen entziehen dem Nektar viel Wasser, um ihn als Honig haltbar zu machen.
Weltbienentag
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als Weltbienentag ausgerufen. Damit unterstreicht die Weltgemeinschaft auch die Erkenntnis über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen.
Slowenien hatte den Antrag auf Initiative des Slowenischen Imkerbundes eingebracht. Dem Antrag hatten sich 115 Länder u.a. alle EU-Länder, Brasilien, China, Rußland, und die USA angeschlossen.
Warum der 20. Mai? Anton Janscha (auch Jansa) wurde am 20. Mai 1734 in Bresniza geboren und war ein slowenischer Hofimkermeister von Maria Theresia in Wien. Er gilt als Erfinder der ersten Zargenbetriebsweise und war Rektor der weltweit ersten modernen Imkerei-Schule. Er ist Verfasser zahlreicher Bücher über Bienenzucht und Imkerei.
Quellen / Hintergrundinformationen
Honigimporte nach Deutschland
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/201045/umfrage/herkunft-und-menge-des-nach-deutschland-exportierten-honigs/#:~:text=Die%20Statistik%20zeigt%20die%20wichtigsten,finden%20Sie%20auf%20unserer%20Themenseite.
Pressemeldung „schlechte Honigernte“
https://www.sueddeutsche.de/leben/tiere-friedrichshafen-totalausfaelle-bei-honigernte-imker-fordern-foerdergelder-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-211030-99-795200
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/schlechte-honigernte-berufsimker-fordern-foerdergelder-100.html
Winterverluste (Quelle: https://www.bienenkunde.rlp.de/)
Die Ergebnisse unserer traditionellen Frühjahresumfrage zur Wintersterblichkeit der Honigbienen liegen jetzt vor. Auf der Basis von mehr als zehntausend Antworten lag die mittlere Verlustquote in Deutschland bei 20,9% und damit im oberen Bereich der langjährigen Schwankungsbreite. Fast 69,5% der antwortenden Imker berichteten von mehr oder weniger umfangreichen Ausfällen, ein Wert der deutlich über den Zahlen der vergangenen Jahre liegt. Die im Mittel höchsten Verluste meldeten die Imker aus Hamburg, während für Mecklenburg-Vorpommern und Bayern die niedrigsten Einbußen verzeichnet wurden. Hauptursache dürfte hauptsächlich in den schlechten Witterungsbedingungen des vergangenen Jahres liegen. Bei erhöhtem Varroadruck waren die Bekämpfungsbedingungen in vielen Regionen schlecht. Auch sollte der Frage nachgegangen werden, ob das schlechte Wetter einen reduzierten Nahrungseintrag, insbesondere Polleneintrag, zur Folge hatte und die Bienen „mangelernährt“ aufwuchsen und geschwächt in den Winter gingen. Dank gilt allen Imkern, die mit ihren anonymen „Datenspenden“ diese Dokumentation und Auswertung erst ermöglicht haben. Kontakt zum Autor: Dr. Christoph Otten Christoph.Otten@dlr.rlp.de
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bund e.V. (DBIB)
Frau Annette Seehaus-Arnold
Asternweg 11
97724 Burglauer
Deutschland
fon ..: 0800 1928 000
web ..: https://berufsimker.de/
email : mail@berufsimker.de
Pressekontakt:
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Herr Christian Elvers
An den Platzäckern 20
55127 Mainz
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