Dr. John Ahn bei TEDx: Wie Nanoplastik weltweit zum Gesundheitsrisiko wird
Posted by PM-Ersteller - 17/08/26 at 09:08:57 p.m.Forscher Dr. John Ahn nutzt die TEDx-Bühne für eine klare Botschaft: Billionen unsichtbarer Plastikpartikel zirkulieren in unseren Körpern und verlangen nach völlig neuen Lösungsansätzen.
ST. LOUIS, USA – 30. Mai 2026 – Dr. John Ahn, PhD, MBA, leitender Wissenschaftler und Vorsitzender des ALLATRA Global Research Center, hielt im Rahmen der TEDxStLouis-Konferenz seinen Vortrag „Zu klein, um gesehen zu werden, zu gefährlich, um ignoriert zu werden: Mikro- und Nanoplastik“. Vor einem vielfältigen Publikum im Missouri History Museum präsentierte Dr. Ahn in Zusammenarbeit mit anderen namhaften Rednern Ideen zur Bewältigung einiger der drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen. Sein Vortrag bot eine kritische Analyse der wachsenden gesundheitlichen und ökologischen Bedenken im Zusammenhang mit Mikro- und Nanoplastik und beleuchtete gleichzeitig neue wissenschaftliche Erkenntnisse sowie mögliche Richtungen für zukünftige Forschung und Politik.
Im Vorfeld der Veranstaltung war Dr. Ahn in der Sendung „StudioSTL“ von FOX 2 zu Gast, um seinen TEDxStLouis-Vortrag vorzustellen und die Bedeutung der Mikro- und Nanoplastikforschung zu erläutern. Der Beitrag machte das Thema einem breiteren lokalen Publikum bekannt und ordnete seinen bevorstehenden TEDx-Vortrag in eine umfassendere Debatte über Wissenschaft, öffentliche Gesundheit und Umweltverantwortung ein.
Dr. Ahn bezeichnete Mikro- und Nanoplastik als eine allgegenwärtige Form der „unsichtbaren Umweltverschmutzung“, die nicht einfach verschwindet, sobald sie in die Umwelt gelangt. Er erklärte, dass alltägliche Kunststoffprodukte – darunter Flaschen, Reifen, Kleidung und Verpackungen – sich allmählich in immer kleinere Partikel zersetzen, wobei ein einziges Gramm Kunststoff in Billionen von Partikeln zerfallen kann. Einmal in der Umwelt verteilt, können diese Partikel dort verbleiben, durch Luft und Wasser zirkulieren und sich in Ökosystemen und Lebewesen anreichern.
Er untersuchte aktuelle Forschungsergebnisse zu Mikro- und Nanoplastik und deren potenziellen Auswirkungen auf verschiedene biologische Systeme und betonte, dass sich das wissenschaftliche Verständnis zwar stetig weiterentwickelt, die Besorgnis jedoch wächst. Dr. Ahn erörterte neue Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass Mikro- und Nanoplastik zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen beitragen kann, darunter neurodegenerative Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Probleme der reproduktiven Gesundheit und umfassendere Störungen der Zellfunktion.
Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf der Rolle der elektrostatischen Ladung bei der Beeinflussung des Verhaltens von Mikro- und Nanoplastik in biologischen und Umweltsystemen. Dr. Ahn beschrieb, wie geladene Partikel mit biologischen Barrieren, Biomolekülen und Zellbestandteilen interagieren und so möglicherweise zu deren Persistenz und Anreicherung im Körper beitragen können.
„Die Wissenschaft steckt noch in den Kinderschuhen, aber eine physikalische Eigenschaft sticht hervor: die elektrostatische Ladung. Sie könnte die entscheidende Eigenschaft sein, die ihr Verhalten erklärt“, sagte er.
Eine zentrale Botschaft des Vortrags war, dass traditionelle Lösungsansätze – wie die Reduzierung des Plastikverbrauchs, die Steigerung des Recyclings und die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen – zwar weiterhin wichtig sind, aber der Realität, dass Mikro- und Nanoplastik bereits tief in biologischen und ökologischen Systemen verankert sind, möglicherweise nicht vollständig gerecht werden.
Dr. Ahn räumte ein, dass die physikalische Entfernung von Billionen Partikel aus Luft, Ozeanen und dem menschlichen Körper derzeit unrealistisch ist. Er schlug vor, dass die Bewältigung des Problems mit Mikro- und Nanoplastik möglicherweise einen anderen Lösungsansatz erfordert.
„Vielleicht stellen wir die falsche Frage“, sagte er. „Vielleicht geht es nicht darum, wie man diese winzigen Plastikpartikel entfernt, sondern darum, wie man sie weniger schädlich macht.“
Abschließend wies er auf die zunehmende Dynamik hin, Mikro- und Nanoplastik besser zu verstehen und zu bekämpfen. Diesem Trend entsprechend erkannten die Vereinigten Staaten im April 2026 Mikro- und Nanoplastik offiziell als Problem der öffentlichen Gesundheit an. Dies geschah durch eine gemeinsame Erklärung des US-Gesundheitsministeriums und der US-Umweltschutzbehörde. Die Behörden starteten STOMP (Systematic Targeting of MicroPlastics), ein fünfjähriges, mit 144 Millionen US-Dollar vom ARPA-H-Programm finanziertes Projekt, um die biologischen Auswirkungen von Mikroplastik besser zu verstehen und mögliche Lösungen zu entwickeln. Diese Initiative auf Bundesebene spiegelt die wachsende Erkenntnis der potenziellen Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt wider.
Weitere Hauptredner
Erica Barnell, MD, PhD, Mitbegründerin und Chief Medical and Science Officer von Geneoscopy, sprach über die Früherkennung von Krebs. In ihrem Vortrag „Vier Worte zwischen Ihnen und Krebs“ erläuterte sie, wie ein offenerer Umgang mit schwierigen Gesundheitsgesprächen zu lebensrettender Früherkennung und Prävention führen kann.
Alison Huckenpahler, MD, PhD, Psychiaterin und Neurowissenschaftlerin, präsentierte „Neuartige schlafbasierte Behandlungsmethoden für psychiatrische Probleme“ und hob hervor, wie gezielte Veränderungen des Zeitpunkts, der Tiefe und der Stabilität des Schlafs zur Behandlung von Depressionen beitragen können.
Stephen Hupp, PhD, Geschäftsführer des Committee for Skeptical Inquiry und Herausgeber von Skeptical Inquirer, präsentierte „Das Erforschen seltsamer Mysterien kann Ihr Denken schärfen“ und demonstrierte, wie die Untersuchung ungewöhnlicher Behauptungen durch eine strenge, skeptische Linse die Fähigkeiten zum kritischen Denken stärken kann.
Pierre Paul, Doktorand im Bereich Disability Studies und Gründer und CEO von We Hear You, präsentierte „Inklusives Design für Barrierefreiheit“ und argumentierte, dass effektive Lösungen für Menschen mit Behinderungen die Zusammenarbeit zwischen Designern und Menschen mit eigener Erfahrung erfordern – und dass besseres Design allen zugutekommt.
Der Abend bot außerdem Live-Auftritte von Kristen Harris (KMoney), einer preisgekrönten Spoken-Word-Künstlerin, und Collective Motion, einem Ensemble für Choreografie und Geschichtenerzählen.
Über TED und TEDxStLouis
TED ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Verbreitung wertvoller Ideen verschrieben hat. Seit ihren Anfängen als Konferenz in Kalifornien hat sich TED durch verschiedene globale Initiativen weiterentwickelt, darunter TEDx, das unabhängige Veranstaltungen im TED-Stil weltweit unterstützt.
TEDxStLouis ist ein unabhängiges Programm lokaler Veranstaltungen, die auf Ideen basieren, die es wert sind, verbreitet zu werden. TEDx-Veranstaltungen umfassen TED Talks und Vorträge und dienen dazu, Diskussionen anzuregen, neue Ideen zu inspirieren und Verbindungen innerhalb von Gemeinschaften zu knüpfen.
Über das ALLATRA Global Research Center
Das ALLATRA Global Research Center bringt Wissenschaftler, Forschende und Fachkräfte aus zahlreichen Ländern zusammen, um zentrale globale Herausforderungen systematisch zu analysieren. Im Fokus stehen dabei unter anderem Naturkatastrophen, geodynamische Prozesse, Mikro- und Nanoplastik sowie Fragestellungen im Bereich der Menschenrechte.
Das Zentrum erstellt und veröffentlicht wissenschaftlich fundierte Analysen sowie evidenzbasierte Empfehlungen, die sich an die wissenschaftliche Fachgemeinschaft, staatliche Institutionen, Medienvertreter sowie die breite Öffentlichkeit richten.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ALLATRA e. V.
Anna Wagner
Schlehenweg 11
74847 Obrigheim
Deutschland
fon ..: +491746358307
web ..: http://www.allatra-ev.de
email : pr@allatra-ev.de
Allatra e.V. ist ein eingetragener Verein. Wir vertreten die internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA in Deutschland, stehen außerhalb von Politik und Religion und sind getragen von ehrenamtlichem Engagement. Mit klarem Fokus auf die eskalierende Klimakrise informieren wir über die klimatische Situation und setzen uns ein für den Schutz von Menschenrechten und das menschliche Leben.
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ALLATRA bei OSZE in Wien: Von Stigmatisierung zu Razzien und Folter
Posted by PM-Ersteller - 12/08/26 at 02:08:35 p.m.Eine Geophysikerin berichtet von Razzien gegen ehemalige ALLATRA-Freiwillige, ein Theater erhält Bombendrohungen: Sieben Fachleute diskutieren, wo Präventionsmaßnahmen ansetzen müssten.
Bei der dritten Zusätzlichen Sitzung zur menschlichen Dimension der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die am 29. und 30. Juni 2026 in Wien unter dem Titel „Folter und Misshandlung verhindern: Zusammenarbeit und Umsetzung stärken“ stattfand, richtete das Globale Forschungszentrum ALLATRA den Blick auf eine frühere Phase der Eskalation: auf koordinierte Stigmatisierung, entmenschlichende Etiketten und institutionellen Druck.
ALLATRA berief eine Nebenveranstaltung mit dem Titel „Von der Stigmatisierung zur Misshandlung: Lehren aus Russland und darüber hinaus, Frühwarnzeichen, Menschenwürde und Prävention von Missbrauch“ ein. Sieben Rednerinnen und Redner behandelten Fälle mit Bezug zu Russland, der Ukraine, China, Belgien und dem grenzüberschreitenden Informationsraum.
Der Rahmen der Diskussion: Wann wird gesellschaftliche Stigmatisierung zu einem systemischen Menschenrechtsrisiko?
Die Moderation übernahm Vladimir Ivanov, Rechtsanwalt, Rechtsforscher und Vertreter des Globalen Forschungszentrums ALLATRA in Bulgarien, nach eigenen Angaben früher als Schiedsrichter tätig und mit Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte befasst.
Er formulierte die Leitfrage der Veranstaltung: An welchem Punkt genau verwandelt sich gesellschaftliche Stigmatisierung in ein systemisches Risiko für die Menschenrechte? Systemische Misshandlung beginne selten mit körperlicher Gewalt, sagte Ivanov: „Sie beginnen mit Worten. Mit institutionellen Etiketten.“
Der Weg von der Rhetorik zur Misshandlung folge einem Muster. Wenn öffentliche Akteure oder staatlich kontrollierte Medien eine Organisation, eine spirituelle Bewegung oder eine Minderheit systematisch als „subversiv“, „gesellschaftsfeindlich“, „Kult“ oder „Sekte“ bezeichneten, sei das Ziel Entmenschlichung. Danach würden die Betroffenen im öffentlichen Bewusstsein nicht mehr als Bürger mit Rechten wahrgenommen, sondern als Bedrohung, die neutralisiert werden müsse.
Verfassungstheorie aus Italien: Warum Diskriminierungsverbote in der Praxis versagen können
Alberto Contu, Forscher, Rechtsphilosoph, Spezialist für Föderalismus, Experte für juristische Hermeneutik und Verhaltensneurobiologie sowie leitender Berater des Instituts für fortgeschrittene Studien und Zusammenarbeit aus Italien, war per Videobotschaft zugeschaltet.
Er unterschied drei Formen von Stigmatisierung: die Zuschreibung angeblicher anthropologischer Defekte aufgrund ethnischer Merkmale, die unzulässige Verallgemeinerung über Stereotype und die Einordnung von Menschen anhand sozio-biologischer Zuschreibungen.
Als Beispiel nannte Contu Sardinien, wo das Etikett „Hirten“ über Jahrhunderte gewirkt habe. Dahinter stehe das Vorurteil, Weidewirtschaft verursache Banditentum und Entführungen. In anderen Regionen Italiens hätten Behörden deshalb verfassungswidrige Maßnahmen ergriffen, etwa die Registrierung zugereister sardischer Hirten als potenzielle kriminelle Gruppe.
Juristen wüssten, dass eine Prinzipienerklärung eine Sache sei und die tatsächliche Verwirklichung von Rechten eine andere. Entscheidend sei die praktische Anwendung durch Polizei, Gerichte und Verwaltung. Notwendig sei eine Abkehr vom „Strafrecht des Verdachts“ und die Durchsetzung einer Kultur des rechtsstaatlichen Verfahrens.
Belgien im Fokus: Bewerber mit arabischen oder afrikanischen Namen erhalten laut UNIA 30 bis 50 Prozent weniger Einladungen
Dr. Aicha Bacha, Politikwissenschaftlerin sowie Gründerin und Präsidentin des Europäischen Zentrums für Entwicklung und geostrategische Forschung und Analyse in Belgien, sprach aus Brüssel.
Sie würdigte zunächst das belgische Rechtsschutzsystem und den föderalen Ausgleich zwischen Sprachgemeinschaften. Anschließend verwies sie auf Daten des Interföderalen Zentrums für Chancengleichheit (UNIA). Bei sogenannten Korrespondenztests, bei denen identische Bewerbungsunterlagen mit unterschiedlichen Namen verschickt werden, hätten Bewerber mit arabischen oder afrikanischen Namen 30 bis 50 Prozent weniger Einladungen zu Vorstellungsgesprächen erhalten. Unterschieden hätten sich die Unterlagen ausschließlich im Namen.
In Brüssel habe fast ein Viertel der Bevölkerung eine nichteuropäische Herkunft, in Führungspositionen der öffentlichen Verwaltung seien diese Gemeinschaften kaum vertreten.
Bacha schilderte den Fall einer jungen Frau, die sie „Fatima“ nannte: in Brüssel geboren und ausgebildet, vier Sprachen fließend, Jurastudium mit Auszeichnung abgeschlossen, über fünf Jahre ehrenamtlich in der kostenlosen Rechtsberatung tätig. Siebzig Bewerbungen bei belgischen Bundesbehörden blieben erfolglos. „Irgendwann hörst du auf, die Absagen zu lesen. Nicht weil es weniger weh tut, sondern weil in allen dasselbe steht und in keiner jemals der wahre Grund genannt wird“, zitierte Bacha die Frau.
Inklusive Institutionen arbeiteten flexibler und wirksamer, so Bacha. Ihr Beitrag sei keine Anklage, sondern eine Einladung, die Lücke zwischen Versprechen und Praxis zu schließen.
Zeugenaussage aus Russland: Fünfzehn maskierte Bewaffnete brachen die Wohnungstür einer Geophysikerin auf
Die Identität der nächsten Rednerin blieb aus Sicherheitsgründen geheim. Die Frau ist Geologin mit Masterabschluss, arbeitete seit 2012 als Geophysikerin und schloss sich im Februar 2019 den Freiwilligen der Plattform ALLATRA an. Ihre Tätigkeit bestand nach eigener Darstellung aus der Analyse wissenschaftlicher Klimadaten, dem Verfassen von Fachartikeln, der Vorbereitung von Präsentationen und der Organisation wissenschaftlicher Konferenzen.
Eine koordinierte Diskreditierungskampagne habe 2015 begonnen. Sieben Jahre lang seien in Medien regelmäßig verleumderische Materialien erschienen, die die Plattform als „destruktive Sekte“ und „apokalyptischen Kult“ bezeichneten. Das zweite Etikett habe sich auf die offene Diskussion der Klimakrise bezogen.
Am 8. August 2023 erklärte die Generalstaatsanwaltschaft ALLATRA nach Darstellung der Zeugin zur „unerwünschten Organisation“, ohne belastbare Beweise vorzulegen. Seither habe die Plattform im Land jede Tätigkeit eingestellt. Genau danach hätten die Razzien begonnen.
Am 5. Juni 2024 um 6.30 Uhr drang eine Gruppe von etwa fünfzehn Personen in ihre Wohnung ein. Nachbarn beschrieben Angehörige der Sondereinheit OMON in voller taktischer Ausrüstung, maskiert und mit Sturmgewehren bewaffnet, begleitet von Mitarbeitern der Sicherheitsdienste. Die Zeugin selbst befand sich im Ausland im Urlaub. Die Tür wurde aufgebrochen, ein Gerichtsbeschluss wurde nicht vorgelegt, ein Anwalt nicht abgewartet. Drei Stunden lang durchsuchten die Beamten die leere Wohnung, nahmen Dokumente mit und verteilten Bücher auf dem Boden. Die Zeugin geht davon aus, dass die Organisatoren ihre Abwesenheit kannten und der Einsatz als öffentliches Schauspiel für die Nachbarschaft gedacht war.
Am selben Tag durchsuchten Einsatzkräfte nach ihren Angaben vier weitere Wohnungen ehemaliger Freiwilliger. In einem Fall, den sie schilderte, war eine Pädagogin mit Masterabschluss in Philologie, die sie Elena nannte, mit ihrer Schwester zu Hause. Als die Frauen nicht öffneten, sägten die Beamten das Schloss auf. Beide mussten sich mit dem Gesicht auf den Boden legen. Elenas Schwester wurde nach dieser Darstellung über eine Stunde lang mit auf den Rücken gedrehten Armen unter Waffengewalt festgehalten. Ein Anwalt wurde verweigert, die Telefone sofort beschlagnahmt. Der Einsatz wurde für einen Fernsehbeitrag gefilmt, in dem die Frauen später als Terroristinnen dargestellt worden seien.
Bei den Vernehmungen habe man Elena erklärt: „Ihnen ist es verboten, über das Klima zu sprechen. Dieses Thema ist verboten.“ Später habe sie geschrieben: „Nach allem, was passiert ist, schlafe ich immer noch schlecht.“
Drei der Festgehaltenen kamen am selben Abend frei und verließen das Land. Ein Berufsfotograf, Träger mehrerer nationaler und internationaler Preise und Mitglied des Journalistenverbandes, verbrachte nach Angaben der Zeugin ein Jahr in Haft.
Im August 2024 folgte eine weitere Durchsuchungswelle. Über indirekte Quellen habe sie erfahren, dass Menschen in einer Region gefoltert worden seien: mit Elektroschocks und Plastiktüten über dem Kopf. Ein Ermittlungsverfahren gegen einen der Betroffenen sei nicht eröffnet worden, weil an dessen Körper deutliche Spuren von Folter sichtbar gewesen seien. Auf Kontaktversuche hin hätten Betroffene geantwortet: „Es ist besser, wenn Sie nicht wissen, was wir durchgemacht haben.“
Im Dezember wurden bei einer weiteren Welle in der Hauptstadt zehn Personen gleichzeitig festgenommen. Im Juni 2025 erklärte die Generalstaatsanwaltschaft ALLATRA nach Darstellung der Zeugin zur extremistischen Organisation. Damit könne bereits jede Erwähnung der Plattform strafbar sein.
Ihr Anwalt habe ihr gesagt: „Kehre nicht zurück. Du wirst festgenommen und eingesperrt. Auf diesen Paragrafen stehen sechs Jahre.“ Ihr eigenes Resümee: „Ich bin keine Politikerin. Ich bin Geologin und Geophysikerin. Ich habe Klimakonferenzen organisiert und an wissenschaftlichen Artikeln gearbeitet.“
Falun Dafa und Shen Yun: 298 registrierte Drohungen weltweit seit März 2024
Leos Strnad, Vertreter der Falun-Dafa-Vereinigung in Tschechien, behandelte transnationale Repression. Der Begriff beschreibt nach der von ihm zitierten Definition der Staats- und Regierungschefs der G7 vom Juni 2025 eine Form ausländischer Einflussnahme, bei der Staaten oder ihre Vermittler Menschen jenseits der eigenen Grenzen einschüchtern, verfolgen, schädigen oder zwingen.
Innerhalb Chinas sei den Verhaftungen eine breite Propagandakampagne vorausgegangen, die Nachbarn, Kollegen, Polizisten, Richter und Ärzte gegen die Betroffenen aufgebracht habe. Außerhalb Chinas sehe die Methode anders aus, die Logik bleibe ähnlich.
Strnad beschrieb vier kombinierte Druckformen: direkte Einschüchterung durch Bomben- und Schusswaffendrohungen, Desinformation über gefälschte Konten und Identitätsmissbrauch, institutionellen Druck auf Theater, Behörden und Journalisten sowie juristischen und administrativen Druck durch Beschwerden und Klagen. Gefährlich sei die Kombination dieser Methoden. Eine Bombendrohung müsse nicht ausgeführt werden, um einen Theaterleiter einzuschüchtern.
In der Datenbank seiner Organisation seien seit März 2024 weltweit 298 Drohungen gegen Falun Gong oder Shen Yun Performing Arts erfasst. Am 10. Dezember 2025 erhielt das Prager Kongresszentrum ein Schreiben mit der Forderung, einen bevorstehenden Auftritt abzusagen. Im April dieses Jahres gingen dort Bombendrohungen für den Fall ein, dass die Aufführung stattfinde. Körperliche Angriffe habe es in diesem Jahr unter anderem in Jeju (Südkorea), vor dem Britischen Museum in London, in Flushing in New York und in South Carolina gegeben, dort gegen einen 70-jährigen Praktizierenden.
Für demokratische Staaten schlug Strnad vier Prioritäten vor: Muster erkennen, Beweise sichern, betroffene Personen und Institutionen schützen sowie ermitteln und Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen.
Der gemeinsame Nenner: transnationale Antikult-Netzwerke und die Rolle von RACIRS
Ivanov ordnete die Fälle anschließend ein. Gegen Falun Dafa, Stiftungen der „Föderation für den Weltfrieden“, ALLATRA und andere zivilgesellschaftliche Akteure würden auffallend ähnliche Etiketten verwendet, meist „Sekte“ oder „Kult“, verbunden mit der Darstellung als sozial gefährlich oder manipulativ.
Diese Übereinstimmungen seien nach Einschätzung des Forschungszentrums nicht zufällig, sondern Ausdruck transnationaler Antikult-Netzwerke. Russland habe solche Netzwerke über Jahre gefördert. Genannt wurden Alexander Dworkin und die Russische Vereinigung der Zentren für die Erforschung von Religionen und Sekten (RACIRS). Bereits 2008 habe eine Konferenz die Zusammenarbeit russischer und chinesischer Antikult-Akteure vertieft; danach sei eine neue Verfolgungswelle gegen Falun Dafa gefolgt.
Viele Religionswissenschaftler, Soziologen, Juristen und Menschenrechtsverteidiger hätten zentrale Annahmen und Methoden der Antikult-Bewegung als pseudowissenschaftlich eingestuft, so Ivanov.
Völkerrechtliche Einordnung: Wenn Rechtsschutz formal besteht, praktisch aber unerreichbar wird
Mariia Anapreichyk, Rechtsforscherin für internationales und europäisches Recht beim Globalen Forschungszentrum ALLATRA in der Schweiz, vertiefte die Phase vor dem institutionellen Druck.
Etiketten wie „Sekte“ oder „Kult“ wirkten als Abkürzung zur Stigmatisierung, weil sie Irrationalität, Gefahr und Unvereinbarkeit mit der „normalen“ Gesellschaft unterstellten. Der Kreis der Ziele erweitere sich dabei laufend, bis hin zu politischen Parteien und ganzen Bevölkerungsgruppen. Sie verwies auf eine russische Kampagne, die die Ukraine als Ganzes als „Hypersekte“ dargestellt habe; ein weiterer RACIRS-Vertreter, Erzpriester Alexander Nowopaschin, habe ukrainische Bürger öffentlich als Kannibalen bezeichnet.
Anapreichyk verwies auf den Leitfaden des OSZE-Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte (BDIMR) zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern, der einen eigenen Abschnitt zur Bekämpfung von Stigmatisierung und Marginalisierung enthält. Zehn Jahre später habe der Bericht der UN-Sonderberichterstatterin für Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Gina Romero, aus dem Jahr 2024 gezeigt, dass das Problem fortbestehe.
Ein zentraler Punkt sei der Zugang zu wirksamen Rechtsmitteln. Formal könnten stigmatisierte Organisationen ihren Ruf verteidigen. Wenn dies jedoch Prozesse in mehreren Staaten und Anwälte in mehreren Ländern erfordere, werde der Rechtsschutz illusorisch.
Rechtsforschung aus Lettland: Der Vorschlag, „Informationsterrorismus“ als eigenen Straftatbestand zu prüfen
Jevgenija Malecka, Juristin, frühere Mitarbeiterin der Strafverfolgungsbehörden, praktizierende Menschenrechtsverteidigerin und Rechtsforscherin aus Lettland, stellte ihr Forschungskonzept vor.
Jeder physischen Eskalation gehe nach ihrer Analyse eine Phase voraus, die sie als „vorkinetische Phase“ bezeichnet, also als Zeitraum vor dem Einsatz körperlicher Gewalt. Der Unterschied zum klassischen Terrorismus liege im Mittel: Dort sei es physische Gewalt, hier die Information selbst. Informationsterrorismus nutze einen „delegierten Schaden“, bei dem der Organisator die Umgebung schaffe und andere den Schaden zufügten.
Malecka gliederte das Phänomen nach den klassischen Merkmalen eines Straftatbestands: Schutzgut sei die psychologische Sicherheit und kognitive Widerstandsfähigkeit; die objektive Seite bestehe in systematischen, koordinierten Kampagnen mit Entmenschlichung und Feindbildproduktion; als Täter kämen Einzelpersonen wie auch Netzwerke mit Algorithmen, Bots und Medienkanälen in Betracht; die subjektive Seite erfordere direkten Vorsatz.
Das Warnsignal formulierte sie so: _“Wenn das Etikett den Beweis ersetzt und der Ruf die Fakten.“_
Ihr Appell richtete sich an die wissenschaftliche und juristische Gemeinschaft, den Bereich interdisziplinär zu untersuchen und die Aufnahme eines eigenständigen Tatbestands in nationale und internationale Strafgesetzbücher zu prüfen. Bleibe das Problem unbeachtet, könnten systematische Entmenschlichungskampagnen nach ihrer Einschätzung in Misshandlung, Folter, Massengewalt, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und in den extremsten Fällen in Völkermord übergehen. Eine Anerkennung als Straftatbestand sei keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, sondern eine rechtliche Garantie.
Offene Fragen der Veranstaltung
Die Teilnehmer betonten, dass Folter und Misshandlung selten isoliert entstünden. Lange bevor körperliche Gewalt sichtbar werde, könnten Menschen und Gemeinschaften durch systematische öffentliche Diskreditierung ihrer Würde, ihrer Legitimität und ihres gleichen gesellschaftlichen Schutzes beraubt werden.
Offen blieben die Fragen, die Anapreichyk zum Abschluss formulierte: Ab welcher Stufe müssten präventive Maßnahmen einsetzen, und wo verlaufe die Grenze zwischen der von der Meinungsfreiheit geschützten Kritik und Handlungen, die zu Entmenschlichung, Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung führen?
Fazit
Damit führte die Veranstaltung zurück zu ihrem Ausgangspunkt: Wer Folter und Misshandlung wirksam verhindern will, muss nicht erst auf sichtbare Gewalt reagieren. Prävention beginnt dort, wo Stigmatisierung, Entmenschlichung und institutioneller Druck die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Menschen ihre Würde und ihren Schutz als gleichberechtigte Rechtsträger verlieren.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
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Herr Anatolij Buchorn
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Forschung trotz Widerstand: ALLATRA wirkt bei EU, OSZE und UN-Konferenzen mit
Posted by PM-Ersteller - 10/08/26 at 07:08:00 a.m.Russland verbietet ALLATRA. Ukrainisches Berufungsgericht bestätigt die Rechtmäßigkeit ihrer Tätigkeit. Was EU-Prüfer feststellten und welche Nanoplastik-Risiken ein aktueller Bericht analysiert.
ALLATRA ist nach eigenen Angaben eine internationale gemeinnützige Organisation für Aufklärung, Forschung und Bildung zu Klima- und geodynamischen Risiken, zu Mikro- und Nanoplastik sowie zum Schutz grundlegender Menschenrechte. Geodynamische Risiken sind Gefahren durch Bewegungen im Erdinneren und an der Erdoberfläche, etwa Erdbeben oder Vulkanausbrüche. In mehr als 180 Ländern sei die Organisation präsent. Seit 2017 liege der weltweite Hauptsitz im US-Bundesstaat Georgia. Sie bezeichnet sich als nicht politisch und nicht religiös, arbeite ehrenamtlich und kenne keine formale Mitgliedschaft. Finanziert werde die Arbeit durch freiwillige Spenden.
Was die Selbstdarstellung von ALLATRA brisant macht, ist weniger die Themenliste als die gegenläufige Behandlung durch Behörden. Russland ist laut der Organisation das einzige Land, das sie verboten hat. In der Ukraine bestätigte ein Berufungsgericht die Rechtmäßigkeit ihrer Tätigkeit. Im Europäischen Parlament kamen die Quästoren zu dem Ergebnis, dass Vorwürfe über prorussische Narrative und Desinformationsnetzwerke nicht schlüssig belegt seien. Der folgende Text stützt sich auf die offizielle Darstellung der Organisation auf allatra.org.
Von „unerwünscht“ zu „extremistisch“: Die russische Eskalation seit 2015
Als Kern der Gründe für das Verbot in Russland nennt ALLATRA die eigene Unabhängigkeit und die Fähigkeit, öffentliches Vertrauen aufzubauen. Seit der Gründung sei die Organisation auch in Russland präsent gewesen. Forschung der geodynamischen Veränderungen auf unserem Planeten, Kommunikation mit verschiedenen Organisationen, Wissenschaftlern und öffentliche Diskussionen über Klima, Ökologie, öffentliche Sicherheit und die Zukunft der Gesellschaft hätten in Russland ein breites Publikum gefunden. Mit der Zeit sei ein unabhängiges zivilgesellschaftliches Netzwerk mit eigenen Internet-TV-Kanälen, Podcasts, Kanälen in sozialen Netzwerken und internationalen Verbindungen entstanden. ALLATRA gewann immer mehr an Popularität unter den Menschen in Russland. (Anmerkung unserer Redaktion: Dies gefiel dem russischen Staat wohl nicht, denn es entzog sich langsam seiner Kontrolle.)
Ab 2015 begannen russische Behörden nach Darstellung der Organisation über staatlich kontrollierte Gutachtergremien und staatsnahe Medien eine anhaltende Kampagne, die ALLATRA als „extremistische“ Organisation darstellte. Ziel sei es gewesen, sie an den Rand zu drängen und Vertrauen im Inland wie international zu untergraben. Die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit hielt in ihrem Bericht von 2020 fest, dass russische Behörden solche Rhetorik als Repressionsinstrument einsetzen, um gerichtliche Verfolgung zu rechtfertigen und unabhängige Organisationen zu beseitigen.
Im August 2023 stufte die Generalstaatsanwaltschaft Russlands ALLATRA als „unerwünscht“ ein. Im Jahr 2024 sperrten russische Behörden die Videoplattform Rumble vollständig. Der Vorstandsvorsitzende von Rumble erklärte, die Sperre gehe auf die Weigerung zurück, den Kanal ALLATRA TV zu entfernen, und betonte gleichzeitig, dass die Inhalte des Senders den Richtlinien von Rumble entsprächen.
Am 24. Juni 2025 erklärte das Oberste Gericht Russlands ALLATRA landesweit zu einer „extremistischen“ Organisation und verbot ihre Tätigkeit.
Zeugen berichten von Razzien, Waffengewalt und Folter in Ufa
Nach Angaben der ALLATRA Organisation führten russische Behörden Hausdurchsuchungen, erzwungene Vernehmungen, Razzien und Folterhandlungen gegen ehemalige Teilnehmer durch. Eine Zeugin, die bei einer Nebenveranstaltung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa online aussagte, schilderte gewaltsames Vorgehen bei Hausdurchsuchungen. Eine junge Teilnehmerin habe eine Stunde lang auf dem Boden liegen müssen, während eine Waffe auf sie gerichtet war. Behördenmitarbeiter hätten Teilnehmern ausdrücklich gesagt: „Ihr dürft nicht über das Klima sprechen. Dieses Thema ist verboten.
Eine weitere Zeugenaussage, die ALLATRA wiedergibt, beschreibt Vorgänge in der Stadt Ufa (Russland) im August 2024, also noch vor dem landesweiten Verbot im Juni 2025:
_“Im September 2024 erfuhr ich neue, wirklich entsetzliche Einzelheiten. Es stellte sich heraus, dass im August dieselbe Welle von Razzien gegen ALLATRA-Freiwillige die Stadt Ufa getroffen hatte. Bei Vernehmungen folterten Beamte des FSB einige von ihnen mit Elektroschocks und über den Kopf gezogenen Plastiktüten.“_
Nach Informationen, die die ALLATRA von gegenwärtigen und ehemaligen Teilnehmern erhalten hat, wurden in Russland verbliebene ehemalige Teilnehmer mit Strafanzeigen, Gerichtsverfahren, erzwungenen Vernehmungen, Folter und fortdauernder Verfolgung konfrontiert. Viele hätten zur eigenen Sicherheit das Land verlassen und Wohnung, Arbeit, Unternehmen und Eigentum zurückgelassen. In bestimmten Fällen sind Menschen zu Zwangsarbeit verurteilt, inhaftiert oder in Straflager gebracht worden. Russland bleibe das einzige Land, in dem ALLATRA verboten wurde. Außerhalb Russlands setze ALLATRA die Arbeit fort, unter anderem über das ALLATRA Global Research Center in den Vereinigten Staaten.
Das Verwaltungsberufungsgericht in Kiew lehnte den Antrag auf ein Verbot ab
In der Ukraine wurden Vorwürfe gegen ALLATRA staatlichen Stellen vorgelegt und gerichtlich geprüft. Die Herkunft der Vorwürfe werde weiter untersucht. Wie das Medium EU Reporter anmerkte, kommt als eine mögliche Erklärung die Tätigkeit prorussischer Einflussnetzwerke innerhalb ukrainischer Institutionen in Betracht.
Am 25. Februar 2026 bestätigte das Sechste Verwaltungsberufungsgericht in Kiew die Entscheidung der Vorinstanz und die Rechtmäßigkeit der Tätigkeit von ALLATRA in der Ukraine. Das Gericht sah keine rechtlichen Gründe für ein Verbot oder eine Zwangsauflösung. Vorgelegte Gutachtenmaterialien wies es als unzulässig zurück. Sie enthielten demnach keine konkreten, objektiven oder überzeugenden Belege für rechtswidrige Tätigkeit. Das Gericht verwies zudem auf Belege für den patriotischen Charakter der Arbeit von ALLATRA in der Ukraine. Die Organisation bleibt damit nach dieser Darstellung eine rechtmäßig tätige öffentliche Vereinigung und ist von ukrainischen Gerichten weder verboten noch untersagt worden.
Bereits am 2. Februar 2026 erkannte die Nationale Polizei der Ukraine ALLATRA als geschädigte juristische Person in einem Strafverfahren wegen Behinderung der rechtmäßigen Tätigkeit einer Nichtregierungsorganisation nach Artikel 170 des Strafgesetzbuchs der Ukraine an. Dieser Status bestätigt, dass ALLATRA in diesem Verfahren als eine Organisation behandelt wird, deren Rechte und berechtigte Interessen verletzt wurden.
ALLATRA unterstützt nach eigenen Angaben die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität der Ukraine innerhalb international anerkannter Grenzen und verurteilt die bewaffnete Aggression Russlands, einschließlich Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verstößen gegen das Völkerrecht. Ein öffentliches Beispiel ist die Konferenz „Freedom Has a Name and It’s Called Ukraine“ am 5. Februar 2026 im US-Kapitol in Washington, D.C.
Quästoren des Europäischen Parlaments: keine schlüssigen Belege
ALLATRA und das ALLATRA Global Research Center beteiligen sich nach eigenen Angaben an europäischen Foren, darunter das Europäische Parlament und OSZE-Plattformen zur menschlichen Dimension. Das Forschungszentrum ist im Transparenzregister der Europäischen Union unter der Nummer REG 1148853102055-15 eingetragen.
Im Februar 2026 nahm ALLATRA Global Research Center an der Veranstaltung „Nanoplastics: Hidden Connections And Emerging Risks“ im Europäischen Parlament teil, organisiert von einem Mitglied des Parlaments in Zusammenarbeit mit dem Research Center. Im Anschluss an die Veranstaltung reichten drei Mitglieder des Europäischen Parlaments aus Fraktionen, die der Fraktion des organisierenden Abgeordneten politisch entgegenstehen, eine Beschwerde ein. Darin wurde behauptet, das ALLATRA Global Research Center habe prorussische Narrative verbreitet und Verbindungen zu russischen Desinformationsnetzwerken unterhalten.
Am 29. April 2026 kamen die Quästoren des Europäischen Parlaments nach Prüfung der von den Parlamentsdiensten zusammengetragenen Informationen zu dem Ergebnis, es gebe keine „schlüssigen und eindeutigen Elemente“ zur Stützung dieser Vorwürfe und keine ausreichende Grundlage für die Eröffnung einer Untersuchung. Die Prüfung ergab demnach keine belegte Verbindung zwischen dem ALLATRA Global Research Center und prorussischen Erzählungen, russischen Desinformationsnetzwerken oder feindlichen Einflussaktivitäten.
Entgegen Behauptungen, die einzelne Medien prorussischer Netzwerke veröffentlicht haben und die nicht durch Beweise oder offizielle Dokumente gestützt sind, wird gegen ALLATRA von keiner Institution der Europäischen Union ermittelt.
Desinformation nach dem ALLATRA-Verbot in Russland und die Bitte um Quellenprüfung
Auch nach dem Verbot in Russland veröffentlichen staatsnahe russische Medien laut ALLATRA weiterhin Material, das die Organisation als „pseudowissenschaftlich“ darstellt. Zweck sei es, Vertrauen in Klimaforschung und wissenschaftliche Arbeit zu untergraben, gerade weil internationale Aufmerksamkeit zunehme. Vorwürfe russischen Ursprungs hätten den Weg in europäische und internationale Medien gefunden. Zugleich seien Vorwürfe, die ukrainische Gerichte und die Quästoren des Europäischen Parlaments als nicht belegt bewertet hätten, in internationalen Publikationen wiederholt worden. So entstehe der falsche Eindruck unabhängiger Bestätigung.
Ein erheblicher Teil der negativen Online-Inhalte über ALLATRA lasse sich auf russische Quellen zurückführen, schreibt die Organisation. Sie fordert Journalisten, Forschende und Verlage auf, die Herkunft verwendeter Informationen zu überprüfen.
Nanoplastik-Bericht, COP-Konferenzen und öffentliche Wissenschaftskommunikation
Das ALLATRA Global Research Center ist die fachübergreifende Forschungs- und Wissenschaftskommunikationsabteilung der ALLATRA Organisation. Es veröffentlichte den analytischen Bericht „Nanoplastics. A Systematic Risk Analysis for Human Health, Ecosystems, and the Environment“, auf Deutsch: „Nanoplastik. Eine systematische Risikoanalyse für die menschliche Gesundheit, Ökosysteme und die Umwelt“. Der Bericht steht unter der Lizenz CC BY 4.0 und trägt die DOI https://doi.org/10.65849/agrc.report.mnp.2026.04001. Er richte sich an Wissenschaft, Regulierungsbehörden, politische Institutionen und die Öffentlichkeit.
Die Ergebnisse wurden im Europäischen Parlament auf der Konferenz „Micro- and Nanoplastics in the Biosphere: Impact on Human Health and Planetary Climate“ vorgestellt. Dort gingen Wissenschaftler und EU-Entscheidungsträger möglichen Gesundheitsrisiken und Umweltauswirkungen von Mikro- und Nanoplastik nach. Der Dokumentarfilm „Nanoplastics: Threat to Life“, der von ALLATRA Global Research Center produziert wurde, lief unter anderem in den Vereinigten Staaten, in Deutschland und in Lateinamerika und wurde bei mehreren internationalen Filmfestivals ausgezeichnet.
ALLATRA nahm an der COP29 in Baku, der COP30 in Belém sowie an den COP16-Konferenzen in Kolumbien und Saudi-Arabien teil. COP-Konferenzen sind UN-Vertragsstaatenkonferenzen zu Klima, Biodiversität oder Wüste. Dort legten sie nach eigenen Angaben fachliche Klimaeinschätzungen vor und führten Gespräche mit Regierungsvertretern und internationalen Amtsträgern. Weitere Stationen der öffentlichen Arbeit umfassen unter anderem OSZE-Formate in Wien und Warschau, ein Kongress-Briefing zum Thema kognitive Kriegsführung am 30. September 2025 in Washington, D.C., einen TEDx-Vortrag des Chefwissenschaftlers Doktor John Ahn am 30. Mai 2026 in St. Louis sowie Kooperationen in Bolivien mit dem Vizeministerium für Zivilschutz, der Bolivianischen Katholischen Universität „San Pablo“ und dem Observatorium San Calixto.
Papst Franziskus erteilte ALLATRA im Dezember 2024 einen Apostolischen Segen für die Arbeit zu Umweltschutz und Bewahrung der Schöpfung. Papst Leo XIV. erteilte im Juli 2025 einen Apostolischen Segen an die Präsidentin Maryna Ovtsynova und an Freiwillige der Organisation.
Klimaposition und Grenze zwischen offizieller und persönlicher Aussage
ALLATRA erkennt nach eigenen Angaben den wissenschaftlichen Konsens zum vom Menschen verursachten Klimawandel an, einschließlich der Rolle von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen bei der gegenwärtigen globalen Erwärmung, wie er in zentralen Feststellungen des Weltklimarats IPCC dargestellt wird. Zusätzlich untersuche die Forschung der Organisation weitere Risikofelder, darunter Mikroplastik, Nanoplastik, geodynamische Prozesse, Gesundheit, Ökosysteme und Widerstandsfähigkeit der Umwelt.
Offizielle Positionen kommuniziere ALLATRA ausschließlich über allatra.org. Aussagen von Rednern, Gästen, Experten, Partnern oder Teilnehmern bei Veranstaltungen gäben deren persönliche Ansichten wieder und seien keine offizielle Position, sofern ALLATRA sie nicht bestätigt. Auch die Mitveranstaltung einer Tagung bedeute nicht die Unterstützung jeder dort geäußerten Meinung.
Damit zeichnet die Organisation das Bild einer ehrenamtlich getragenen Forschungs- und Aufklärungsinitiative. ALLATRA bezeichnet sich als nicht politische und nicht religiöse Organisation. Sie arbeitet auf freiwilliger Basis und kennt keine formale Mitgliedschaft. Das bedeutet, dass niemand offiziell Mitglied werden kann, sondern Menschen sich an einzelnen Projekten beteiligen können, solange sie es selbst möchten. Finanziert wird die Arbeit nach eigenen Angaben durch freiwillige Spenden aus der Öffentlichkeit und in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften.
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ReadyKit e.U.
Herr Anatolij Buchorn
Großreifling 103
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Unser Ziel ist es, Menschen dabei zu helfen, sich auf unvorhergesehene Ereignisse vorzubereiten und sicherzustellen, dass sie in Notfallsituationen bestens ausgerüstet sind. Wir legen größten Wert auf Qualität und Zuverlässigkeit unserer ReadyKit Notfallrucksäcke, um die bestmögliche Sicherheit zu bieten.
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