Persönliche Auslandserfahrungen bleiben unersetzlich

JugendBildungsmessen starten nach der Sommerpause wieder bundesweit – Informationen rund um Schüleraustausch und Auslandsaufenthalte

BildIn einer stetig wachsenden digitalen Welt, in der internationale Kommunikation längst zum Alltag gehört und Künstliche Intelligenz globalen Austausch zusätzlich erleichtert, bleiben unmittelbare Begegnungen und persönliche Auslandserfahrungen für junge Menschen besonders wertvoll. Ein Auslandsaufenthalt während oder nach der Schulzeit ermöglicht es, für einen längeren Zeitraum in einem anderen Land zu leben und intensiv in den Alltag vor Ort einzutauchen. Es ist eine Chance, neue Freundschaften zu knüpfen, Sprachkenntnisse zu sammeln, eine andere Lebensweise zu entdecken und persönlich zu wachsen.
Doch welcher Auslandsaufenthalt passt zu wem? Welches Land kommt infrage? Wie unterscheiden sich Austauschorganisationen – und wann sollte die Planung beginnen? Antworten auf diese Fragen gibt es nach der Sommerpause wieder auf den JugendBildungsmessen „JuBi“, die ab Ende August bundesweit in zahlreichen Städten stattfinden.

Schüleraustausch im Mittelpunkt – viele weitere Wege ins Ausland

Ein besonderer Schwerpunkt der JuBi liegt auf dem Schüleraustausch. Jugendliche und ihre Eltern können sich vor Ort persönlich über unterschiedliche Gastländer, Programmmodelle, Aufenthaltsdauern, Voraussetzungen und Finanzierungsmöglichkeiten informieren und verschiedene Austauschorganisationen kennenlernen und direkt miteinander vergleichen.
Darüber hinaus richtet sich die Messe auch an junge Menschen, die nach der Schulzeit ins Ausland möchten. Die Aussteller informieren unter anderem über Sprachreisen, Au-Pair, Work & Travel, Freiwilligenarbeit, Praktika sowie Studium im Ausland.
Neben den Bildungsexperten der einschlägigen Austauschorganisationen berichten auch ehemalige Programmteilnehmende von ihren eigenen Erfahrungen und geben praktische Einblicke in das Leben im Ausland.

Früh informieren lohnt sich – aber auch Kurzentschlossene sind willkommen

Die Vorlaufzeiten sind von Programm zu Programm unterschiedlich. Je spezifischer die individuellen Präferenzen zu Gastland, Unterbringung oder Projektbereich, desto mehr gilt: Frühzeitig informieren und bewerben! Gerade beim Schüleraustausch und bei geförderten Freiwilligendiensten ist ein Vorlauf von etwa neun bis zwölf Monaten eine gute Orientierung. So bleibt genügend Zeit, verschiedene Programme und Organisationen zu vergleichen, Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen und die notwendigen Bewerbungs- und Vorbereitungsschritte ohne Zeitdruck zu durchlaufen.
Aber auch wer kurzfristig ins Ausland möchte, wird auf der JuBi fündig: Je nach Programm, Zielland und Anbieter sind auch wenige Monate vor der gewünschten Ausreise noch Bewerbungen und Buchungen möglich. Gerade Programme wie Sprachreisen oder Work & Travel lassen sich häufig besonders flexibel planen.
„Auf unseren JugendBildungsmessen kann man sich einen Überblick verschaffen, Fragen stellen und verschiedene Optionen und Anbieter miteinander vergleichen“, erklärt Thomas Terbeck vom unabhängigen Bildungsberatungsdienst weltweiser, Veranstalter der JuBi.

Persönliche Beratung statt Informationsflut

Das Angebot an Auslandsprogrammen ist groß. Gleichzeitig unterscheiden sich Leistungen, Betreuung, Kosten, Auswahlverfahren und Voraussetzungen. Auf der JuBi haben Besucher*innen die Möglichkeit, mehrere Anbieter an einem Tag persönlich kennenzulernen und ihre Fragen direkt zu stellen.
Auch weltweiser ist als unabhängiger Bildungsberatungsdienst auf den Messen vertreten und informiert anbieterübergreifend rund um Auslandsaufenthalte. Die JugendBildungsmessen sind kostenlos und finden in samstags zwischen 10 und 16 Uhr statt.
Ergänzend zu den JugendBildungsmessen vor Ort bietet weltweiser auch kostenlose online Infoveranstaltungen, die JuBi-Online-Events an. In Webinaren und digitalen Informationsveranstaltungen stellen Organisationen ihre Programme vor und beantworten Fragen zu Ländern, Voraussetzungen, Finanzierung und Ablauf.

Die nächsten JugendBildungsmessen 2026:

29.08.2026: Frankfurt & Braunschweig

05.09.2026: Dresden & Hamburg

12.09.2026: Essen & Berlin

19.09.2026: Köln

26.09.2026: Düsseldorf & Mannheim

03.10.2026: Wien

10.10.2026: München & Potsdam

17.10.2026: Stuttgart

24.10.2026: Erlangen

07.11.2026: Bochum & Berlin

14.11.2026: Hannover, Bonn & Hamburg

21.11.2026: München & Münster

28.11.2026: Karlsruhe & Köln

05.12.2026: Berlin & Frankfurt

Weitere Informationen und alle Termine auf weltweiser.de

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weltweiser – Der unabhängige Bildungsberatungsdienst & Verlag
Herr Thomas Terbeck
Prinz-Albert-Straße 31
53113 Bonn
Deutschland

fon ..: 022839184784
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email : presse@weltweiser.de

weltweiser ist ein unabhängiger Bildungsberatungsdienst & Verlag. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, sachkundig über Auslandsaufenthalte und internationale Bildungsangebote wie Schüleraustausch, High-School-Aufenthalte, Sprachreisen, Au-Pair, Work & Travel, Praktika, Freiwilligendienste sowie Studium im Ausland zu informieren. Wir sind weder eine Austauschorganisation noch ein Reiseveranstalter. Auf unseren bundesweit stattfindenden JugendBildungsmessen ermöglichen wir angehenden Weltentdecker:innen, sich persönlich von Expert:innen der internationalen Austausch- und Bildungsbranche beraten zu lassen. Darüber hinaus veröffentlichen wir Ratgeber zu Auslandsaufenthalten, betreiben verschiedene Online-Plattformen und halten Vorträge an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Im Rahmen unserer Beratung bieten wir Jugendlichen Orientierung zu den unterschiedlichen Wegen ins Ausland, um für jeden einzelnen Interessenten das individuell beste Programm zu finden. Wir sind davon überzeugt, dass langfristige Auslandsaufenthalte nicht nur akademisch von großem Nutzen sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten können. Die Chance, eine andere Kultur zu erleben und seinen persönlichen Horizont zu erweitern, sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Qualität im Schüleraustausch: Worauf Familien achten sollten

Ein High-School-Aufenthalt kann junge Menschen nachhaltig prägen. Es braucht jedoch mehr als ein attraktives Gastland und ansprechende Bilder in sozialen Medien.

Bild_Ein Beitrag von Thomas Terbeck, Gründer und Geschäftsführer von weltweiser_

Bonn, 11.08.2026: Ein Schüleraustausch ist weit mehr als ein längerer Schulbesuch im Ausland. Die Jugendlichen leben in einer Gastfamilie, finden sich in einem neuen Schulsystem zurecht und gestalten ihren Alltag in einer zunächst fremden Kultur. Da die meisten Teilnehmenden minderjährig sind, tragen Austauschorganisationen dabei eine besondere Verantwortung. Entscheidend sind ehrliche Beratung, transparente Bedingungen, sorgfältige Vorbereitung und eine verlässliche Betreuung – insbesondere dann, wenn nicht alles nach Plan läuft.

Doch woran erkennen Jugendliche und ihre Eltern ein qualitativ gutes High-School-Programm?

Nicht jede Organisation passt zu jedem Jugendlichen

Die Suche nach dem richtigen Programm beginnt nicht mit der Frage, welche Austauschorganisation allgemein die „beste“ ist. Jugendliche unterscheiden sich in ihren Erwartungen, Interessen, persönlichen Voraussetzungen und finanziellen Möglichkeiten. Auch die Programme sind sehr verschieden: Bei einigen wird lediglich das Gastland gewählt, bei anderen ein Schulbezirk, eine Region oder sogar eine bestimmte Schule.

Qualität bedeutet daher zunächst, herauszufinden, welches Angebot zu dem jeweiligen jungen Menschen passt. Eine gute Beratung drängt nicht zu einem schnellen Vertragsabschluss. Sie informiert ergebnisoffen, beantwortet auch kritische Fragen und gibt Familien ausreichend Zeit für ihre Entscheidung.

Weder die Größe oder Rechtsform einer Organisation noch ein besonders hoher Programmpreis sind für sich genommen ein verlässlicher Qualitätsnachweis. Auch Siegel, Verbandsmitgliedschaften oder langjährige Marktpräsenz können Orientierung bieten, ersetzen aber nicht den genauen Blick auf die konkreten Leistungen. Entscheidend ist, wie verantwortungsvoll ein Programm tatsächlich konzipiert und umgesetzt wird.

Gute Beratung verspricht nur, was sie beeinflussen kann

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Ehrlichkeit der Kommunikation. Familien sollten frühzeitig erfahren, welche Leistungen im Programmpreis enthalten sind, welche zusätzlichen Kosten entstehen können und welche Rücktritts- und Erstattungsregelungen gelten. Teilnahmebedingungen und Allgemeine Geschäftsbedingungen müssen leicht zugänglich und verständlich formuliert sein.

Ebenso wichtig ist ein realistischer Umgang mit Erwartungen. Eine Austauschorganisation kann sorgfältig arbeiten, aber nicht jedes Detail eines Aufenthalts garantieren. Dazu gehören beispielsweise:

* der genaue Zeitpunkt der Gastfamilienplatzierung,
* eine bestimmte Zusammensetzung der Gastfamilie,
* die Aufnahme in ein Schul- oder Sportteam,

Verantwortungsvolle Organisationen erklären daher nicht nur, was möglich ist, sondern auch, wo Unsicherheiten bestehen. Erfahrungen ehemaliger Teilnehmender sollten authentisch und differenziert dargestellt werden – und nicht ausschließlich als perfekte Erfolgsgeschichten.

Vorbereitung ist mehr als eine Abreiseinformation

Zu einem guten Schüleraustauschprogramm gehören ein persönliches Informations- und Bewerbungsgespräch sowie eine fundierte Vorbereitung. Dabei sollte es nicht ausschließlich um Flugverbindungen, Versicherungen, Visa und Gepäcklisten gehen.

Jugendliche müssen darauf vorbereitet werden, dass das Leben in einer Gastfamilie andere Regeln, Kommunikationsformen und Vorstellungen von Nähe, Selbstständigkeit oder Mithilfe mit sich bringen kann. Auch der Umgang mit Heimweh, Missverständnissen, kulturellen Unterschieden und Konflikten gehört in ein gutes Vorbereitungsseminar.

Interkulturelle Vorbereitung bedeutet nicht, vermeintlich typische Eigenschaften eines Landes auswendig zu lernen. Sie soll Jugendliche vielmehr dazu befähigen, Unterschiede wahrzunehmen, Fragen zu stellen, das eigene Verhalten zu reflektieren und offen auf andere Lebensweisen zuzugehen.

Gute Qualität entsteht zudem nicht allein auf der deutschen Seite. Auch die Partnerorganisation, die Schule, die Gastfamilie und die lokalen Betreuungspersonen müssen wissen, welche Erwartungen und Verantwortlichkeiten mit der Aufnahme eines minderjährigen Gastschülers verbunden sind.

Qualität zeigt sich besonders dann, wenn Probleme auftreten

Der entscheidende Qualitätsmaßstab ist nicht, ob während eines Schüleraustauschs überhaupt Schwierigkeiten entstehen. Wo Menschen mit unterschiedlichen Erwartungen und Alltagsgewohnheiten zusammenleben, lassen sich Missverständnisse und Konflikte nie vollständig ausschließen.

Entscheidend ist, wie damit umgegangen wird:

* Gibt es vor Ort eine klar benannte und gut erreichbare Betreuungsperson?
* Werden die Jugendlichen ernst genommen?
* Können sie sich vertraulich an jemanden wenden?
* Werden Konflikte zeitnah und lösungsorientiert bearbeitet?
* Existieren verlässliche Betreuungs- und Jugendschutzkonzepte?
* Ist auch außerhalb üblicher Bürozeiten Unterstützung erreichbar?

In einem durchschnittlichen Programmjahr der vergangenen Jahre wechselten bis zu 20 Prozent der Austauschschülerinnen und Austauschschüler während ihres Aufenthalts die Gastfamilie. Diese recht hoch erscheinende Wechselquote sollte jedoch nicht als Beleg für schlechte Qualität missverstanden werden. Ganz im Gegenteil: ein Gastfamilienwechsel ist oft die richtige und verantwortungsvolle Lösung eines Problems.

Natürlich sollte nicht jeder Konflikt vorschnell durch einen Wechsel beendet werden. Gute Betreuung prüft zunächst, ob sich Schwierigkeiten durch Gespräche, klare Absprachen oder eine Vermittlung lösen lassen. Die Sicherheit und das Wohlergehen des jungen Menschen haben dabei immer Vorrang.

Ob sich ein Jugendlicher und eine Gastfamilie gut verstehen, hängt auch von Persönlichkeit, Kommunikation und der sprichwörtlichen Chemie ab. Keine Organisation kann eine harmonische Beziehung garantieren. Sie kann jedoch durch sorgfältige Auswahl, realistische Erwartungen und kompetente Betreuung gute Voraussetzungen dafür schaffen.

Diese Fragen sollten Familien sich stellen

Vor einer Entscheidung lohnt es sich, mehrere Organisationen zu vergleichen und möglichst konkret nachzufragen:

* Welche Leistungen sind im Programmpreis enthalten?
* Mit welchen zusätzlichen Kosten ist realistisch zu rechnen?
* Welche Wünsche können berücksichtigt werden und was kann ausdrücklich nicht garantiert werden?
* Arbeitet die deutsche Organisation in dem gewünschten Gastland direkt mit der Schule oder mit einer Partnerorganisation zusammen?
* Seit wann besteht die Zusammenarbeit mit diesen Partnern?
* Wie häufig findet während des Aufenthalts ein persönlicher Kontakt statt?
* Wie wird bei Konflikten mit der Gastfamilie vorgegangen?
* Unter welchen Voraussetzungen ist ein Gastfamilienwechsel möglich?
* Was geschieht bei Krankheit oder einem vorzeitigen Programmabbruch?
* Welche Versicherungen sind enthalten oder verpflichtend abzuschließen?
* Welche Vorbereitungs- und Nachbereitungsangebote gibt es?
* Wie qualifiziert und erfahren sind die Mitarbeitenden und Betreuungspersonen?
* Werden Teilnehmendenzahlen und Organisationsgröße nachvollziehbar dargestellt?
* Wie reagiert die Organisation auf Beschwerden und Kritik?
* Passt das Programm zu den persönlichen Voraussetzungen, Erwartungen und Bedürfnissen des Jugendlichen?

Auch der persönliche Eindruck ist wichtig. Jugendliche und Eltern sollten das Gefühl haben, Fragen offen stellen und sich im Problemfall vertrauensvoll an die Organisation wenden zu können.

Persönliche Gespräche helfen bei der Entscheidung

Webseiten, Broschüren und Erfahrungsberichte bieten eine erste Orientierung. Sie ersetzen jedoch nicht das persönliche Gespräch und den unmittelbaren Vergleich verschiedener Programme und Austauschorganisationen.

Eine gute Gelegenheit dazu bietet die JugendBildungsmesse JuBi. Auf den von weltweiser organisierten Messen können sich Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte sachkundig über Schüleraustauschprogramme informieren, verschiedene Organisationen persönlich kennenlernen und Leistungen, Preise sowie Betreuungsangebote miteinander vergleichen. Darüber hinaus beraten die Aussteller zu Sprachreisen, Freiwilligenarbeit, Work & Travel, Au-pair, Praktika und Studium im Ausland.

Nach der Sommerpause startet die Messetour Ende August und macht im September an jedem Samstag in jeweils zwei deutschen Städten Station:

29. August 2026: Frankfurt und Braunschweig
5. September 2026: Dresden und Hamburg
12. September 2026: Essen und Berlin
19. September 2026: Bremen und Köln
26. September 2026: Düsseldorf und Mannheim

Weitere Messetermine folgen im Oktober und in den darauffolgenden Monaten. Der Eintritt zu den JugendBildungsmessen ist frei.

Ein gelungenes Auslandsjahr beginnt nicht erst mit der Abreise. Es beginnt mit ehrlicher Information, realistischen Erwartungen und der sorgfältigen Wahl eines Programms, das zu dem jeweiligen jungen Menschen passt.

Weitere Infos und alle Termine unter https://weltweiser.de/ und https://jugendbildungsmesse.de/

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weltweiser ist ein unabhängiger Bildungsberatungsdienst & Verlag. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, sachkundig über Auslandsaufenthalte und internationale Bildungsangebote wie Schüleraustausch, High-School-Aufenthalte, Sprachreisen, Au-Pair, Work & Travel, Praktika, Freiwilligendienste sowie Studium im Ausland zu informieren. Wir sind weder eine Austauschorganisation noch ein Reiseveranstalter. Auf unseren bundesweit stattfindenden JugendBildungsmessen ermöglichen wir angehenden Weltentdecker:innen, sich persönlich von Expert:innen der internationalen Austausch- und Bildungsbranche beraten zu lassen. Darüber hinaus veröffentlichen wir Ratgeber zu Auslandsaufenthalten, betreiben verschiedene Online-Plattformen und halten Vorträge an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Im Rahmen unserer Beratung bieten wir Jugendlichen Orientierung zu den unterschiedlichen Wegen ins Ausland, um für jeden einzelnen Interessenten das individuell beste Programm zu finden. Wir sind davon überzeugt, dass langfristige Auslandsaufenthalte nicht nur akademisch von großem Nutzen sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten können. Die Chance, eine andere Kultur zu erleben und seinen persönlichen Horizont zu erweitern, sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Schüleraustausch ist zurück – doch Deutschland verliert als Gastland

Weltweiser-Studie: Rund 17.750 deutsche Jugendliche gingen 2024/25 für einen Schulaufenthalt ins Ausland. Gleichzeitig ist die Zahl der ausländischen Austauschschüler:innen in Deutschland gesunken

BildBonn, 22. Juli 2026. Der Schüleraustausch deutscher Jugendlicher hat die Folgen der Corona-Pandemie weitgehend überwunden. Rund 17.750 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland nahmen im Programmjahr 2024/25 an einem mehrmonatigen Schulaufenthalt im Ausland teil. Etwa 13.000 von ihnen besuchten über eine Austauschorganisation oder Agentur eine öffentliche Schule im Gastland. Damit haben sich die Teilnehmendenzahlen auf einem Niveau stabilisiert, das zuletzt vor der Pandemie erreicht wurde.

Während es deutsche Jugendliche wieder verlässlich in die Welt zieht, entwickelt sich der Austausch in die andere Richtung deutlich schwächer: 14 der befragten deutschen Austauschorganisationen ermöglichten im Programmjahr 2024/25 nur noch gut 1.000 ausländischen Jugendlichen einen halb- oder ganzjährigen Schulbesuch in Deutschland. Gegenüber 2022/23 bedeutet dies einen Rückgang um mehr als 30 Prozent. Im Vergleich zum Höchststand vor rund zehn Jahren ist die Zahl sogar um mehr als 60 Prozent gesunken.

_“Der Schüleraustausch hat sich nach der Pandemie erfreulich schnell erholt. Internationaler Austausch darf jedoch keine Einbahnstraße werden. Wenn immer weniger junge Menschen Deutschland als Gastland erleben, gehen wertvolle persönliche Begegnungen verloren – und damit auch Chancen für Völkerverständigung, Weltoffenheit und die internationale Wahrnehmung Deutschlands als Bildungsstandort.“ _Thomas Terbeck, Gründer und Geschäftsführer von weltweiser

USA bleiben das beliebteste Gastland

Die Vereinigten Staaten behaupten ihre Spitzenposition: 5.072 deutsche Jugendliche entschieden sich 2024/25 für einen Schüleraustausch in den USA. Das entspricht rund 39 Prozent der Teilnehmenden an organisierten Programmen öffentlicher Schulen. Auf den weiteren Plätzen folgen Kanada mit 3.243 und Neuseeland mit 1.266 Austauschschüler:innen.

Die Konzentration auf englischsprachige Länder bleibt groß: Mehr als 88 Prozent der Jugendlichen verbrachten ihren Schüleraustausch in den USA, Kanada, Neuseeland, Irland, Australien oder Großbritannien. Die übrigen Teilnehmenden verteilten sich auf rund 40 weitere Gastländer. Neben Frankreich und Spanien konnten unter anderem Costa Rica, Argentinien und Japan zahlreiche deutsche Jugendliche für sich gewinnen.

Mädchen zieht es weiterhin häufiger ins Ausland

Auch beim Geschlechterverhältnis bleibt der Schüleraustausch unausgewogen. 62,7 Prozent der Teilnehmenden waren weiblich, 37,1 Prozent männlich und 0,2 Prozent divers. Damit stellen Mädchen und junge Frauen seit rund zwei Jahrzehnten die deutliche Mehrheit der Austauschschüler:innen.

_“Die Zahlen zeigen, dass wir nicht nur über steigende Teilnehmendenzahlen sprechen dürfen. Es muss auch darum gehen, welche Jugendlichen mit den bestehenden Angeboten erreicht werden – und welche bislang deutlich seltener von einem Schüleraustausch profitieren.“ _Thomas Terbeck

Schüleraustausch bleibt ein Minderheitenprogramm

Trotz der positiven Erholung nimmt bislang nur ein kleiner Teil der Jugendlichen an einem mehrmonatigen Schulaufenthalt im Ausland teil. Bezogen auf die relevanten Altersstufen sind es bundesweit rund 2,5 Prozent. weltweiser fordert daher bessere schulische Rahmenbedingungen, einen leichteren Zugang zu Fördermöglichkeiten und eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung internationaler Bildungserfahrungen.

„Ein Schüleraustausch stärkt Selbstständigkeit, interkulturelle Kompetenz und die Fähigkeit, andere Perspektiven einzunehmen. Gerade in einer Zeit internationaler Konflikte und zunehmender gesellschaftlicher Abgrenzung brauchen wir mehr persönliche Begegnungen über Ländergrenzen hinweg – nicht weniger“, betont Terbeck.

Über die weltweiser-Studie

weltweiser erhebt seit mehr als 20 Jahren gemeinsam mit deutschen Austauschorganisationen systematisch Daten zum Schüleraustausch. Für das Programmjahr 2024/25 stellten 61 Organisationen ihre Zahlen zur Verfügung. Die zwölfte Auflage der weltweiser-Studie untersucht unter anderem die Entwicklung der Teilnehmendenzahlen, die beliebtesten Gastländer, die Aufenthaltsdauer, Gastfamilienplatzierungen, Programmabbrüche und das Geschlechterverhältnis.

Die vollständige weltweiser-Studie – Auslandsaufenthalte 2026 mit 61 Seiten, zahlreichen Grafiken und langfristigen Vergleichsdaten steht kostenlos zur Verfügung: weltweiser.de

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