Was Anwälte tun können, um ihre Mandantengewinnung über das Internet zu erhöhen

Tipps für Anwälte und Fachanwälte, wie sich durch eine Änderung des Webauftritts und der Kommunikation die Mandantengewinnung im Interneht erhöhen lässt.

BildDie Mehrheit der Anwälte und Fachanwälte nutzt bisher nur einen Bruchteil dessen, was das Internet ihnen an Potenzial zur Mandantengewinnung bietet. Gerade Fachanwälte profitieren jedoch von der erhöhten Reichweite, die sie über die Website, Social Media und Email-Marketing erreichen können.

Wer als Fachanwalt seine Kanzlei nicht in einer Großstadt oder Metropolregion hat, ist auf überregionale Mandantengewinnung angewiesen. Mit den folgenden Maßnahmen lässt sich die Zahl neuer Mandanten deutlich steigern.

Dass sich die meisten Anwälte mit der Kundengewinnung über das Internet noch schwer tun liegt vor allem an zwei Faktoren:

- Die Bevorzugung einer sachlichen, faktenorientierten Kommunikation
- Standesrechtliche Einschränkungen im Marketing und der Mandantengewinnung

Dabei lassen sich mit einer emotionalisierenden, menschenorientierten Ansprache unter Berücksichtigung der teilweise doch erheblich gelockerten Marketing-Reglements Mandanten gewinnen, ohne auf die Pauke hauen zu müssen und sich selbst als der einzige Held auf dem weiten Feld der Anwälte zu feiern oder zu beweihräuchern.

Auf folgende Punkte sollten daher Anwälte bei ihrer Präsenz im Internet besonders achten:

1. Mandantengewinnung über die Website

1.1 Technische Voraussetzungen

Selbstredend sollte die Website mobiletauglich und nutzerfreundlich sein. Abgesehen davon, dass Google die Anpassung des Webauftritt an die unterschiedlichsten mobilen Endgeräte mit einer guten Positionierung belohnt, kommt es auch dabei auf die Nutzerfreundlichkeit an. Wer eine Website auf seinem Smartphone aufruft, erwartet – unbewusst – kurze “Appetithäppchen” (Teaser), die ihm helfen zügig zu erkennen,

- welche (emotionalen) Probleme der Anwalt löst
- inwiefern sich seine Problemlösung von allen anderen Anwälten unterscheidet
- wie der Anwalt am besten zu erreichen ist (Kontaktinfos in der Kopfzeile, in der Fußzeile und ggf. auch in der Seitenleiste)

Zu den emotionalen Problemen potenzieller Mandanten zählen beispielsweise

- (subjektives) Gerechtigkeitsempfinden
- Bequemlichkeit
- Scham
- Angst von Konflikten
- Schwierigkeiten, Verantwortung zu übernehmen
- Existenzängste

Wenn es gelingt, die spezifischen Probleme, d.h. “Kaufmotive” des entsprechenden Wunschkunden auf einer Website zu kommunizieren, gewinnt die Website sofort an Attraktivität.

Wer sich als Anwalt eher als “Mandantenversteher”, denn als “Paragrafenkenner” präsentiert, baut schneller Vertrauen in seine Kompetenz auf und wird als Autorität anerkannt – auch, wenn das zunächst paradox klingen mag.

1.2 Kommunikative Voraussetzungen

Was die wenigsten wissen: eine Website “spricht” immer als Ganzes den Besucher an. Daher ist es wichtig, dass Alles (!) an und auf der Website dem Geschmack und Bedürfnis des Wunschmandanten entspricht:

o Farben und Formen (auch des Logos)
o Strukturierung (es ist beispielsweise von höchster Relevanz zu wissen, ob der Mandant eher auf Qualitätssiegel steht oder persönliche Referenzen bevorzugt und vor allem wann er es auf der Website erwartet und benötigt, um eine Entscheidung zu treffen)
o Bilder- und Wortwahl

Am Anfang steht daher eine fundierte Zielgruppenanalyse, die von einer spezialisierten Agentur einfacher, zeitsparender und gleichzeitig profunder erfolgen kann, als das, was an vielen Stellen im Internet beispielsweise zur Zielgruppen-Definition bzw. Neuromarketing geschrieben steht.

2. Mandantengewinnung über Social Media

Weil sich Anwälte bzw. Fachanwälte vor allem auf der sachlichen, analytischen Kommunikationsebene bewegen tun sie sich mit dem Mysterium Social Media besonders schwer. Denn erfolgreiche Mandantengewinnung über Social Media setzt voraus, im “Herz” des (potenziellen) Mandanten spazieren zu gehen, zu wissen, was er fühlt und braucht und diese Bedürfnisse dann zu bedienen.

An einem Blog führt heute kein Weg mehr dran vorbei. Zu den Social Media Standards sollten eine Facebook-Fanpage zählen und ein Twitter-Profil. Ihr Blog ist quasi Ihre hausinterne Pressestelle und Nutzenstiftungsquelle für Mandanten und die, die es noch werden sollen. Über Social Media werden dann die Veröffentlichungen verbreitet.

Natürlich ist es legitim, Berichte über erfolgreiche Mandate mit den Fans auf Facebook und den Followern auf Twitter zu teilen. Aber der Nutzwert für bestehende oder neue Mandanten ist dabei vergleichsweise gering.

Besser ist es, wenn Anwälte beispielsweise ihre Social Media Gefolgschaft über anstehende TV-Sendungen zum Fachthema informieren oder nach solchen Sendungen ihren Standpunkt zu dem Thema kundtun. Wichtig ist hier natürlich, mit den entsprechenden Suchbegriffen und Schlüsselwörtern zu arbeiten.

Besonders wirkungsvoll ist auch, auf den Seiten und Profilen von Wettbewerbern oder artverwandten Kanzleien zu interagieren. Gerade Social Media Anfänger, die noch dabei sind, ihre Gefolgschaft aufzubauen, können durch Interaktionen ihre Sichtbarkeit und Reichweite drastisch steigern und somit leichter Fans und Follower gewinnen.

Das Ziel sollte zudem sein, Inhalte zu veröffentlichen, die von anderen geteilt und weiter verbreitet werden.

3. Mandantengewinnung via Email-Marketing / Mandantenrundschreiben

Im Grunde genommen gilt: wer die Prinzipien des Social Media verinnerlicht hat, der wird auch mit Email-Marketing die Mandantengewinnung vorantreiben können. Denn auch hier geht es um den richtigen Mix aus Erfolgberichten und Nutzwert. Ihre Liebe zur Wiedergabe neuester Urteile in Mandantenrundschreiben können Anwälte krönen, indem sie eine einfache Sprache wählen und die Folgen des Urteils anhand von simplen Beispielen erklären. Wer sich traut, packt sie in eine Prise Humor, denn dann bleibt vor allem der Autor länger im Gedächtnis des Lesers haften. Außerdem kann es dann passieren, dass diese Mandantenrundschreiben vom Empfänger an andere weitergeleitet und geteilt wird.

Zusammenfassung:

Anwälte und Fachanwälte, die sich für einen – aus ihrer Sicht – radikal-revolutionären Paradigmenwechsel in ihrem Internetauftritt und der Mandantenansprache entscheiden, können ihre Sichtbarkeit, Reichweite und somit ihre Mandantengewinnung im Internet signifikant steigern.

Über:

Mission Rampenlicht
Frau Angela D. Kosa
Calle Clavel 1
38400 Puerto de la Cruz
Spanien

fon ..: +34 674 773 789
web ..: http://mission-rampenlicht.com
email : service@mission-rampenlicht.com

Mission Rampenlicht, die Agentur vereinfacht die Gestaltung von Websites und erhöht durch ihren Mix aus Wissenschaft und Kreativität die Kunden-, Mandanten- bzw. Patientengewinnung für ihre Klienten signifikant. Weil Zielgruppenanalyse, Design und Texte aus einem Hause skommen, entstehen einzigartige Online-Auftritte, die exakt auf die Bedürfnisse der ermittelten Zielgruppe abgestimmt sind. Diese Arbeitsweise schont die zeitlichen Ressourcen ihrer Klienten und steigert die Erfolge der Websites, Social Media- und Email-Marketingmaßnahmen.

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BAG: Keine Kürzung des Erholungsurlaubs nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Mit Urteil vom 19.05.2015 entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG), dass Kürzungen des Erholungsurlaubs wegen der Elternzeit durch den Arbeitgeber nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses unzulässig s

NOETHE LEGAL Rechtsanwälte, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Koblenz führt aus:

Grundsätzlich erwirbt ein in Elternzeit befindlicher Arbeitnehmer auch weiterhin Urlaubsansprüche, auch wenn die Elternzeit über mehrere Jahre genommen wird. Dem Arbeitgeber steht aber gem. § 17 Abs. 1 Satz 1 BEEG das Recht zu diesen Anspruch zu kürzen. Die Kürzung ist für jeden vollen Monat Elternzeit um ein Zwölftel zulässig.

Im vorliegenden Fall machte eine Arbeitnehmerin nach Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses mit Ablauf der Elternzeit die Abrechnung und Abgeltung ihrer Urlaubsansprüche aus den Jahren 2010 bis 2012 geltend. Der Arbeitgeber erklärt hierauf nach bereits beendetem Arbeitsverhältnis die Kürzung der Urlaubsansprüche aufgrund ihrer Elternzeit gem. § 17 Abs. 1 Satz 1 BEEG.

Mit diesem Urteil hat das BAG seine bisherige Rechtsprechung zu diesem Thema geändert und vertritt nunmehr die Ansicht, dass der Anspruch auf Urlaubsabgeltung nicht mehr als Surrogat des Urlaubsanspruchs zu sehen sei, sondern vielmehr als reiner Geldanspruch betrachtet werden müsse. Ist dieser Abgeltungsanspruch somit entstanden, stellt er einen Teil des Vermögens des Arbeitnehmers da. Es besteht insoweit in rechtlicher Hinsicht kein Unterschied mehr zu anderen Zahlungsansprüchen gegenüber dem Arbeitgeber.

Das BAG hat in seiner Entscheidung die Revision des Arbeitgebers zurückgewiesen, da der Anspruch der Arbeitnehmerin auf Erholungsurlaub nicht mehr verringert werden konnte. Der Arbeitnehmerin wurde daher die Urlaubsabgeltung in voller Höhe zu gesprochen.

Dieser Fall zeigt, dass das Arbeitsrecht ständig Änderungen erfährt, diese erfolgen sowohl durch Urteile, als auch Gesetzesänderungen. Um ihre Rechte voll umfänglich wahrnehmen zu können, sollten Sie sich daher frühzeitig rechtsanwaltlich beraten lassen.

Sie erwartet an unseren Standorten in Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Koblenz ein engagiertes, verlässliches und spezialisiertes Team von Berufsträgern.

Über:

NOETHE LEGAL Rechtsanwälte
Herr Tobias Nöthe
In der Sürst 3
53111 Bonn
Deutschland

fon ..: +49 (0) 228 52279640
fax ..: +49 (0) 228 52279689
web ..: http://noethelegal.com
email : info@noethelegal.com

NOETHE LEGAL Rechtsanwälte versteht sich als sowohl national als auch international ausgerichtete Kanzlei mit dem Schwerpunkt im Wirtschaftsrecht.

An den Standorten Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Koblenz beraten wir unsere Mandanten in erster Linie in wirtschaftsrechtlichen Aspekten, die sich vom Gesellschaftsrecht über Arbeitsrecht, Banken- und Kapitalmarktrecht bis hin zum Steuerrecht erstrecken. Hierbei liegt unser Augenmerk nicht auf der oft verkürzten Lösung einzelner Probleme, sondern wir verstehen uns als juristische Begleiter unserer Mandanten, die auch den interdisziplinären Überblick behalten.

Ob beratend, planend, gestaltend oder vor Gericht:
Wir stehen für die Interessen unserer Mandanten dort ein, wo wir gebraucht werden.

Pressekontakt:

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BGH: Beschränkung der Haftung des ausgeschiedenen Gesellschafters

Mit Urteil vom 19.05.2015 entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass ein ausgeschiedener Gesellschafter nicht für erst nach seinem Ausscheiden fällig gewordene Stammeinlagen seiner Mitgesellschafter

NOETHE LEGAL Rechtsanwälte, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Koblenz führt aus:

Im vorliegenden Fall war der Beklagte mit einem Geschäftsanteil von 2.500,00 EUR an einer GmbH beteiligt. Einen weiteren Anteil in Höhe von 22.500,00 EUR hielt ein weiterer Mitgesellschafter. Der Beklagte erbrachte seine Einlage vollständig. Später übertrug er seinen Geschäftsanteil auf den Mitgesellschafter. Zu diesem Zeitpunkt war dessen Einlage erst in Höhe von 11.250,00 EUR erbracht und der Rest noch nicht eingefordert worden. Über das Vermögen der GmbH wurde später das Insolvenzverfahren eröffnet und der Kläger zum Insolvenzverwalter bestellt. Da der damalige Mitgesellschafter seine noch offene Einlage in Höhe von 12.500,00 EUR nicht zu leisten im Stande war, nahm der Kläger den Beklagten schließlich in Höhe dieser Summe gemäß § 24 GmbHG in Anspruch.

Der BGH entschied, dass die Haftung eines ausgeschiedenen Gesellschafters nach § 24 GmbHG dann ausgeschlossen ist, wenn dieser bereits vor Fälligkeit aus der Gesellschaft ausgeschieden, die Fälligkeit der Einlageschuld des Geschäftsanteils eines Mitgesellschafters erst danach eingetreten ist und die Stammeinlage auf den Geschäftsanteil nach Ausschluss dieses Gesellschafters im Wege der Kaduzierung (§ 21 GmbHG) weder von ihm persönlich noch im Rahmen der Veräußerung seines (früheren) Geschäftsanteils gedeckt werden kann, so dass sich ein Fehlbetrag ergibt. Der BGH stellt weiterhin klar, dass diese Haftungsbeschränkung auch für die Übertragung des Geschäftsanteils des ausgeschiedenen Gesellschafters gilt, wenn dieser mit seinem eigenen Gesellschaftsanteil im Rahmen der Kaduzierung aus der Gesellschaft ausgeschieden ist.

Der BGH macht in diesem Urteil deutlich, dass § 24 GmbHG eine Haftung des, seinen Geschäftsanteil vor Fälligkeit der Einlageschuld des Mitgesellschafters auf diesen übertragenden, Gesellschafters nicht begründet. Zwar dient die Vorschrift dem Schutz der Kapitalaufbringung. Dies rechtfertigt indes keine Haftung vor Fälligkeit der Einlageforderung ausgeschiedener Gesellschafter für Fehlbeträge, die im Kaduzierungsverfahren anderer Mitgesellschafter entstanden sind. § 24 GmbHG begründet grundsätzlich eine Haftung für fremde Verbindlichkeiten, die Haftung ist jedoch subsidiär und greift nur unter bestimmten, engen Voraussetzungen.

Im Gesellschaftsrecht gilt es, viele verschiedene Vorschriften im Blick zu haben und die einschlägige Rechtsprechung zu kennen. Dann können Ansprüche sowohl wirksam durchgesetzt, als auch effektiv abgewehrt werden. Um Ihre Rechte vollumfänglich wahrnehmen zu können, sollten Sie sich daher frühzeitig rechtsanwaltlich beraten lassen.

Sie erwartet an unseren Standorten in Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Koblenz ein engagiertes, verlässliches und spezialisiertes Team von Berufsträgern.

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