165. Geburtstag von Oscar Wilde in seiner höchstpersönlichen Anwesenheit im Jüdischen Theater Bukarest

Ein Musical nach der Komödie BUNBURY von Oscar Wilde feiert sein Revival in der rumänischen Hauptstadt. Guten Abend Herr Wilde!/Bun? seara, domnule Wilde! (1971) von Eugen Mirea und Henry M?lineanu

BildDie Komödie mit dem deutschen Titel „Bunbury“ oder „The Importance of Being Earnest“ (1895) gehört zu den erfolgreichen Salonstücken Oscar Wildes, in denen er geistreich und ironisierend die Herren und Damen der Oberschicht attackierte, ohne jedoch ihr parasitäres Leben grundsätzlich in Frage zu stellen. Wilde selbst betrachtete „Bunbury“ als seine beste Komödie. Sie ist zugleich Ausgangspunkt für etliche musikalische Bühnenbearbeitungen. Die erste Variante stammt von 1958 – Half in Earnest (Musik und Textbuch Vivian Ellis), mit der Wiederaufnahme 1968 – Found in a Hand-Bag. 1960 dann eine zweite Variante – Ernest in Love (Musik Lee Pockriss, Textbuch Anne Croswell), und 1964 – Mein Freund Bunbury, ein Musical von Gerd Natschinski, Texte von Helmut Bez und Jürgen Degenhardt, deutsche Uraufführung 1964 im Metropoltheater (Ost)-Berlin, Staatsoperette Dresden 1965, wird heuer wieder in Brandenburg an der Havel gefeiert.

„Eine der interessantesten Varianten ist, ohne Zweifel, die rumänische Version – Guten Abend Herr Wilde!/Bun? seara, domnule Wilde! (1971), eine Komödie von Eugen Mirea, mit der Musik von Henry M?lineanu. Das Textbuch folgt exakt Storyline und Sinn des Wildschen Originals. Das Musical aber schafft noch eine neue Figur, Oscar Wilde selbst, eine ironische Stimme, die die Rolle eines modernen antiken Chores übernimmt. Die Handlung spielt Ende des 19. Jahrhunderts im viktorianischen England, in der sogenannten High Society. Der junge Jack Worthing möchte Gwendolen Fairfax heiraten, die Tochter der Lady Bracknell. Aber wegen seiner ziemlich düsteren Vergangenheit (er wurde in einem Koffer auf einem Gleis des Londoner Victoria Bahnhofs gefunden) ist Lady Bracknell strikt gegen die Heirat, obwohl Jack eng mit ihrem Neffen Algernon Montcrieff befreundet ist. Jack findet heraus, dass sein Freund ein Doppelleben führt, und sich ein Alter Ego „Bunbury“ geschaffen hat, um ab und zu seiner High Society-Pflichten zu entfliehen. Aber derselbe Algernon lernt die junge Cecily Cardew kennen, in die er sich auf den ersten Blick verliebt. Nach einer Serie Streiten und Versöhnen, Verwirrungen und Enthüllungen, endet das Stück mit drei Hochzeiten: die der beiden jungen Paare und eine zwischen Erwachsenen – Cecilys Gouvernante Miss Prism und dem Priester Dr. Chasuble (…)“ (Maria Z?rnescu – Die Geschichte eines Musicals – Guten Abend, Herr Wilde!)

Guten Abend Mr. Wilde!/ Bun? seara, domnule Wilde! von Eugen Mirea, mit der Musik von Henry M?lineanu am 16.10.2019 im TES
Eine rasante, feinsinnige, spitzfindige Inszenierung in einem erdachten minimalistischen, viktorianischen Umfeld, das von der Moderne im Stil von Oscar Wilde inspiriert ist, wunderbar inszeniert vom Regie Shooting-Star Andrei M?jeri und mit voller Hingabe an die Spielfreude gesprochen, gesungen und getanzt von Mitgliedern des Ensembles Arabela Neazi alternierend mit Theaterchefin Maia Morgenstern als Lady Bracknell, Darius Daradici (Oscar Wilde), Geni Brenda Vexler / Viorica Banta? (Miss Prism), Mihai Prejban / Veaceslav Grosu (Pastor Chasuble), Nicolae Botezatu (Majordomus Merriman, Lane), sowie den vier Gastdarstellern Andrei Miercure (Algernon Moncrieff), Ionu? Grama (Jack Worthing), Lorena Luchian (Gwendolen Fairfax) und Alexandra Mur?rus (Cecily Cardew).

Die Frauen sind die Starken in dieser Inszenierung, sie gehen schamlos ran an die Kerle: ein ganz neues Oscar Wilde Feeling mit Frauen-Power. Ihre Kostüme im neu erdachten, opulent viktorianischen Stil vom gefragten Designer und Hochschullehrer Lucian Brosc??ean, mit Krinolinen, die nur einen einzigen Sinn zu haben scheinen, nämlich, dass die Männer darunter zur sichtbaren und hörbaren Freude der Frauen abtauchen können.

M?jeri erzwingt eine ästhetische Überarbeitung des ironisch viktorianischen Universums des Stücks, wobei er durch uptodate Feinheiten dieser Komödie die Moral liest und sie allgemeingültiger macht. „Eine Gesellschaft voller Leichenschauhäuser kann heute nur noch reaktiv, detailgetreu und simpel erscheinen, über unzählige Masken wird diese Show transportiert.“ (Andrei M?jeri, Regisseur) Man gewinnt von Minute zu Minute den Eindruck, als ob das Stück durch diese Indikationen seine Akteure verbessert, indem sie ihnen freien Lauf lassen, und zwar so, dass sie sowohl zum Text als auch zu den Regieabsichten vollends kongruent sind. Dies ist zum Teil auch der Choreografie von Attila Bordás geschuldet, der im Zusammenspiel mit dem Regisseur ein temporeiches und nie still zu stehendes Vaudeville Spektakel zaubert.

Die Show unterhält, entspannt und zwingt trotzdem zweieinhalb Stunden gekonnt, an allen Unternehmungen der Charaktere auf der Bühne teilzunehmen: Falsche Identitäten, Hoaxes und Bindestriche. Geschichten, die im Verlauf der Handlung verwickelt, verflochten und wieder entfaltet werden. Liebe, Leiden, Leidenschaft, alles mischt sich in einer gut sortierten und punktgenau abgelieferten Situationskomik.

„Guten Abend, Herr Wilde! ist ein perfektes Beispiel einer gut gemachten Komödie. Dieses Musical von Henry M?lineanu und Eugen Mirea, basiert auf der Handlung von Oscar Wilde und alle Inszenierungen des Theaterstücks waren bislang extrem erfolgreich. Seine Rückkehr in die rumänische Theaterwelt, die Neuinszenierung des Jüdischen Staatstheaters Bukarest, forderte auch einen neuen ästhetischen Zugang zum viktorianischen Universum, das vom Stück ironisiert wird. Die Regie konzentriert sich auf das Verborgene hinter den Wörtern, unterstreicht die Feinheiten dieses Spiels der Moralitäten zum Vorteil des Ganzen. Eine Gesellschaft voller Betörung und Masken ist auch heutzutage präsent und genau über etliche unserer Masken spricht die Inszenierung. All das begleitet von der ansteckenden Musik.“ (Andrei M?jeri, Regisseur)

Und dann die Musik!
Ganz im Stil der 70er schufen der jüdische Schauspieler, Schriftsteller und Texter Eugen Mirea (1894- 1973) und der ebenfalls jüdische Romanzen-, Operetten-, Film- und Theatermusik-Komponist Henry M?lineanu (1920 -2000) ein Musical aus Songs und Couplets im Stil von Vaudevilles, Opéras comiques und Singspielen. Feinsinnige und hintergründig geschliffene, schlagerhafte Reprisen mit unverkennbarer Lust an Heiterkeit und Sehnsucht bohren sich als Ohrwürmer in die Köpfe der Besucher. Einige davon verbleiben im puren Amüsement, wohingegen andere durch ihre Offenheit und Botschaft begeistern.

Alexandra Mur?ru? und Lorena Luchian sind die stolzen und schönen Cecily und Gwendolen, die bei Bedarf energisch frech, romantisch und zart können, wenn die Rolle es erfordert. Mihai Prejban und Viorica Banta? werden ein nettes Paar in ihrem Stück „Ich will dich, aber es ist nicht erlaubt und es gefällt nicht … aber ich will dich immer noch“. Arabela Neazi ist entzückend in der Rolle der anspruchsvollen Lady Bracknell. Gut dosiert verleiht sie der bizarren Komik einen besonderen Geschmack. Darius Daradici führt uns mit sicherer Hand durch die Handlungsstränge der Rolle von Oscar Wilde, und Nicolae Botezatu bewältigt die Doppelrolle als Majodomus und Lane.

Andrei Miercure lebt den verspielten Algernon Moncrieff. Und er ist gut in dieser Interpretation. Er mag diese Rolle, er genießt sie und geht mit Frische und einem jugendlich selbstverständlichen Enthusiasmus darin auf. Er singt so gut wie er spielt und während er spielt, sprudelt er vor Energie. Und last not least Ionu? Grama, den ich seit seinen Anfängen kenne. Dieser charismatische Charmeur mit geschmeidigem Timbre in Sprache und Ton gibt in Spiel und Gesang den perfekten Jack Worthing ab. Ihm gehört die Bühne, sobald er präsent ist. Die Herzen der Frauen (und Männer) fliegen dem Könner zu, nicht nur im galanten Spiel mit Cecily, Gwendolin und Algernon.

Ein mehrfaches Muss für das jüdische Theater, sich dieses Stücks gerade heute anzunehmen, und sich damit ins Bewusstsein zu rufen, wo Antisemitismus vieler Orts wieder unverblümt aufflammt Leider reicht das Geld nach staatlichen Streichungen nicht für regelmäßige Aufführungen, jedoch sollte man -wenn eh möglich- einer erneuten Wiederaufnahme ab Januar 2020 in Bukarest oder danach in einer der größeren Städte Rumäniens unbedingt anschauen. (teatrul-evreiesc.com.ro/en/) Es lohnt so sehr. (Dieter Topp)

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IMPREUNA – GEMEINSAM zum 100sten des rumänischen Nationaltheaters Cluj

IX. Internationales Theatertreffen in Transsilvanien

BildDas Theaterfestival INTERNATIONAL MEETINGS IN CLUJ widmet sich seit nun fast einer Dekade einem Autor oder einem Thema. Dazu bereitet das Rumänische Nationaltheater Cluj eigene Produktionen vor oder lädt andere rumänischen Theatern nach Transsilvanien (Siebenbürgen) ein.

„Ost-West, Pfade der Freiheit, Unser Europa, Extreme, Auf der Suche nach dem Autor u.a.“ gaben die Richtungen vor. Im letzten Jahr stand der 100. Geburtstag Rumäniens im Vordergrund, dieses Jahr der gleichrunde Feiertag des Theaters, das 1919 die erste Saison in Transsilvanien eröffnete. Damit wurde wahr, woran heute immer noch und immer wieder festgehalten werden muss: kreative Energie nach langer dunkler Zeit der Stille freizusetzen und zu gestalten.

GEMEINSAM (IMPREUNA) lautete diesjährig der Slogan für Schauspieler, Regisseure und Theaterprofis, Rumänen und Ungarn, von überall aus Rumänien, sich und ihr Wissen einzubringen, um für die heutige Generation die Arbeit in Freiheit zu ermöglichen. Das Nationaltheater und die alternative, freie Bühne REACTOR trugen gemeinsam zu diesem Treffen alter und neuer Stücke rumänischer und internationaler Autoren aus dem In- und Ausland bei.

„Mit diesem Programm möchte das Nationaltheater Cluj-Napoca sein Bestreben zum Schutz und zur Förderung der rumänischen Theaterkultur im europäischen und internationalen Kontext weiterentwickeln. Aufgrund der verantwortungsvollen Beteiligung unseres Theaters und seiner Partner an der Organisation dieser internationalen Treffen sind wir überzeugt, dass sie in einem wertvollen und substanziellen Umfeld einen kreativen nationalen und internationalen Dialog einleiten und festigen werden. Ziel des Festivals ist es, eine Dialogplattform zwischen verschiedenen Kulturpersönlichkeiten zu schaffen und Kommunikationsnetze zwischen Theaterpersönlichkeiten aus aller Welt zu initiieren sowie kulturelle Kollaborationen und Initiativen im internationalen Kontext durchzuführen,“ so Mihai Maniutu (Generalmanager/künstlerischer Direktor) und Stefana Pop-Curseu (künstlerische Leitung)

Ausgewählte Veranstaltungen im Überblick, eine ganz persönliche Auswahl des Chronisten

„Tod und Reinkarnation als Cowboy“,
ein Frühwerk des rumänischen Regie-Shooting-Stars Andrei M?jeri – mit einiger Luft nach oben – beleuchtete in Form einer Country-Soap Rodrigo Garcías ehemals starken und umstrittenen Text, das tägliche Inferno und reizte stereotype Grimassen des Lachens voll aus. Die einzelne Stimme, die der Dramatiker implizierte, wurde vom Regisseur fragmentarisch an zeitgenössische Frauen angepasst, lebende Beispiele für das Wonder Woman Syndrom.
Vier Schauspielerinnen warfen dem Publikum wütend menschliche Erniedrigung, viszerales Lachen und unmögliche Liebe ins Gesicht. Und ihre Polyphonie wurde dabei zu einem delirierten Geständnis, einem post-absurden Rätsel. Das Schauspiel wolle unbedingt theatralisch sein, durch mechanisierte Gesten, groteske Grimassen oder (leider nur zu selten wahrnehmbares) obsessives Stöckelschuh-Geklackere, das durch verschiedene Rhythmen stakkatierte, ein Plädoyer für die Rettung kollidierender weiblicher Universen abgeben. Diese Art von Drama ludt ein, in die chaotische Welt von García einzutauchen, anstatt sie zu entschlüsseln. „Wenn eine Katastrophe kommt, kommt sie und kommt für uns alle,“ so der Regisseur.
„Unabhängig vom Titel seiner Inszenierungen bewahren M?jeris Charaktere die Menschlichkeit in ihren unterschiedlichsten Formen (verirrt, verlassen, missbraucht, gerettet). Trotz Humors und Distanziertheit erfüllt sich das tragische Schicksal der Personen durch die fehlende Wahlmöglichkeit.“ (s. Oana Cristea Grigorescu in ‚Die Gegenwart der Tragödie‘, Irina Wolf /thaetrescu.com)

Gábor Tompa zu seiner Shakespeare „Der Sturm“ Inszenierung
Es geht auch um die Dualität des Menschen. Es gibt einen inneren Kampf, der nicht nur innerhalb dieses Charakters stattfindet, sondern auch innerhalb jedes anderen Charakters. Keiner von uns wird gut oder böse geboren. Wir haben alle gleiche Chancen … es liegt an uns und unserem Schicksal, dieses Potenzial voll auszuschöpfen. Obwohl er selbst Opfer einer Tyrannei geworden ist, ist Prospero gezwungen, ein Tyrann zu werden. Jeder von uns könnte den gleichen Weg gehen … Aus dieser Perspektive hat das Stück eine zutiefst christliche Botschaft. Es gibt keinen anderen Weg, es zu begreifen. Es deutet auf die höchsten Gebote der Liebe und Vergebung hin. Prospero erinnert Hamlet an das starke Verlangen nach Rache, das sie beide auslöst, aber auch an ihren gegenseitigen Respekt vor der Kunst. Hamlet will jedoch die Wahrheit herausfinden und nicht unbedingt Rache üben. Prospero hingegen besitzt ein Talent, eine Art Magie. Er stellt eine Beziehung zu okkulten Kräften her. Seine Handlungen sind von vielen Möglichkeiten und Schichten geprägt, und wir sollten sie alle berücksichtigen. Sie sollten irgendwie angenommen und in diesem spezifischen Geheimnis festgehalten werden, das wahrscheinlich niemand entschlüsseln konnte, auch nicht, wenn er sich tief in die eigene Persönlichkeit eingegraben hätte. Wir sollten uns also vor Augen halten, dass sich mehrere Schichten innerhalb des Menschen überlappen. Wie können wir unsere eigenen Gedanken, unseren eigenen Geist beherrschen? Wie nutzen wir sie? Wie nutzen wir unser Talent? Prospero pendelt zwischen einem kindischen Zustand und extrem weisen, reifen Ansichten. Der Sturm stellt ihn vor eine große Herausforderung. Es könnte eine herausragende Leistung sein, und manchmal lässt er sich von dieser Idee und der bloßen Kraft seines kreativen Talents mitreißen. … Jeder von uns ist in gewisser Weise Prospero und Caliban und Ariel und Trinculo und Sebastian und so weiter. Die ganze Welt ist in diesem Stück. Was mir aber wichtig ist, ist der Versuch herauszufinden, wo alles schiefgelaufen ist, nachdem uns am Anfang alles gegeben worden war. Wir haben alle eine Kindheit, Unschuld, Freundschaften. Diese Kernelemente der Menschheit geben uns allen gleiche Chancen, auch wenn einige von uns arm und andere reich geboren werden. Wo tritt die Störung auf? Das ist hier die Frage. Und die Frage ist, ob einige Dinge noch behoben werden können. Ich würde sagen, hier kommt die grundlegende Rolle des Theaters ins Spiel. Das Theater verlangt ständig nach Veränderung, nach Selbstbeobachtung. … wir sind im Grunde genommen Teil derselben großen Familie und das nicht nur aus biologischer Sicht. … „

„99,6% sind keine Leistung, sondern ein fragiler Weg zu Akzeptanz und Solidarität.“
Mit dem REACTOR für Gestaltung und Experiment hatte das Nationaltheater Cluj einen ausgezeichneten Partner und Mitstreiter für die International Meeting Days 2019 gefunden. Jung, aktiv, dynamisch, intellektuell und politisch zeigte hier ein Künstlerkollektiv Flagge. Mit 99,6% dokumentierten neun ungarische und rumänische Künstler, die sich um das hundertjährige Jubiläum trafen, ein wichtiges Stück jugendlicher Aussage darüber, was sie im echten multikulturellen Rumänien (im andauernden ungarisch-rumänischen Konflikt) zusammenbringt, über das Zusammenleben und die gemeinsame Sprache.
„Wir teilen 99,6% unseres genetischen Materials. 99,6% von uns träumen die gleichen Dinge, aber wir definieren uns nur durch das, was uns unterscheidet. Wir bauen Fiktionen und fühlen uns in ihnen sicher. Fiktionen, bei denen wir uns von den anderen unterscheiden.“
Ein engagiertes Stück, dem man nach einer vorangestellten Phase der Entschleunigung zuhören, zusehen und mitfühlen musste, was positive Geister in einem Mix aus Sprache, Bewegung, Songs und mit guter unterstützender Technik zu sagen hatten.

Treffen und Anhören, was Robert Cohen, amerikanischer Universitätsprofessor, Theaterregisseur, Dramatiker und Theaterkritiker zu erzählen hatte, präsentierten Mihai und Anca M?niu?iu.
Heute ist er emeritierter Professor, nachdem er seit 1965 fünfzig Jahre an der University of California in Irvine unterrichtet hat. Er schreibt weiterhin und hat zahlreiche Theaterbücher, Artikel, dramatische Anthologien und viele Theaterstücke in zahlreichen Ländern und ein Großteil der Vereinigten Staaten. Er wurde von der Voice and Speech Trainers Association zum Master Teacher ernannt, von seinen Mitlehrern als „wandelndes Theaterverzeichnis und Enzyklopädie“ gelobt und im Laufe seiner Karriere mit der polnischen Ehrenmedaille, dem Honoris Causa Professor der Babes-Bolyai-Universität in Rumänien geehrt, …

CHIRITZA ÎN CONCERT
Und einmal mehr überraschte das Nationaltheater Cluj sein Publikum und speziell die Besucher und Gäste der Meeting Days mit einem echten rumänischen Highlight: Die uralte Story „Chiriza“ von Vasile Alecsandri und Matei Millo (kennt jeder in Rumänien) über die Mutter, die ihre Töchter in die Stadt bringt, um sie dort bestens zu verheiraten, als musikalischer Schwank bravourös in Szene gesetzt: CHIRITZA ÎN CONCERT, von Ada Milea.
Schon so oft ist der Texterin, Komponistin und rumänische Chanson Sängerin Wunderbares eingefallen. CHIRITZA schlug jedoch alle Rekorde, nicht zuletzt wegen einer Crew, die an Talent und Spielfreude nichts zu wünschen übrigließ.

Ein Festival rumänischer und ungarischer Darsteller, Schriftsteller und Regisseure gemeinsam, die einluden zum Nachzudenken und Zusammenzuwachsen, ein wichtiger Schritt zum 100sten des rumänischen Nationaltheaters im mit Vorurteilen stark belasteten multikulturellen Rumänien (Dieter Topp)

weitere Info: teatrulnationalcluj.ro

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