Krisenbedingte Ratingverschlechterung erschwert Kreditzugang
Posted by PM-Ersteller - 29/07/21 at 10:07:44 a.m.Bonitätsunabhängige Finanzierungsalternativen geben Liquidität für Aufschwung
Bei der Unternehmensbefragung 2021 der KfW1 gab mehr als jedes vierte Unternehmen an, Schwierigkeiten beim Zugang zu Krediten zu haben. Beobachter des Marktes mag das nicht verwundern. Dennoch gibt diese Zahl Anlass zur Sorge: Der Anteil der Betriebe mit Herausforderungen hat sich damit seit dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Ein wichtiger Grund hierfür sind die schlechteren Ratingnoten zahlreicher Betriebe – fast 35 Prozent der Umfrageteilnehmer melden Verschlechterungen bei ihrer Bonitätsbewertung. Das liege oftmals an den wirtschaftlichen Herausforderungen durch die Corona-Krise, die den positiven Trend der letzten Jahre beim unternehmerischen Eigenkapital gestoppt hätten.
In der Umfrage sprechen fast 40 Prozent von einer Verschlechterung ihrer Eigenkapitalquote – einer Kennzahl, die eine zentrale Rolle bei der Kreditvergabe spielt. Weiter zugespitzt wird die Situation dadurch, dass dem schlechteren Zugang einerseits auf der anderen Seite eine erhöhte Nachfrage nach Krediten gegenübersteht. Knapp 62 Prozent der Unternehmen hätten sich laut Umfrage zuletzt in Kreditverhandlungen befunden – ein Anstieg von über sieben Prozent im Vergleich zur Vorjahresbefragung.
Gebot der Stunde: Eigenkapitalschonung und Innenfinanzierung
„Viele Unternehmen besitzen aktuell einen erhöhten Liquiditätsbedarf, das ist auch unsere Beobachtung. Manche sind noch mit den Auswirkungen der Krise beschäftigt, andere befassen sich bereits mit Investitionen in die Zukunft“, sagt Carl-Jan von der Goltz, geschäftsführender Gesellschafter der Maturus Finance GmbH. Die Unternehmensbefragung der KfW zeige dabei auch einen vorsichtigen Optimismus der Firmen: „Sieben von zehn Unternehmen planen der Studie zufolge neue Investitionen, 40 Prozent möchten die Mittel dafür sogar aufstocken. Das wird in den meisten Fällen jedoch nur funktionieren, wenn entsprechende Finanzierungsinstrumente bereitstehen. Man bedenke: Im Krisenjahr 2020 hatten noch 46 Prozent der Unternehmen mindestens eine geplante Investition nicht angehen können“, so von der Goltz. Die Firmen sind deshalb oftmals auf der Suche nach Alternativen. So werden laut der KfW-Befragung künftig besonders Finanzierungsformen interessant, die das Eigenkapital schonen oder stärken, etwa Innenfinanzierungen.
„Objektbasierte Finanzierungsansätze wie Sale & Lease Back bieten für viele Betriebe in der jetzigen Situation einen passenden Hebel. Denn hierbei handelt es sich um reine Innenfinanzierungen: Das eigene werthaltige Anlagevermögen aus Maschinen-, Anlagen- oder Fuhrparks wird veräußert und im gleichen Atemzug wieder zurück geleast. Dadurch stehen liquide Mittel bereit und die Assets können wie gewohnt weiter genutzt werden“, erklärt von der Goltz. Sale & Lease Back sei durch den Objektbezug auch ein weitestgehend bonitätsunabhängiges Finanzierungsmodell. Gerade für Betriebe, deren Kreditwürdigkeit unter dem Eindruck der Pandemie gelitten hat, sei das eine nützliche Option. Zudem hilft der Ansatz dabei, stille Reserven zu heben und ist durch die langfristigen Leasingkosten gut planbar. Die monatlichen Mietraten sind überdies als Betriebsausgaben teils steuerlich abzugsfähig.
Steigender Bedarf an kurz- bis mittelfristigen Krediten
„Neben dem vermehrten Interesse an Innenfinanzierungen, hat die Unternehmensbefragung auch offengelegt, dass kurz- bis mittelfristige Kreditformen bei den Unternehmerinnen und Unternehmern an Bedeutung gewinnen. Da im klassischen Bankangebot die Anforderungen an die Bonität auch hier meist hoch sind, lohnt die Suche nach objektbasierten Alternativen“, gibt von der Goltz zu bedenken. Der Ansatz Asset Based Credit etwa verbinde eine überschaubare Laufzeit mit Bonitätsunabhängigkeit und umfassenden Besicherungsmöglichkeiten. So könnten vom mobilen Anlagevermögen über marktgängige Rohstoffe und das Warenlager bis hin zu Sachwerten und Immobilien eine Vielzahl an betrieblichen Assets als Kreditsicherheiten eingesetzt werden.
„Asset Based Credit steht damit zahlreichen Branchen offen. Das reicht von mittelständischen Produktionsbetrieben über Einzelhändler bis hin zu digitalen Service-Anbietern und Unternehmen der E-Commerce“, sagt von der Goltz. Die Stabilisierung und Neuausrichtung nach der allgemeinen Krise sei dabei nur eines der Einsatzfelder. Die Spezialkredite griffen auch im Wachstum, in der Auftragsvorfinanzierung, als Überbrückungsdarlehen, bei Investitionen in Technologie, in der Neustrukturierung, der Kreditablöse und selbst in der Sanierung.
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Die Maturus Finance GmbH ist eine bankenunabhängige Finanzierungsgesellschaft und bietet innovative Wege der Unternehmensfinanzierung. Der Finanzdienstleister ist Ansprechpartner für mittelständische Produktionsbetriebe und Händler, die im Rahmen ihrer aktuellen Finanzierungsstruktur Alternativen zu bestehenden Bankverbindungen suchen und ihren unternehmerischen Spielraum erweitern wollen. Finanzierungslösungen werden ab einem Volumen von 250 TEUR bis 15 Millionen EUR angeboten, in Einzelfällen auch darüber hinaus. Dies korrespondiert in der Regel mit Umsatzgrößen der Unternehmen von circa 5 Millionen bis 200 Millionen EUR. Die Maturus Finance GmbH hat ihren Hauptsitz in Hamburg, Deutschland, und ist seit 2015 auch in Österreich vertreten.
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StaRUG: Fehlendes Insolvenzgeld mit alternativer Finanzierung ausgleichen
Posted by PM-Ersteller - 01/04/21 at 08:04:26 a.m.Seit Januar ist das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) in Kraft. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass in diesen Verfahren kein Insolvenzgeld gezahlt wird.
Seit Anfang Januar ist das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) in Kraft. Damit folgt Deutschland einer EU-Richtlinie, die außergerichtliche Sanierungsverfahren zur Abwendung von Insolvenzen erleichtern soll. Das StaRUG gibt Unternehmen dabei unterschiedliche Instrumente in die Hand: So können beispielsweise Schutzmaßnahmen wie eine Vollstreckungs- und Verwertungssperre beantragt werden, um Sicherungsrechte von Gläubigern einzuschränken. Auch die Blockade der Restrukturierungsmaßnahmen durch einzelne Gläubiger kann abgewendet werden, so dass eine außergerichtliche Sanierung in vielen Fällen überhaupt erst ermöglicht wird. Denn bisher galt in der freien Sanierung das Einstimmigkeitsgebot, dadurch konnte bereits ein einzelner Widerspruch sämtliche Bemühungen kippen. Das Unternehmen hat in der Restrukturierung die Verfahrensherrschaft inne – es führt das operative Geschäft weiter, entwickelt einen Restrukturierungsplan und verhandelt diesen selbst mit den Gläubigern. Nur in bestimmten Fällen muss ein Restrukturierungsgericht angerufen und ein Restrukturierungsbeauftragter zur Kontrolle hinzugezogen werden.
Fehlender Insolvenzgeldeffekt gefährdet Liquidität
Grundsätzlich bietet das StaRUG für Unternehmen im vorinsolvenzlichen Stadium eine effektive Möglichkeit, sich kurzfristig und eigenständig aus einer Krisensituation zu befreien. „Allerdings muss dabei beachtet werden, dass in diesen Verfahren kein Insolvenzgeld gezahlt wird – das gibt es nur in der gerichtlichen Sanierung“, sagt Carl-Jan von der Goltz, geschäftsführender Gesellschafter von Maturus Finance. In der Konsequenz erhalten Unternehmen also keine Zuschüsse für Arbeitnehmerforderungen – mitunter einer der größten Posten im Unternehmen. Vor dem Hintergrund, dass Firmen mit drohender Zahlungsunfähigkeit bereits in finanziellen Problemen stecken, kann das Thema Liquidität dadurch schnell zu einer kritischen Komponente bei der präventiven Restrukturierung werden.
Finanzierung im StaRUG-Verfahren über Assets
„Damit die Sanierung in Eigenregie gelingt, kann das Unternehmen die Finanzierung über unternehmenseigene Assets anstoßen. So wird z. B. der Weg frei für Sale & Lease Back“, erklärt von der Goltz und fährt fort: „Das Unternehmen verkauft dabei seinen Maschinen-, Anlagen- oder Fuhrpark an einen Finanzierungspartner und least ihn direkt wieder zurück – alles ohne Unterbrechung der laufenden Produktion. Dringend benötigte Liquidität wird frei und kann direkt in die Fortführung des Betriebs sowie wichtige Restrukturierungsmaßnahmen investiert werden.“ Die Vermögensgegenstände sollten werthaltig, fungibel und sekundärmarktfähig sein. Sonder- und Einzelanfertigungen sowie mit dem Gebäude verbaute Objekte kommen nicht in Frage. „Unternehmen können die Leasingraten teilweise steuerlich geltend machen“, ergänzt der Finanzierungsexperte.
Assets als Kreditsicherheiten
Unternehmen ohne Anlagevermögen können alternativ ihr werthaltiges Umlaufvermögen als Sicherheiten für einen objektbasierten Kredit einsetzen. Der Vorteil gegenüber klassischen Bankkrediten: Die Bonität spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, so dass dieses Finanzierungsmodell auch im Rahmen von Restrukturierungen und Sanierungen eingesetzt werden kann. „Von Rohstoffen über Handelswaren bis zu Sachwerten und Immobilien ist einiges möglich – Voraussetzung beim Umlaufvermögen ist, dass es sich um marktgängige Handelsgüter bzw. Commodities handelt. Einzelprodukte, verderbliche bzw. saisonale Waren oder halbfertige Erzeugnisse scheiden aus“, so von der Goltz weiter.
Schnelligkeit ist Trumpf
Die assetbasierte Finanzierung punktet zudem mit Geschwindigkeit. Und diese spielt bei StaRUG-Verfahren meist eine entscheidende Rolle. Ob Sale & Lease Back oder Asset Based Credit: Bei beiden Ansätzen vergehen von der Bewertung des Anlage- und Umlaufvermögens bis zur Auszahlung der Beträge meist nur wenige Wochen.
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Kreditentscheidungen im Depot A – Seminare in Stuttgart
Posted by PM-Ersteller - 04/02/20 at 03:02:03 p.m.Emittentenlimite – Zuverlässige Kreditanalyse und Risikobeurteilung für Asset Klassen
Unsere nächsten Seminare finden Sie direkt in
München & Frankfurt 31.01.2020
Stuttgart & Berlin 20.03.2020
Düsseldorf & Hamburg 24.04.2020
Buchen Sie Ihr Seminar bequem und einfach online über unser Anmeldeformular.
Zielgruppe:
> Vorstände, Geschäftsführer und Führungskräfte bei Banken, Finanzdienstleistern, Versicherungen und Pensionsfonds, Leasing und Factoring
> Führungskräfte und Spezialisten aus den Bereichen Depot A, Treasury, Risikocontrolling
und Kredit-Marktfolge
Seminarprogramm:
Aufbau eines MaRisk-konformen Kreditentscheidungsprozesses
> Business Judgement-Rule: Leitlinien zur Begrenzung von Haftungsrisiken im Depot A
> Verwendung externer Bonitätseinschätzungen – Wie kann eine eigenständige Überprüfung iSd der MaRisk BTO 1.2 Tz 4 wirksam erfolgen?
> Votierung und Limiteinräumung bei Handelsgeschäften
> Prozessablauf und Schnittstellen zwischen Kredit-Marktfolge und Treasury
> Laufende Bonitätsüberwachung und Spreadanalyse im Depot A
> Aufsichtsrechtliche Erleichterungen bei der Votierung gezielt nutzen
> Aktuelle Anforderungen bei fremd- und eigengesteuerten Fonds
> Anlagen in Spezialfonds: Besonderheiten bei der Bonitätseinschätzung
MaBail-in: Anpassung der Kreditlimite an die neue Haftungskaskade
> Umsetzung der TLAC/MREL-Regelungen im Limitsystem Banken
> HoldCo und OpCo – auf was kommt es an!
> UK Ring-Fencing erfordert Anpassung der UK-Emittentenlimite
> Ratingprozess bei Banken und Versicherungen
> Maßgebliche Bewertungskennzahlen bei unbesicherten Anleihen, Covered Bonds und Pfandbriefen
MaRisk BTO 1.2.1: Mindestanforderungen an die Kredit-Analyse sicher umsetzen
> Fallstudien-Training mit Kreditvoten zu den wichtigsten Asset Klassen
– Welches sind die maßgeblichen Bonitäts-Kennziffern für die Analyse und Votierung?
– Aufbau von Kennzahlen- und Ratingreports für ausgewählte Länder, Agencies und Supranationals
> Green Bonds: Eine neue boomende Asset Klasse
> Ratingprozess bei Unternehmensanleihen, Schuldscheindarlehen und Aktien
> Neue Prüfungs-Anforderungen an die Asset Klasse Schuldscheindarlehen
> Welche Bonitäts-Kennziffern stehen der Marktfolge bei der Votierung zur Verfügung?
Die inhaltlichen Details sowie viele weitere Informationen finden Sie direkt hier.
Sie haben noch Fragen oder wünschen eine persönliche Beratung? Unser Service-Team steht Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung: 089/452 429 70 100
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Herr Achim Schulz
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Das S&P Unternehmerforum wurde 2007 gegründet und basiert auf einer Idee unserer mittelständischen Kunden:
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