Fehl am Platz? Die gesellschaftliche Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung in Deutschland
Posted by PM-Ersteller - 27/03/23 at 07:03:15 a.m.Die gesellschaftliche Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung in Deutschland
In Deutschland scheinen behinderte Menschen immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Ein aktueller Fall, der die Gemüter erhitzt und für Empörung sorgt, wirft Fragen über den gesellschaftlichen Stellenwert von Menschen mit Behinderung auf.
In einer Pflegeeinrichtung in Essen ist ein 22-jähriger behinderter Mann von einem Pfleger ans Bett gefesselt worden. Die Staatsanwaltschaft bewertet das Vergehen als geringfügig, da der Pfleger seinen Arbeitsplatz verloren habe und somit bereits bestraft sei. Doch reicht diese „Strafe“ wirklich aus, um ein solches Verhalten gegenüber einem wehrlosen Menschen angemessen zu ahnden?
Kritiker führen an, dass der entlassene Pfleger schnell eine neue Anstellung in der Nähe finden könnte, während das junge Opfer mit seiner Behinderung keine vergleichbaren Möglichkeiten hat. Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, den Fall als geringfügig einzustufen, wirft ein Schlaglicht auf die Frage, ob behinderte Menschen in unserer Gesellschaft tatsächlich als gleichwertige Bürger wahrgenommen werden.
Menschen mit Behinderung, die selbst unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden, wie zum Beispiel Multipler Sklerose, fühlen sich durch solche Vorfälle in ihrer Wahrnehmung bestätigt, dass sie in der Gesellschaft als „zweite Klasse“ gelten. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass jeder Mensch durch Krankheiten oder Unfälle plötzlich und unerwartet selbst mit einer Behinderung konfrontiert sein kann.
Angesichts solcher Ereignisse ist es dringend geboten, dass die Gesellschaft über ihren Umgang mit behinderten Menschen nachdenkt und ihre eigene Haltung überprüft. Schließlich sind wir alle Menschen und verdienen Respekt und Gleichbehandlung, unabhängig von unseren körperlichen oder geistigen Fähigkeiten.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Herr Thomas Brandl
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Deutschland
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Ein behinderter junger Mann wird in einem Essener Pflegeheim ans Bett gefesselt, doch die Staatsanwaltschaft stuft den Fall als geringfügig ein – ein Anlass, über den Stellenwert von Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft zu reflektieren.
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Es existieren weiterhin zahlreiche Beispiele für eine Alltagsdiskriminierung von behinderten Menschen
Posted by PM-Ersteller - 09/01/23 at 08:01:22 a.m.„Dann kaufen Sie sich endlich ein zweites Hörgerät!“, „Wenn Sie die Stufen nicht hochkommen, müssen Sie eben außen herum gehen!“, „Du bist nicht psychisch erkrankt, du bist einfach verrückt!“…
– Unbedachte Worte, die aber viel Schaden anrichten können. Sie sind Beispiele, mit denen sich Menschen mit Behinderung an die Anlaufstelle „Beratung mit Handicap“ wendete – und deren Leiter, der Sozialberater Dennis Riehle (Konstanz), bestätigt in diesem Zusammenhang weiterhin eine hohe Zahl von Meldungen über Alltagsdiskriminierung von behinderten Menschen, die oftmals zwar nicht wirklich gewollt und strukturell verankert seien, aber trotz ihrer unbewussten Äußerung zu massiven Kränkungen bei den Betroffenen führen: „Was Gesunde manchmal so lapidar daher sagen und damit ihr Gegenüber verletzen, ist manchmal kaum zu glauben. Eigentlich hatte ich gedacht, dass wir heute doch schon weiter sind und unsere Aussagen bewusster wählen“, erklärt der 37-Jährige, der auch von Berichten am Arbeitsplatz erzählt: „Da schrieb mir eine sehbehinderte Frau, die bei ihrem Chef einen Computer mit höherer Bildschirmauflösung beantragt hatte, dass dieser ihr den Gang zum Augenarzt empfohlen habe. Schließlich könne man da sicher auch mit einer anderen Brille aushelfen, statt sofort Geld in neue IT stecken zu müssen. Oder aber ein Büromitarbeiter mit einem schweren Rückenleiden, der darum bat, einen ergonomischen Stuhl zu bekommen: ,Machen Sie ein paar gymnastische Übungen, dann können wir uns die Ausgaben für etwas Sinnvolleres sparen‘, war die Aussage des Arbeitgebers in diesem Fall. Unglaublich, aber wahre Tatsachen aus dem Leben“.
Noch immer würden Nachteilsausgleiche und Barrierefreiheit als notwendige Übel betrachtet, statt sie als Merkmale einer offenen und respektvollen Gesellschaft zu verstehen: „Das geht es um Menschenrechte, die nicht verhandelbar sind. Sie mögen zwar eine zusätzliche Bemühung bedeuten, diese müssen wir uns als liberale Demokratie aber leisten. Er ist Wesensmerkmal eines sozialen, würdigen Miteinanders und lässt sich nicht durch Ausreden umgehen. Inklusion kann mühsam und anstrengend sein, aber sie ist Ausdruck eines verständnisvollen Zusammenhalts, in dem Brücken aus den Köpfen verschwinden müssen und es zu Normalität und Selbstverständlichkeit gehört, dass wir kommentarlos und sensibel für die Anforderungen des behinderten Gegenübers ganz ohne Murren zu Mehraufwand bereit sind. Er ist eine Investition in Menschlichkeit und somit nicht in Euro und Cent zu bemessen. Letztendlich müssen wir die Bereitschaft stärken, ein Handicap als eine völlig normale Ausformung von Natürlichkeit anzusehen und dabei nicht zu vergessen, dass jeder einmal in die Lage kommen kann, irgendwann mit einer Behinderung konfrontiert zu sein. Benachteiligung und Ausgrenzung beginnt mit Meinungen, Ansichten und verbalen Entgleisungen. Sie endet aber oft noch immer in einer praktischen und faktischen Verwehrung von Rechten, manchmal gar in Übergriffen und Gewalt“, so Riehle abschließend.
Die Anlaufstelle „Beratung mit Handicap“ ist bundesweit kostenlos für jeden Hilfesuchenden mit und ohne Behinderung unter der Webadresse www.beratung-mit-handicap.de erreichbar. Der Datenschutz und die Verschwiegenheit werden hierbei gewährleistet. Es findet lediglich eine allgemeine Sozialgesetzaufklärung statt, tiefergehende Einzelfallbewertungen sind Anwälten vorbehalten.
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Ehrenamtliches Büro für Öffentlichkeitsarbeit – Dennis Riehle
Herr Dennis Riehle
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz
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Das ehrenamtliche Büro für Öffentlichkeitsarbeit unterstützt Vereine und gemeinnützige Initiativen bei Kommunikation, Pressearbeit und Marketing. Es wird vom Konstanzer Journalisten Dennis Riehle geleitet.
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Beratung mit Handicap
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Ehrenamtliche Beratungsstelle für Personen mit Handicap und deren Angehörige nimmt Arbeit auf
Posted by PM-Ersteller - 28/11/22 at 08:11:19 a.m.„Viele Benachteiligungen für behinderte Menschen ließen sich vermeiden, wenn sie über ihre Rechte besser unterrichtet wären!“.
Mit diesen Worten fordert der Leiter der ehrenamtlichen Anlaufstelle „Beratung mit Handicap“, Dennis Riehle (Konstanz), die aktuell ihre Arbeit aufgenommen hat und bundesweit kostenlos per Mail erreichbar ist, verstärkte Bemühungen der Politik und Gesellschaft, Teilhabemöglichkeiten durch mehr Information zu schaffen. Wie der Psychologische, Sozial-, Senioren- und Familienberater erklärt, sei vielen chronisch kranken oder beeinträchtigten Personen nicht bewusst, welche Ansprüche sie hätten. Deshalb verzichteten sie auch auf etwaige Anträge für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen, die ihnen im Grunde jedoch ganz eindeutig zustünden: „Besonders eklatant ist dieser Missstand beim Thema ,Schwerbehinderteneigenschaft‘ und den Eingliederungshilfen. Obwohl diesem Berechtigtenkreis mit Sicherheit ein Grad der Behinderung zuerkannt oder Integrationsleistungen bezahlt würden, werden diese nicht in Anspruch genommen. Neben Scham und Selbstlosigkeit spielt dabei vor allem das Unwissen eine Rolle“, erläutert der über 13 Jahre in eigener Praxis tätige und heute aufgrund eigener Einschränkungen nur noch ehrenamtlich aktive Berater vom Bodensee seine Erfahrung aus dem Alltag. „Daher besteht neben der mentalen Stärkung und Coaching insbesondere die Notwendigkeit zu Aufklärung und Edukation“, so der 37-jährige Journalist. „Die häufigsten Anfragen sind deshalb auch sehr prinzipiell gehalten. Da erkundigen sich behinderte Menschen trotz oftmals seit langer Zeit bestehenden Handicaps pauschal, welche Unterstützung der Sozialstaat für sie bereithält und wo oder wie sie zu bekommen sei. Insofern besteht meine Hauptaufgabe gerade darin, die bestehende Gesetzeslage zu referieren und an die zuständigen Stellen zu vermitteln“, beschreibt Riehle den Schwerpunkt der Arbeit der neuen Beratungsstelle.
„Zweifelsohne macht es die Bürokratie auch nicht wirklich leicht, Leistungen beziehen zu können. Der Paragrafendschungel ist selbst für mich als Berater immer wieder eine Herausforderung. Denn es gibt einen umfangreichen Blumenstrauß an Nachteilsausgleichen, welche nicht immer durchsichtig sind, sich gegenseitig ausschließen oder durch ihre Nachrangigkeit erst am Ende der Schlange an möglichen Hilfestellungen stehen. Zudem ist das Sozialrecht sehr kurzlebig und die Normen ändern sich schnell. Das erschwert es, ständig auf dem Laufenden zu sein, was einem Bürger ohne entsprechendes Hintergrundwissen auch nicht abverlangt werden kann“. Riehle versteht sich daher als Lotse, der im Wirrwarr der Regelungen versucht, Orientierung zu geben und gleichsam zu ermutigen, eigene Ansprüche auch zu verwirklichen: „Dass von den rund 10 Millionen behinderten Menschen in Deutschland nur ein Bruchteil diejenigen Ausgleiche bezieht, die ihnen dem Gesetz nach zustünden, ist durchaus ein Armutszeugnis. Denn dieser Umstand belegt sehr eindrücklich, dass das System zu kompliziert und bürokratisch ist. Daher sollte überlegt werden, maßgebliche Leistungen nach Möglichkeit zusammenzulegen und die Antragsverfahren deutlich zu verschlanken. Nicht nur, dass Formulare oftmals abstrakt und sprachlich wie gestalterisch wenig barrierefrei sind. Darüber hinaus sind auch die Bescheide sehr schwierig verfasst und für den Laien überhaupt nicht nachvollziehbar. Deswegen verzichten nicht wenige der Betroffenen darauf, im Zweifel den weiteren Rechtsweg zu beschreiten und für die eigenen Ansinnen zu streiten. Behelfe müssen so geschrieben sein, dass nicht erst ein Anwalt notwendig ist, um diese erfassen zu können. Daher werde ich mich auch dafür einsetzen, dass Verwaltungen angehalten werden, ihre Ausführungen allgemeinverständlich zu halten und Widersprüche auch ohne abgeschlossenes Jurastudium einlegen zu können“, so Dennis Riehle, der als ehemaliger Pressesprecher und Sozialberater des Allgemeinen Behindertenverbandes ABiD e.V. nun unabhängig engagiert ist.
Die Beratungsstelle ist bundesweit kostenlos für jeden Hilfesuchenden mit und ohne Behinderung unter der Webadresse www.beratung-mit-handicap.de erreichbar.
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