„2070? Gründe ich ein Tanzstudio auf dem Mond“ – Family Trends 2021

Wie leben wir in 50 Jahren? Welche Erkenntnisse können wir für die Gegenwart ableiten? Trendverlag migo aus der Verlagsgruppe Oetinger hat aktuell Kinder, Zukunfts- und Zeitgeistforscher*innen befragt

BildHamburg, Dezember 2020. Soviel vorab – die Ergebnisse aus den qualitativen Umfragen unter Kindern stimmen hoffnungsfroh. Im ergänzenden Round-Table-Gespräch mit Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz (www.zeitgeistforschung.com), Zukunftsforscher und Trendbüro-Geschäftsführer Ulrich Köhler (www.trendbuero.com) und Zukunftsforscher Kai Gondlach (www.kaigondlach.de) war man sich einig: Wer neue Ideen für die Zukunft gestalten möchte, sollte die Fantasien und Wünsche von Kindern unserer Generation mit einbeziehen. migo hat auf Basis des Titels „Das Zukunftsbuch – Roboter virtuelle Welten und Insekten zum Mittagsessen“ Statements von insgesamt mehreren Hundert Kindergarten- und Grundschulkindern eingeholt, unterstützt von Radio Teddy, Familie & co und ASB Westhessen.

„Unsere Aufgabe bei migo ist es, Kinder zu fragen, Trends zu erkennen, sozusagen als ein Anwalt für junge Menschen und gemeinsam mit ihnen Kinderwünsche aufzugreifen und – als ein Ergebnis – mit den richtigen Büchern zu erfüllen. Dabei ist der gemeinsame Nenner stets der Spaß“, so Carmen Udina, Programmleitung von migo, die die Forscher*innen-Runde moderierte.

Sieben zentrale Thesen und Ergebnisse:
1. Es haben noch nie so viele Menschen am Zeitgeist mitgearbeitet. Das ist ein historischer Moment. Die Jugend hat über das Digitale diese Deutungshoheit gewonnen.
2. Bei den befragten Kindern dominiert das positive Bewusstsein für die Solidarität mit anderen Menschen, eine gesunde Welt, Empathie und Nächstenliebe. Auch im Bereich Technologie sind die Antworten breit, oft zudem von der Sehnsucht nach einem gesunden Planeten geprägt.
3. Es sind mittel- bis langfristig Tendenzen, dass sich zumindest die Zahl der Singlehaushalte reduzieren wird und auch die Individualisierung zu Gunsten von Familienwerten und Zusammenleben auf kleinerem Raum in urbanen Umfeldern wieder abnimmt.
4. Wer als Marke und Hersteller dazu beitragen kann, die Welt ein wenig besser zu machen, ist grundsätzlich auch aus Verbrauchersicht und hinsichtlich der nachhaltigen Existenzberechtigung auf einem guten Weg.
5. Es herrscht ein aktueller Konflikt zwischen Positionsmacht und Ermächtigungsmacht. Man soll Kinder mehr dazu ermächtigen, sich zu entfalten.
6. Allzu homogene Lebensentwürfe sind schädlich und hindern daran, etwas Neues zu entwickeln.
7. Die Filterblase wird dominanter, die Nutzung digitaler Medien intensiver.

Faszinierend vielfältige, konventionelle und unkonventionelle Wünsche und Fantasien
Schon allein die Antworten der befragten Kinder zum Thema Reisen in der Zukunft sind vielfältig und vermutlich vom Elternhaus, weiteren mittlerweile tendenziell genderfreien Vorbildern sowie dem Erfahrungs- und Bildungsumfeld geprägt: Merle will mit der Rakete zum Mond, Mars, Jupiter und Pluto und von dort Proben und Bärtierchen mitbringen. Viele möchten einfach zu Hause bleiben, ihre (in einem Fall syrische) Familie besuchen, Emily auf den Mond, um ein Tanzstudio zu eröffnen, und andere beispielsweise an den einzigen Ort, an dem es geschützte Delfine gibt.

Ein Blick in „Das Zukunftsbuch – Roboter, virtuelle Welten und Insekten zum Mittag“
Wie leben wir im Jahr 2070? Was essen und wie kommunizieren wir? Zukunftsprognosen sind ein Blick in die Glaskugel. Autor Måns Jonasson entführt auf eine äußerst amüsante Tour durch unser Leben der Zukunft. Link: Das Zukunftsbuch

Kontakt und weitere Infos …
Die Zusammenfassung des Round-Tables, der aktuellen Umfrage sowie Informationen zu Kirstine Fratz, Kai Gondlach, Ulrich Köhler, den Trendverlag migo und „Das Zukunftsbuch“, Interviews mit den Forscher*innen, weitere wunderbare Kinder-Antworten, Bilder und einen Blick in die Kristallkugel gibt’s bei Boris Udina, wahn&sinnig/HUP, E-Mail-Adresse verborgen; JavaScript benötigt, +49 174 326 11 16

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Migo Trendverlag- ein Unternehmen der Verlagsgruppe Oetinger
Herr Boris Udina (HUP GmbH wahn&sinnig)
Max-Brauer-Allee 34
22765 Hamburg
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ZIM Fördermittel für Forschung- und Entwicklungsprojekte für 2021 angepasst.

Forschungseinrichtungen und deren Entwicklungspartnern können mit einem höheren Budget für 2021 rechnen. ZIM Zuschüsse von 550 Millionen Euro auf 633 Millionen Euro in 2021 angepasst.

BildWir als Institut für Mittelstand IfM-Meyer freuen uns, dass die Bedeutung des Zentralen Innovationsprogrammes für den Mittelstand wesentlich mehr Gelder für Innovationen bereitgestellt werden.
Im Haushaltsjahr 2021 wird das ZIM-Programm von bisher 500 Millionen Euro auf 633 Millionen Euro aufgestockt.
„Forschungseinrichtungen und Innovative Unternehmen erfahren durch diese essentielle Erhöhung des Budget hier eine Wertschätzung Ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung“, so Herr Meyer vom IfM.

„Diese dringend erforderliche Aufstockung in Zeiten auch von Corona und der damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderung, geben unseren mittelständischen Kunden und Forschungseinrichtungen, weiterhin die Möglichkeit gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen.“, so Hr. Meyer weiter.
Diese Zuschüsse für Entwicklungen tragen im Wesentlichen auch zur Stärkung der KMU in Deutschland (derzeit bis 1.000 Mitarbeiter) im Vergleich zum internationalen Wettbewerbern.

„Wir freuen uns innovative Betriebe, startups und etablierte Unternehmen mit diesen Fördermittel aktiv zu beraten und entsprechende Innovationen somit für den Mittelstand auch weiterhin bezahlbar zu machen“

Wir informieren Sie gerne im Detail und prüfen kostenlos inwieweit Ihre FuE-Vorhaben Chancen auf den Erhalt von nicht rückzahlbaren ZIM-Zuschüsse haben und Ihre Idee die Förderkriterien erfüllt.
Nutzen Sie dieses einzigartige Finanzierungsinstrument aktiv für Ihre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.

IfM-Meyer Institut für Mittelstand
Das Institut für Mittelstand ist eines bundesweit tätige Unternehmensberatung mit Sitz im Grossraum Stuttgart und Berlin. Die Kernkompetenzen liegen in der über 25 jährigen Erfahrung in der Beratung und Unterstützung von Mittelständlern in den Bereichen Fördermittelbeschaffung für Innovationen, Forschung und Entwicklung.
IfM-Meyer beschäftigt sich schon bereits mit den Vorläuferprogrammen von ZIM und kann somit auf ein Expertenwissen aus hunderten erfolgreicher Projekte zurückgreifen.

IFM-Meyer Institut für Mittelstand
Fördermittelberatung für Unternehmen
Tel.: +49(0)7335 7000
Web: www.beratung-zim.de
Web: www.ifm-meyer.de
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An der Riese 59
73344 Gruibingen
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Fruchtbarkeit als Fenster zur Gesundheit des Mannes neu bewerten

Erster digitaler Welt-Kongress der Andrologen endet mit Appell

BildMünster. Ob in Argentinien, Australien oder Kanada, in China, Russland, den USA oder in Europa: Mehr als 700 Androloginnen und Andrologen rund um den Globus haben an der Online-Premiere des weltgrößten Andrologie-Kongresses teilgenommen. Vom 5. bis 9. Dezember 2020 hatten die International Society of Andrology (ISA), die European Academy of Andrology (EAA) und die Deutsche Gesellschaft für Andrologie (DGA) erstmals gemeinsam getagt. Unter der Leitung der beiden Kongresspräsidenten Prof. Dr. med. Sabine Kliesch, Chefärztin der Abteilung für Klinische und Operative Andrologie, Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Stefan Schlatt, Direktor des CeRA, rückte Münster als digitale Kongress-Zentrale des virtuellen Events in den Mittelpunkt der andrologischen Fachwelt. Eine der wichtigsten Botschaften von Andrology 2020 betrifft unfruchtbare Männer, denn sie haben ein hohes Risiko für weitere Begleiterkrankungen.

„Die andrologischen Fachgesellschaften hatten einen Traum von einem weltumspannenden Präsenzkongress und wir haben ihn 10.000 E-Mails und Hunderte von Zoom-Konferenzen später, trotz Corona-Pandemie virtuell wahrgemacht“, resümieren die Organisatoren Prof. Kliesch und Prof. Schlatt. Während des Kongresses waren permanent 200 bis 300 Teilnehmende online. „In der pandemischen Situation war das digitale Format perfekt, um Einblick in die jüngste Forschung und klinische Entwicklungen zu gewinnen und andrologische Kompetenz in Forschung und Patientenversorgung weltweit zu stärken.“ Beide Tagungspräsidenten hoffen auf einen stimulierenden Effekt für die Zukunft der Andrologie mit dem Ziel, die Gesundheit der männlichen Bevölkerung zu verbessern.

Dafür brachte Andrology 2020 eine Reihe klinisch relevanter Erkenntnisse: So ist der Zusammenhang zwischen Testosteronmangel und erhöhter Sterblichkeit in Studien gesichert, was die Notwendigkeit der Behandlung eines Hypogonadismus unterstreicht. „Vor allem müssen wir die Fruchtbarkeit des Mannes neu bewerten und als Indikator für die Männergesundheit ansehen und unsere Patienten dahingehend beraten“, sagt Kongress- und DGA-Präsidentin Kliesch. „Wir wissen heute, dass die Fruchtbarkeit ein Fenster zur Gesundheit des Mannes ist und schwerstinfertile Männer im späteren Leben deutlich häufiger Begleiterkrankungen entwickeln, die ihre weitere Lebenserwartung beeinflussen.“ Das sogenannte OAT-Syndrom führt nach epidemiologischen Studien zu einem erhöhten Risiko für Tumorerkrankungen. Betroffene Männer haben zu wenig, zu gering bewegliche und vermehrt fehlgeformte Spermien. Ihr Risiko für Keimzelltumoren ist 2-3fach erhöht, das Risiko für Prostatakarzinome ist 1,7fach erhöht, und ihr Risiko für Krankenhausaufenthalte wegen kardiovaskulärer Erkrankungen steigt mit abnehmender Spermienzahl.

Mit Blick auf Keimzelltumoren zeigt sich eine zunehmende Bedeutung der genetischen Prädisposition und von Umweltfaktoren. In der Diagnostik sind neue „miRNAs“ den klassischen Tumormarkern (AFP, hCG, LDH) zum Teil überlegen.

Die soziale Komponente der Männergesundheit machen noch unveröffentlichte Daten einer asiatischen Studie deutlich. Dem Asian Male Health Report zufolge haben unverheiratete Männer ein 3-mal höheres kardiovaskuläres Erkrankungsrisiko. Heirat reduziert das kardiovaskuläre Erkrankungsrisiko demnach um 46% während ein niedriges Einkommen die Rate ischämischer Herzerkrankungen verdoppelt.

Beim Thema ungewollte Kinderlosigkeit betonte der Past-President der DGA, Prof. Dr. Hermann M. Behre, dass es von zentraler Bedeutung sei, immer das infertile Paar in den Blick zu nehmen und beide Partner zu untersuchen. Der Faktor Zeit sei dabei nicht zu unterschätzen, denn trotz großer Fortschritte bei der assistierten Reproduktion mit Schwangerschaftsraten von bis zu 80% nach vier Behandlungszyklen bleibe das Alter der Frau entscheidend für die Erfolgsrate. Studien zeigten, dass Frauen zum Zeitpunkt der künstlichen Befruchtung im Durchschnitt 35,5 Jahre alt sind und die Schwangerschaftsrate dann bei nur noch 35% liegt. Umso wichtiger, dass es mittlerweile eine ganze Reihe neuer Spermienfunktionstests gibt, die ihren Weg aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung finden und die Funktionsstörungen auf zellulärer Ebene sichtbar werden lassen. Ein großer Fortschritt für die Behandlung des Paares mit unerfülltem Kinderwunsch.

Für großen Forschungsbedarf sorgt das Corona-Virus auch in der Andrologie: Bereits jetzt wurde in einer Studie ein Zusammenhang zwischen Testosteron und dem Verlauf einer COVID-19-Erkrankung beobachtet. Danach ist ein zu 95% günstiger Krankheitsverlauf zu erwarten, wenn der Testosteronwert bei stationärer Aufnahme über 5 nmol/l liegt. Dagegen bedeutet die Testosteronabnahme von 1 nmol/l unter diesen Schwellenwert bereits ein um 42% erhöhtes Risiko für einen ungünstigen Krankheitsverlauf. Völlig unklar ist derzeit noch, ob die Expression der Rezeptoren, an denen das Virus im Hoden problemlos andocken kann, tatsächlich Effekte auf die Fruchtbarkeit haben wird.

Nach insgesamt mehr als 300 Vorträgen und Präsentationen sowie technisch perfektem Ablauf dankten die Tagungspräsidenten Prof. Kliesch und Prof. Schlatt der andrologischen Community, die Andrology 2020 mit ihrer Teilnahme zu einem großen Erfolg gemacht haben.

Nachfolgende wissenschaftliche Preise wurden durch die Deutsche Gesellschaft für Andrologie (DGA) im Rahmen von Andrology 2020 vergeben.

Andrology Award 2019
Daniele Gianfrilli, Rom, Italien
„Risk behaviours and alcohol in adolescence are negatively associated with testicular volume – results from the Amico“Andrologo survey“

Poster-Preise der DGA:
Lucas GA Ferreira, Sao Paulo, Brasilien
„TLR4/NFKB signaling pathway regulates epididymal embryonic development“
Meritxell Jodar, Barcelona, Spanien
„Unique features of human sperm circular RNAs /circRNAS)
Francesco Lotti, Florenz, Italien
„Clinical and psychological characteristics of men with primary and secondary couple infertility“
Sophie Kaldewey, Münster, Deutschland
„Does the FSHB c.-211G>T polymorphism impact the spermatogenic potential in infertile male patients?“

Vortrags-Preise der DGA:
Sharma Swati, Münster, Deutschland
„Developing testes-on-chip model to study in vitro primate spermatogenesis and endocrine dynamics“
Whiley Penny, Clayton, Australien
„Activin A modulates the pace of germ cell development at the onset of spermatogenesis“
Valeria Hasenmajer, Rom, Italien
„Sexual function in adrenal insufficiency: data from the DREAM trial cohort“
Sabine Kappes, Münster, Deutschland
„Does the sperm retrieval rate (SRR) result of a small test sample reliably predict the SRR on the day of ICSI?

Publikationspreis der DGA:
Margot J. Wyrwoll, Münster, Deutschland
„Bi-allelic Mutations in M1AP are a frequent cause of meiotic arrest and severely impaired spermatogenesis leading to male infertility“

Weitere Informationen:
Juliane Schönau
Tel.: +49 3641 31 16 347
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